IDM Schwertzugvogel auf dem Dümmer

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Jens Liebheim, Benjamin Auerbach, WRK
  Hüde: Dümmersee | IDM SCHWERTZUGVOGEL 04.09. – 08.09.2017 auf dem Dümmer

Dirk Michalke und Uwe Horstmann von der Wassersportgemeinschaft Rumeln Kaldenhausen (WRK) gewinnen souverän die Vorregatta.
Jens Liebheim und Benjamin Auerbach belegen den dritten Platz bei der Meisterschaft.

Wie konnte es anders sein: zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft der Schwertzugvögel stellte die WRK im Feld der 26 gemeldeten Crews das größte Kontingent mit sieben teilnehmenden Booten, die auch an den Start gingen. Ausrichtendender Verein war mal wieder die Segler Vereinigung Hüde (SVH).

Der Wasserstand des Dümmers sollte angeblich reichen, aber hier sollte noch so mancher Steuermann sein Wunder erleben, wenn es manchmal – selbst an der Startlinie- zusätzlich knallte, wenn das Schwert Grundberührung mit Steinen hatte. So lauteten auch schon die Berichte von der Vorregatta am Samstag. Dabei muss man wissen, dass der Dümmersee eine Wasserfläche von ca. 12,5 km² und einer maximalen Tiefe von 1,50 m hat.

Am Sonntag wurde von dem Wettfahrtleiter Kai Arendholz die Meisterschaft mit einer gediegenen Rede, die ein gelungener Apell an faires Segeln und Verhaltensweisen bei Protesten war, eröffnet. Um dem Ende der Meisterschaft nicht vorzugreifen, es gab bei acht Wettfahrten nicht einen Protest, etc.

Am Montag, dem ersten Wettfahrttag, spielte leider der Wind nicht mit, denn er blieb aus und man sonnte sich bei Bereitschaft im Hafen. Das änderte sich aber direkt am folgenden Tag als Rasmus mit zwei Beaufort Windstärken doch drei Läufe zuließ. Die richtige Seitenwahl war hier bei drehenden Winden der beherrschende Faktor. Es stellte sich hier schon heraus, dass etwa sechs Mannschaften für den Gesamtsieg in Frage kamen. Darunter war mit dem alten Holzschiff von einem ehemaligen Dümmer Segler (K.H.Weller) die Mannschaft Axel Fischer/Gerold Bauer vom RC Traben Trarbach, die hier im zweiten Lauf mit einem ersten Platz imponierten. Im Gesamtergebnis des Tages lag mit Alexander Morgenstern/Heinz Lenz (DUYC/SKBUE) eine neu formierte Crew vorn.

Der folgende Tag brachte mit 4-6 Beaufort aus Südwest reichlich Unruhe und minimierte das Feld auch durch Kenterungen. Hier überraschte die Crew aus Berlin -Henry Kopplin/ Sebastian Lüters- zuerst mit einem Start – Ziel Sieg. In Absprache mit dem umsichtigen Wettfahrtleiter wurde bei der gleichen Windstärke am Nachmittag noch der Lauf Nummer 5 gestartet. Hier blieben einige (!) Crews an Land, da es schwierig war, bei der vorhandenen Windstärke überhaupt aus dem engen Hafen heraus zu kommen.

Sensationell war hier, dass der nicht mehr ganz junge Vorschoter Jochen Wiebking im Hafen den frisch abgebrochenen Pinnen Ausleger des Bootes durch seinen Steuermann , Michael Hotho (SV Großenheidorn ), reparieren musste, um noch mitzumischen!! Und die Beiden mischten mit: sie wurden dann ausgerechnet Erste: Das ließ doch einige Segler , die an Land geblieben waren, nachdenklich werden. Von der WRK hielten hier Jens Liebheim /Beni Auerbach noch am besten mit, hatten aber in diesem Lauf ein gerissenes Unterliek , welches Platz 10 verursachte.

Der letzte Regatta Tag war mit kräftigen 4 Beaufort bestückt, die mal weniger und auch mehr wurden, aber für drei abschließende Wettfahrten reichten. Drei Platzierungen mit Platz 3 sollten hier für unsere WRK Crew Jens Liebheim /Beni Auerbach aber reichen, um auf das Treppchen als Dritte der diesjährigen Meisterschaft zu kommen. Wie eng alles an der Spitze war, unterstreicht die Tatsache, dass bis zur 6. Wettfahrt drei Crews mit zweiten und ersten Plätzen gleichauf vorne lagen. Als Axel Fischer / Gerold Bauer aufgeben mussten, weil das Großfall riss, entschied sich die Meisterschaft bei Punktgleichheit (!) , durch einen Platz 3 mehr in der Liste, für Henry Kopplin/ Sebastian Lüters vom Zeuthener Segelverein Berlin vor dem mehrfachen Deutschen Meister Manfred Brändle/Frank Liefländer vom Duisburger Yacht Club.

Nicht ganz vom Wind verweht, waren die weiteren WRK Crews: Dirk Michalke/Uwe Horstmann (9), Andreas Demond/Andreas Picht (11), Martin Gropp/Steffi Diegel (14), Jan Rohpeter/Gregor Lust (16), Wolfgang /Nawroth / Sabine Koslowski (17) und Franz Nawroth / Astrid Nawroth (21).

Es war eine gelungene Veranstaltung mit 8 Wettfahrten, und nur einmal musste ein Start wiederholt werden, aber nicht wegen Frühstarts, sondern weil bei dem heftigen Wind eine Tonne schneller weggetrieben wurde, als sie wieder eingefangen werden konnte. Alle teilnehmenden Segler wurden Abend für Abend mit einer witzigen Tombola und Präsenten bedacht, und es wurde dabei viel gelacht. 

Text und Fotos Jan Rohpeter
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