20. KinderKulturFestival Duisburg vom 27. Mai bis 4. Juni am Innenhafen

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Clown Otsch. FOTO UND COPYRIGHT: HANNES KIRCHNER 08-06-2013
Duisburg: Innenhafen |

Unglücklich, ja fast schon panisch schaut das von dem britischen Illustrator Jake Tebbit entworfene Schaf „Woolly“ auf dem Plakat des KinderKulturFestivals drein und blökt ein langgezogenes „Maaaathe“ in die Welt.

Tatsächlich ist „Maaaathe“ auch der Titel des Festivals, das vom 27. Mai bis 4. Juni am Innenhafen stattfindet. Doch anders als „Woolly“ sind sich die Veranstalter sicher: „Mathe macht glücklich!“ Deshalb steht die große Mitmach-Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ des „Mathematikums Gießen“ im Zentrum des KinderKulturFestivals.
Zweiter Schwerpunkt des Festivals ist das Kindertheater. Gruppen aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und der DR Kongo gestalten ein Programm, das unterschiedliche Theaterformen mit und ohne Worte für Kinder ab vier Jahre präsentiert. Ergänzt wird das Programm durch Workshops und Spiel-Aktionen sowie durch Stände des Zoo Duisburg, des Kindermuseums Explorado, der UNICEF Duisburg und von Roskothen – Die Kunst zu Spielen. Ermöglicht wurde das Programm durch die Unterstützung der Stiftung „Unsere Kinder – Unsere Zukunft“.
Nicht Formeln oder Zahlen, sondern die spielerischen Momente der Mathematik stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“. Insgesamt 19 Stationen mit 30 interaktiven Exponaten laden Kinder ab sechs, aber auch ganze Familien ein zum Ausprobieren, Beobachten, Knobeln und Spielen. Die Besucher bauen Brücken, legen Puzzles, entdecken an sich den golden Schnitt, schauen beim Kugelrennen zu, stehen mitten in einer Seifenhaut oder schätzen mit Hilfe eines Rahmens die Gesamtzahl an Smarties in einem Gefäß. Und am Ende sind auch sie sicher: „Mathematik macht glücklich!“
Die weiteste Anreise zum KinderKulturFestival hat zweifellos die „Fanfare Massolo“ aus der Demokratischen Republik Kongo, ein Kinder- und Jugendprojekt, dass in seinen zwei Shows Masken- und Marionettenspiel mit afrikanischen Liedern, Blasmusik und Jazz verbindet. Erzählt wird dabei vom Alltag in der DR Kongo, von Diskriminierung ebenso wie von der Versöhnung. Die „Fanfare Massolo“, ein Projekt für Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten, wird in Zusammenarbeit mit der Kinderkulturkarawane aus Hamburg zum Finale des Festivals am 4. Juni auftreten.
Vorher werden im Theaterzelt die unterschiedlichsten Theaterformen zu erleben sein. Schwarzlichttheater etwa beim „Traum vom Fliegen“ mit „Mika & Rino“ (27.5.) und verschiedene Spielarten des Figurentheaters beim „Schaf Charlotte“ (29.5.) mit den „Complizen“ oder beim Märchen von „Ali Baba und den 40 Räubern“ (30.5.) des Theaters „Marotte“ aus Freiburg.
Ganz ohne Worte kommen der Brite Daryl Beeton mit seiner „Würfelwelt“ (1.6.) oder das Objekttheater „Maritime“ (31.5.) der belgischen Gruppe „Les Petits Délices“ aus. Das Stück wurde beim Internationalen Straßentheaterfestival in Namur als bestes Kinderstück ausgezeichnet. Einen eigenwilligen Blick auf das Märchen vom „Rotkäppchen“ wirft das Berliner Theater „Zitadelle“ (3.6.). Daniel Wagner ist mit seiner witzigen Mischung aus Schauspiel und Figurentheater längst ein Geheimtipp bei jungen und alten Festivalbesuchern geworden.
Aufregendes Programm kann man nicht nur im Theaterzelt, sondern auch „Open Air“ auf dem Festivalgelände erleben. Da lässt „DJUGGLEDY“ in einer Show aus Artistik und mitreißender Musik seine Diabolos bis zu 30 Meter hoch fliegen (Samstag, 27. Mai) und Clown Otsch (28.5.) verbindet mit Slapstick mit scheinbarer Tollpatschigkeit und Situationskomik. In die geheimnisvollen Welten der „übernatürlichen“ Kräfte entführen die Niederländer vom Circusdrome mit ihrem Stück „Maharadja“ (Sonntag, 28. Mai).
Alle Informationen zum Festival unter www.kinderkulturfestival.de.
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