Technik in 3-D: Projektpräsentation der Fachschule für Maschinenbautechnik

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Sie haben einen kompletten 3D-Drucker gebaut (v.l.n.r.: Kai Frankenberg, David Makohm, Serdar Gümüs und Martin Winkler)
 
Projekt Spindelwechsel (v.l.n.r: Jenny Nische, Marc Kwapik, Stefan Kühn, Adam Czapla)

Die Techniker-Hausmesse am RBBK entwickelt sich zum festen Technik-Event im Duisburger Norden. Zum zweiten Mal in Folge präsentierte am Samstag, 25.Oktober, der aktuelle Abschlussjahrgang maschinenbautechnische Prototypen und Weiterentwicklungen zum Anfassen und in 3-D.

Wobei man 3-D in diesem Jahr tatsächlich wörtlich nehmen kann: Die Techniker-Gruppe um Kai Frankenberg, Serdar Gümüs, David Makohm und Martin Winkler hat es in der dreimonatigen Projektphase geschafft, einen kompletten und funktionsfähigen 3-D-Drucker in Eigenleistung zu bauen und die komplette technische Dokumentation auf über 200 Seiten detailliert darzustellen. Helmut Strater, Leiter der Fachschule für Technik freut sich besonders darüber, dass der Prototyp des Druckers künftig in der Schule für die Ausbildung der Technischen Produktdesigner, Systemplaner und Techniker genutzt werden kann: "Das wird eine echte Bereicherung des Fachunterrichts, die nicht jede Schule bieten kann."

Die Hausmesse war auch in diesem Jahr gut besucht: Mehr als 300 technikinteressierte Schülerinnen und Schüler, Ausbilder und Unternehmensvertreter informierten sich über multifunktionale Hebetraversen, neueste Entwicklungen rund um Prüfverfahren zur Messung von Eigenspannungen in Kunststoffrohren, Automatisierungen von Bohrwerken, Ausbauvorrichtungen für Motorwellen oder Weiterentwicklungen von Kipp- und Ausbausystemen.

In allen Fällen basieren die Projekte auf einer realen betrieblichen Aufgabenstellungen von Unternehmen aus der Region. Darunter wie immer prominente Namen: HKM, ThyssenKrupp, Trox Technik, SHS plus oder auch die Friedrich-Wilhelms-Hütte. Und in allen Fällen zeigten sich die Auftraggeber zufrieden bis begeistert von den kreativen Lösungen der angehenden Techniker. Dabei steht nicht immer eine wirtschaftliche oder rationalisierende Lösung im Vordergrund, wie dsa Projekt von Michael Schneider, Christodoulos Svinos, Marco Salzbrunn und Roman Stawarz zeigt: Sie entwickelten für die Duisburger Werkstätten für Menschen mit Behinderung eine Presse, mit der Dübel für die Anbringung von Wärmedämmplatten an Fassaden gefertigt werden. "Erst waren wir skeptisch, aber dann wurde das Projekt zu einer echten Herzensangelegenheit," fasst es Michael Schneider zusammen: "Die Arbeit mit den behinderten Menschen war für uns eine echte Bereicherung. Dabei ging es nicht darum, Abläufe zu beschleunigen, sondern Ergonomie und Arbeitssicherheit zu erhöhen. Uns schlug im Laufe der Zusammenarbeit so viel Sympathie der Mitarbeiter entgehen - das hat uns fast umgehauen."

Fester Bestandteil der Ausbildung

Die Projektarbeit mit anschließender Hausmesse ist fester Bestandteil der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker. Hier wird das erworbene theoretische Wissen von der Aufgabenstellung des Projektgebers über Konstruktion, Kostenberechnung, Fertigung und Montage des Lösungsvorschlags bis hin zur praktikablen, sicheren und umweltfreundlichen Einbindung in den betrieblichen Arbeitsprozess in die Praxis umgesetzt.
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