Kolumne Homberg-Hochheide

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Homberg-Hochheide ist ein linksrheinischer Stadtteil Duisburgs. Zusammen mit Marxloh ganz im rechtsrheinischen Norden wird der Stadtteil nun abgerissen und umgebaut - kernsaniert sozusagen.

"Die Bausubstanz ist viel zu alt," ist von offizieller Seite als Begründung zu hören. "Außer einkommensschwachen Zuwanderern aus Mittelasien möchte dort nun wirklich niemand wohnen. Gewerbe möchte sich dort nicht ansiedeln. Schmutz und Dreck nehmen überhand - die Müllabfuhr ist zwar ständig präsent. Ist sie hinten fertig, kann sie vorne gleich wieder beginnen - es liegt dann doppelt so viel herum."

Ernesto Braqwitz ist der städtische Beschaffer von Fördergeldern. Zusmmen mit dem kommunalen Umweltdezernat hat er staatliche Fördermöglichkeiten des Bundes und Landes in den Bereichen Umweltschutz, Stadterneuerung und Infrastrukturverbesserung aufgetan.

"Homberg-Hochheide wird zu einem riesigen Landschaftspark," ist von den Entscheidern zu hören. Straßen und Gebäude werden entfernt. DIe örtlichen Gartenbaubetriebe legen Gelände mit Blumenrabatten, Baumgruppen, Seen, Fußwegen, Hecken u. ä. an. Es gibt Botanische Gärten, in denen Kräutergärten angelegt sind. "Einige Gärtnereien sollen versuchen, alte Pflanzen, die als verdrängt oder ausgestorben gelten, wieder heimisch werden zu lassen. Wir wollen fischwirtschaftliche Betriebe ansiedeln. Sie sollen Zierfische für den heimischen Markt, aber auch Fische als Lebensmittel züchten. Der Niederrhein und die Niederlande sind nah - vielleicht kriegen wir sogar Pferdezucht hin," träumen jetzt sogar einige Lokalpolitiker.

Was aus Marxloh wird, ist momentan noch nicht geklärt. "Eine riesige Moschee jedenfalls nicht," ist von allen Seiten zu hören. "Davon gibt es eh´ schon zu viele..."
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