Weihnachtsbäume, die helfen

Foto: Hannes Kirchner

Baumverkauf von "Gemeinsam gegen Kälte Duisburg" startet am Freitag

Zum 14. Mal stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter von „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg“ ab Freitag auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz an der Steinschen Gasse in der Innenstadt und verkaufen zugunsten des Vereins Weihnachtsbäume. Wie in den Jahren zuvor wird mit dem Erlös die mobile Hilfe für Obdachlose finanziert.

Die Benefizaktion hat sogar noch eine längere Tradition, wie Kurt Schreiber, 1. Vorsitzender des Vereins, weiß: „Angefangen hat es vor 19 Jahren, damals haben wir noch vor der Mercatorhalle Bäume verkauft.“ 250 Stück fanden Ende der 90er Jahre pro Weihnachtsfest ihre Abnehmer. Mittlerweile sind es gut 880 Exemplare, die jährlich an die Frau, an den Mann gebracht werden. „Damit ist aber auch die Grenze erreicht, mehr als 880 Bäume können wir nicht stemmen", berichtet Schreiber.

Rund 10.000 Euro erwirtschaftet der Verein, der sich ansonsten ausschließlich aus Spenden finanziert, durch den Baumverkauf. Geld, das für das Überleben der Hilfsorganisation dringend gebraucht wird.

Auf 5.000 bis 6.000 Kontakte bringen es die Mitarbeiter des Vereins pro Jahr. Nach einem Rückgang im Jahr 2011 ist die Zahl derer, die Hilfe benötigen, wieder gestiegen. Die Gründe sind in der zunehmenden Verelendung zu sehen und in neuen Angeboten. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass es am "Gemeinsam gegen Kälte"-Wohnmobil „Brotbeutel“ gibt, die mit geschmierten Stullen den Hunger bekämpfen.

Mit dem Wissen um all diese Aktionen wundert es nicht, dass der soziale Weihnachtsbaumverkauf seit Jahren auf eine riesige Resonanz trifft. Dazu Friedhelm Fritschen, 2. Vorsitzender von „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg“: "60 bis 70 Prozent der Weihnachtsbaumkäufer sind Stammkunden. Sie freuen sich, ohne Mehrausgaben Gutes tun zu können.“

Und sie schätzen den Service! Die Bäume werden auch in die umliegenden Stadtteile geliefert. Geschieht dies bei kleineren Exemplaren noch mit einem Fahrrad mit Anhänger, so darf sich der Verein auch in diesem Jahr über ein Auto freuen, das ihm für 14 Tage unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, und auch die großen Bäume sicher an ihren Bestimmungsort bringt.

Mit dem Erlös wird Obdachlosen geholfen

Nicht nur mit dem Erlös des Verkaufs wird Obdachlosen geholfen, auch die Mitarbeit am Stand hilft manch Gestraucheltem wieder auf die Beine. „Einige unserer Klienten freuen sich, ein bisschen was zurückgeben zu können und helfen gern beim Baumverkauf mit“, so Fritschen.

Wer den Verein „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg“ unterstützen möchte, hat dazu ab kommenden Freitag, 9. Dezember, Gelegenheit. Um 11 Uhr wird Bezirksbürgermeister Reinhard Meyer, unterstützt vom Kinderchor der Katholischen Grundschule Goldstraße, den Baumverkauf eröffnen.

Bis zum 21. Dezember werden dann täglich von 11 bis 18.30 Uhr auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz am Sonnenwall frisch geschlagene Weihnachtsbäume in bester Qualität zu familienfreundlichen Preisen verkauft und angeliefert.

Autor:

Andreas F. Becker aus Duisburg

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