Stadtgarde Duisburg von 2011 setzte auf alte Traditionen und zeigte waschechten Karneval „zum Anfassen“

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  Etwas, was vielen Jecken in Duisburg fehlt, zeigte nunmehr die Stadtgarde Duisburg von 2011 bei ihrem diesjährigen Karnevalsauftakt am 5. November, "alte Karnevalstraditionen", wie man sie früher in der Stadt begangen hat.

Gerade einmal fünf Jahre "jung", starteten die Gardisten mit ihrem ersten "Uniformappell" in die Session.

Herrlich wie "El Commandante", Guido "Öwes" Jacobsen, sich "Präses" Joachim "Hunter"Loosen, seines Zeichens ein Urgestein im Duisburger Karneval, gleich als erstes ins Visier nahm, dessen Uniform sich jedoch in tadellosem Zustand befand.

Als sich die Stadtgarde vor fünf Jahren gegründet hat, um eben einen „etwas anderen Karneval“ zu feiern, waren es eine handvoll Enthusiasten, die sich diesem Leitspruch verschrieben hatte. Heute sieht man eine stattliche Garde, die auch durch einen hohen Anteil junger Mitglieder besticht.

Das Wagnis von damals prägt den Erfolg von heute. Die Sitzungen sind längst zu einem Geheimtipp in Duisburg geworden, denn man feiert hier Sitzungskarneval „zum Anfassen“, doch von der gemütlichen Enge des ersten Austragungsortes ist man nun ob der großen Nachfrage in die Aula der "Getrud Bäumer Schule" gewichen.

Und aus dem anfänglichen Improvisationstalent wurde mittlerweile jener unkonventionelle, aber dennoch professionelle Karneval, wobei die Moderation von Präses Joachim Loosen hier ihr Übriges dazu beiträgt und unterstreicht.

Herzerfrischend der weitere Ablauf des Uniformappells, bei dem man sich nicht immer sicher war, ob die ein oder andere Anmerkung vom "El Commandante" real oder einstudiert waren. Wenn Regimentstochter Romina dem Standartenträger den Reinigungsbon noch schnell den Reinigungsbon vom Garderock entfernt sorgt es antürlich für Erheiterung bei allen Anwesenden.

Doch konnte man abschließend feststellen: Die Uniformen der Stadtgarde sitzen perfekt.

Traditionell will die Stadtgarde Duisburg auch in Zukunft mit ihrem Uniformappell die Session eröffnen.

"Jedes Jahr wird das ein sehr stimmungsgeladenes Erlebnis sein," gibt es Präses Joachim Loosen zu verstehen.

Zum Appell waren auch die Prinzencrew rund um Prinz Mark I. erschienen. Doch galt dieser Besuch, genau wie der von Abordnungen befreundeter Gesellschaften sicherlich auch dem zweiten Teil des Abends, der Weihe der neuen Vereinsstandarte.

Im Jahr 2015 beschafft, sollte diese, alter Brauchtumspflege folgend, ihre "Weihe" erhalten.

Für diesen hohen Festakt hatte man Diakon Thomas Löv aus Serm, und ebenfalls ein Urgestein im Duisburger und besonders Sermer Karneval, gewonnen und extra das Zeremoniell und den Ablauf der Weihe genauestens einstudiert.

Der beeindruckende Einmarsch in die zur kleinen Kapelle umgestalteten Veranda der "Delfter Stube" mit klingendem Spiel, die schmucken Uniformen, die festliche Atmosphäre vor dem Gardekommandanten Guido Jacobsen, alles das wärmte die Herzen der Zuschauer, Gäste und Aktiven, auch wenn die erste Kälte des Novemberbodens langsam in den Körper schlich.

Es folgte die feierliche Weihemesse der neuen Vereinsstandarte unter Teilnahme der Abordnungen der Gastvereine.

Im Anschluss an die Messe blieben Garde und Gäste noch einige Stunden gemütlichen beisammen.

Die neue Standarte sah ihren ersten "öffentlichen" Ausmarsch übrigens gleich am darauffolgenden Tag, beim Biwak der KG Alle Mann an Bord.

Eine erste Erwähnung finden Standarten bereits in der Antike. Sie wurden vom Militär als Erkennungszeichen der verschiedenen Einheiten benutzt. Das vorwiegend quadratische Format und die im Vergleich zur Fahne geringere Größe ergaben sich aus der Nutzung besonders durch die Kavallerie. Einige Karnevalsvereine tragen noch heute hoch zu Ross bei Umzügen ihre Reiterstandarten voraus.

Es war ein wahrlich feierlicher Auftakt der bevorstehenden Karnevalssession bei der Stadtgarde Duisburg von 2011
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