Auch Bergmann für eine PKW-Unterführung

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Günther J. Bergmann setzt sich ebenfalls für eine PKW-Unterführung in Millingen ein. Foto: Jörg Terbrüggen

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Günther J. Bergmann spricht sich in einem Brief an den Projektleiter Ventzke von der Deutschen Bahn für eine PKW-Unterführung im Ortsteil Millingen aus. Das hatte auch schon Kanzleramtsminister Ronald Pofalla getan.

In dem Brief heißt es wörtlich: "Die ersten rund 30 Kilometer der bundesdeutschen Bahnlinie Betuwe führen durch meinen Landtagswahlkreis Kleve II und sind in den beiden rechtsrheinischen Städten Emmerich und Rees des Kreises Kleve viel diskutiertes und sehr strittiges Thema. Nachdem nun auch vor Ort durch den Bundeskanzleramtsminister Ronald Pofalla, den Landesbauminister Michael Grosckek und den DB-Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube die Finanzierungsvereinbarung vorgestellt wurde, erhitzt das anstehende Planfeststellungsverfahren mit seinen diversen Abschnitten die Gemüter; dies verständlicherweise und auch zurecht.
Das liegt zum einen daran, dass schon seit 20 Jahren über dieses Thema latent gemutmaßt und immer mal wieder gesprochen wird, es jetzt aber offensichtlich „ernst wird“. Zum anderen werden nun die ortsnahen, für jedermann nachvollziehbaren Lösungen für den Schallschutz und die Linienquerungen besprochen, die natürlich für lange Zeit unverrückbare städtebauliche Parameter bilden werden. Keine andere öffentliche Maßnahme wird die Lebensbedingungen und den Alltag der Menschen von Emmerich und Rees derart beeinflussen wie die Betuwe. Das muss stets bei allen Beteiligten im Hinterkopf präsent sein.
Nach den vielen guten Gesprächen und sinnvollen Anpassungen vor Ort in Emmerich und Rees spitzt sich die Situation in Rees-Millingen nicht nur aus meiner Sicht zu. Neben der unumstrittenen südlichen Ortsumgehung (sie wird die Millinger Straße entlang des Sportplatzes bei Anbindung der Bruchstraße mit der Anholter Straße verbinden) steht das Dorfzentrum im Fokus. Bis dato wird den Menschen signalisiert, dass es dort nur eine Unterführung für Radfahrer und Fußgänger, jedoch nicht für Pkw geben wird.
Ich bitte hiermit eindringlich, diese Erstplanungen kritisch zu überdenken und auf die Menschen des künftig fast geteilten Dorfes Millingen zu zugehen. Meines Erachtens kann es nicht richtig sein, dass die gewachsene Dorfstruktur noch schlimmer als eh notwendig zerschnitten wird. Vielmehr muss der trennende Schienenstrang auch im Zentrum von Pkw zu überwinden bzw. unterfahren sein.
Aus meiner Sicht sind reine Radfahrer- und Fußgängerunterführung auch aus Sicherheitsgründen sehr kritisch zu sehen. Wenn dort junge Menschen oder ältere Herrschaften mit Rollatoren für mehrere Minuten „unter der Erde verschwinden“, stellt das meines Erachtens ein hohes und unnötiges Ge-fährdungspotential dar, das es von vornherein auszuschließen gilt. Was nützen Investitionen in den Untergrund, wenn sie nicht angenommen werden, weil sich die Menschen in der langen Röhre schlichtweg unsicher fühlen?!
Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die guten Lösungen verweisen, die im Bereich Emmerich-Hüthum am Borgheeser Weg gefunden wurden. Auch dort war zuerst eine reine Radfahrer- und Fußgängerröhre geplant – und wurde in den Abstimmungsgesprächen schließlich auch zu einer Pkw-Unterführung. Warum nicht auch in Rees-Millingen? Das wäre ein wichtiges Signal in Richtung der betroffenen Anlieger, die derzeit stark verunsichert sind und künftig ohnehin starken Beeinträchtigungen und Belastungen ausgesetzt sein werden."
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