„Null Toleranz“: DVG investiert weiter in Sicherheit für ihre Fahrgäste

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Der Sicherheitsdienst (Foto: Quelle:DVG-Presse)
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) investiert weiter in die Sicherheit der Fahrgäste und setzt verstärkt Sicherheitskräfte im Liniennetz ein.
Dies hat der Aufsichtsrat der DVG in seiner gestrigen Sitzung beschlossen und die Investitionssumme von knapp 500.000 Euro für die Fortführung der „Null Toleranz“- Kampagne freigegeben.

„Investitionen, bei denen es um die Sicherheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter geht, haben für uns oberste Priorität“, erklärt Marcus Wittig,
Vorstandsvorsitzender des Verkehrsunternehmens.

Die Sicherheitsteams sind seit April 2011 im Rahmen der
„Null Toleranz“-Kampagne in Bussen und Bahnen unterwegs um Straftaten, Ordnungswidrigkeiten und Verhalten, das andere Fahrgäste oder das Fahrpersonal belästigt, zu unterbinden und gegebenenfalls zur Anzeige
zu bringen.

Diese Einsätze werden weiter fortgeführt und die Präsenz auf den Linien verstärkt. „Jeder Fahrgast und auch unsere Mitarbeiter haben das Recht, sich in unseren Fahrzeugen sicher zu fühlen – darum gehen wir weiter
gegen Gewalt, Pöbeleien, Vandalismus und Respektlosigkeit vor“, ergänzt David Karpathy, Vorstandsmitglied der DVG.

Aufgrund eines erhöhten Sicherheitsbedürfnisses der Fahrgäste und gestiegene Gewaltbereitschaft startete die DVG im April 2011 mit „Null Toleranz“. „Uns war klar, dass die Kampagne nicht von heute auf morgen zum Erfolg führt, aber erste positive Ergebnisse konnten wir schon feststellen. Die Anzahl sicherheitsrelevanter Vorfälle, die zur Meldung kamen, ist spürbar zurückgegangen“, erläutert Birgit Adler, verantwortlich für das Verkehrsmanagement des Duisburger Verkehrsunternehmens.

„Fahrgäste und Fahrer fühlen sich sicherer und das ist unser wichtigstes Ziel“, so Adler weiter.

Sowohl in Schwerpunktbereichen als auch im gesamten Liniennetz werden die „Sicherheits-Marshalls“ zu Tages- und Nachtzeiten unterwegs sein und das nicht nur in Dienstkleidung, sondern auch in Zivil.

In Bussen, Nachtexpresslinien und Straßenbahnen, besonders in den
Stoßzeiten bei Schulende, Feierabend und in den Abend bis Nachtstunden werden die Fahrgäste die Präsenz der Sicherheitskräfte bemerken.

Neben dem Einsatz von Videotechnik in Bussen und Bahnen, einer intensiven Partnerschaft mit der Polizei, den umfassenden technischen Einrichtungen und dem Präventionsprogramm (Ausbildung von Bus-Coaches, Sicherheitstraining für Fahrgäste) ist die „Null Toleranz“-Kampagne ein weiterer Baustein des Sicherheitskonzepts der DVG.

„Qualität im öffentlichen Personennahverkehr wird nicht nur über Sauberkeit und Pünktlichkeit definiert, sondern es geht besonders auch um das subjektive
Sicherheitsgefühl der Fahrgäste“, erläutert Marcus Wittig. „Und genau dafür brauchen wir die „Null Toleranz“- Kampagne und werden sie weiter führen.“

Die „Null Toleranz“-Politik dient dazu Verstößen und Fehlverhalten zu begegnen. Hierzu zählen unter anderem:

· Pöbeleien gegenüber Fahrgästen und dem Fahrpersonal,

· Androhung und Ausübung von Gewalt,

· Beschädigung von Fahrzeugen undFahrzeugeinrichtungen,

- Beschmutzung des Fahrzeuginneren, zum Beispiel durch das Auflegen der Füße auf die Sitze oder durch Speisen und Getränke,

· Rauchen

· lautes Musikhören.

Auch Zivilcourage ist wichtig.

Die DVG ist aber auf Mithilfe angewiesen

und bittet Fahrgäste, die sich in den Fahrzeugen oder an Haltestellen unsicher oder belästigt fühlen, sofort das Fahrpersonal oder die Sicherheits- und Servicemitarbeiter des Verkehrsunternehmens zu informieren.

Dies gilt auch, wenn man Zeuge von gewalttätigem oder belästigendem
Verhalten gegenüber anderen Personen wird. In den Straßen- und Stadtbahnen stehen hierzu in jedem Wagen Notrufsprechstellen zur Verfügung, über die der Fahrer informiert werden kann. Ähnliche Notrufsprechsäulen gibt es auch in den U-Bahnhöfen, über die die Leitstelle der DVG erreicht werden kann. Die Mitarbeiter der Leitstelle können direkt über eine eigene Telefonverbindung die
Polizei benachrichtigen, sodass diese so schnell wie möglich den Ereignisort erreicht.

In den Bussen kann der Fahrer direkt angesprochen werden. Fahrgäste können
natürlich auch mit ihrem Handy die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigen, wenn sie Gewalt- oder andere Straftaten beobachten.

Karpathy: „Zivilcourage ist wichtig, aber niemand soll sich selbst in Gefahr begeben.“ Die DVG rät daher zu folgenden sechs Verhaltensregeln:

1. Hilfe organisieren über Notrufeinrichtungen oder telefonisch unter 110.

2. Andere aktiv zur Mithilfe auffordern.

3. Genau beobachten und Tätermerkmale einprägen.

4. Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.

5. Um die Opfer kümmern.

6. Sich als Zeuge zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen zur „Null Toleranz“-Kampagne sind auf der Internetseite:

www.bleib-cool.info

zusammengestellt.

Siehe auch den Beitrag vom 15.04.2011 vom Kollegen Harald Molder. hier ist der Link:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/ratgeber/bnull...
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2 Kommentare
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Werner Zieglowski aus Duisburg | 16.12.2012 | 17:44  
1.351
Ralf Urbansky aus Duisburg | 17.12.2012 | 09:00  
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