"100 Jahre Brotfabrik-Germania und der Widerstandskreis um August Kordahs"

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Ehemalige Brotfabrik-Germania in den 70´er Jahren.
  Die bisher umfangreichste Ausstellung des Heimatverein Hamborn e.V. übertraf alle Erwartungen. Die Eröffnung mit mehreren hundert Teilnehmern im ehemaligen Bahnhof Hamborn war dazu der Auftakt. Der Vorstand des Heimatvereins ist im Nachhinein aber besonders stolz und glücklich, dass sich während der Ausstellungszeit täglich zwischen 25 bis 30 Besucher die Ausstellung angesehen haben.

Vor vielen hundert Teilnehmern konnte der Vorsitzende des Heimatverein Hamborn e.V, Jörg Weißmann, den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, und den Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Duisburg, Josef Krings, begrüßen. Die Organisatoren der Ausstellung Hartmut Seelbach, Thorsten Fischer und Vorsitzender Jörg Weißmann waren überglücklich , dass sich ihre anderthalbjährige Forschungsarbeit im Vorfeld der Ausstellung gelohnt haben. Von Minute zu Minute musste der Vorsitzende Jörg Weißmann seine Begrüßungsrede erweitern und ergänzen. Von der Verwaltungsspitze der Bezirksvertretung Hamborn waren Jürgen Nattkamp und Karl Heinz Neumann, sowie sämtliche Bürgermeister mit Uwe Heider, Christine Becker und Kurt Kreutgen erschienen. Darüber hinaus war der soeben aus dem Deutschen Bundestag ausgeschiedene MdB Hans Pflug, als auch der soeben als jüngster Bundestagsabgeordnete für den Duisburger Norden, Mahmut Özdemir, erschienen. "Was den Vorstand allerdings am allermeisten erfreute war die Tatsache, dass aus allen Parteien Bezirks- und Ratsvertreter dabei waren", so der Vorsitzende Jörg Weißmann. Vom Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR) und der Niederrhein Akademie kam Simone Frank. Vom Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg nahm der stellvertretende Direktor, Ralf H. Althoff teil.

Natürlich ließ Weißmann nicht unerwähnt , dass es dem Vorstandskollegen Hartmut Seelbach zu verdanken war, dass man die Tochter von August Kordahs gefunden und zur Veranstaltung einladen konnte. OB Sören Link brachte zu Beginn seiner Rede zum Ausdruck, dass er die Schirmherrschaft für die Ausstellung im Oktober letzten Jahres herzlich gern übernommen hat. "Kordahs und die Brotfahrer waren Vorbilder im Kampf gegen den Ungeist der Intoleranz" führte der OB Sören Link weiter aus. Er ging auf die politischen Verhältnisse nach der Machtergreifung der Nationalsozialsten nach 1933 ein. "Trotz Verbotes der Parteien und der Gewerkschaften sprach er über den Mut dieser Brotfahrer, die illegale Tätigkeit durch Verteilung von politischen Schriften aufzunehmen. Obwohl diese wussten, dass das Konzentrationslager auf sie wartete, übten sie ihre Tätigkeit aus Überzeugung aus. OB Link wies am Schluss seiner Rede darauf hin, dass es auch in unserer heutigen Zeit Parteien, wie Pro NRW oder die NPD gibt, die eine vergleichbare Ideologie gegen ausländische Mitbürger vertreten, denen man aber auch entschieden entgegen treten muss.

Im Anschluss hielt Ehrenbürger und Alt-Ob Josef Krings eine beeindruckende Rede. Krings bedankte sich für die Einladung zur Gedenkrede, aber insbesondere dem Heimatverein Hamborn für diese Veranstaltung. Krings ging sodann auf die Geschichte des Widerstandskreises um August Kordahs ein. Er erinnerte aber auch an den Widerstand der Kirchen, Gewerkschaften und anderen Parteien und Organisationen, wie der KPD und der SAP. Am Ende überreichten Jörg Weißmann und Hartmut Seelbach vom Vorstand des Heimatvereins Hamborn gemeinsam mit dem OB Sören Link einen großen Blumenstrauß an die Tochter von August Kordahs, Inge Wösthoff. Diese war mit ihren beiden Töchtern erschienen und nahm den Blumenstrauß mit Tränen in den Augen entgegen.

In der Ausstellung konnte viele persönliche Dokumente von August Kordahs ausgestellt werden. Frau Inge Wösthoff hatte dem Heimatverein Hamborn den privaten Nachlass ihres Vaters für ein zukünftiges Heimatmuseum übergeben.






























































nete
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