"Die 100 war gar nicht nicht mein Ziel": Bedingraderin Maria Brück freut sich über Überraschungen zum Ehrentag

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Großer Bahnhof zum 100. Geburtstag von Maria Brück (Mitte). Sogar über ein Ständchen des Fanfarenchorps Grün-Weiß Burg-Altendorf durfte sich die Jubilarin freuen. Nach der Eurovisionshymne gab´s Happy Birthday. Und da stimmten die Gratulationsgäste allesamt kräftig mit ein.

Ungewohnte Töne auf der Station C1 im Philippusstift. Die kleine Abordnung des Fanfarencorps Grün-Weiß Essen-Burgaltendorf schmetterte beim Einzug ins Patientenzimmer 110 die Eurovisionshymne. Zu Ehren von Maria Brück. Die Bedingraderin feierte am Mittwoch ihren 100. Geburtstag.

Dass sie ihren Ehrentag im Krankenhaus verbringen musste, war für die Seniorin kein Problem. Nachbar Peter Roeffs war einer der ersten Gratulanten. "Sein Besuch ist mir ganz wichtig", verriet Maria Brück.
"Unsere Freundschaft hält bereits über so viele Jahre." Die beiden Bedingrader verbindet ein gemeinsames Hobby.

Bei Canasta-Abenden wurden Karten gemischt

Das Kartenspiel. Die Canasta-Abende gehörten über viele Jahre zur festen Tradition, regelmäßig wurden die Karten gemischt.
Maria Brück kuriert derzeit eine Fraktur im Philippusstift aus. Ihr runder Geburtstag hat in der Klinik für Wirbel gesorgt: Dr. Christoph Eicker, Leitender Arzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Hand- und Fußchirurgie des Katholischen Klinikums Essen, Pflegedienstleitung Maria Lück und Stationsleitung Markus Messner überbrachten Glückwünsche. Geschäftsführer Manfred Sunderhaus gratulierte in Person von Stefan Mattes, Leiter Marketing und Kommunikation. Und auch Patientenfürsprecher Detlef Schliffke schaute persönlich in Zimmer 110 vorbei. Er hatte dem Geburtstagskind einen Teddy mitgebacht. Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier, der auch Glückwünsche von Oberbürgermeister Thomas Kufen und der BV überbrachte, setzte auf eine Orchidee. "Wenn Sie 110 werden, komme ich wieder", versprach er Maria Brück mit einem Augenzwinkern.
Das Versprechen gilt. Doch Brück räumt ein: "Ich hab nicht daran geglaubt, dass ich überhaupt 100 werde." Angesichts der gelungenen Überraschung zu ihrem Geburtstag, den die Klinik für sie organisiert hatte, zeigte sich die rüstige Seniorin gerührt: "Ich bin wunschlos glücklich."

Bis zum 90. Geburtstag alles alleine gemacht

Maria Brück blickt auf ein bewegtes und arbeitsreiches Leben zurück. Aufgewachsen ist sie am Reuenberg. Mit acht Geschwistern. Auf dem Grundstück, auf dem schon ihr Elternhaus stand, hat sie bis heute ihre Wohnung. "Seit 49 Jahren lebe ich dort. Bis zu meinem 90. Geburtstag habe ich komplett alles alleine bewältigt. Den Haushalt und den Garten. Dann habe ich mir Hilfe geholt, beispielsweise beim Putzen."
Das Elternhaus der Jubilarin wurde im Krieg zerstört. Brück hat es wieder aufbauen lassen, dort mit ihrem Mann, dem Sohn und ihren Eltern gelebt. Ehemann und Sohn sind bereits verstorben. Doch ihr Enkel und seine Frau bereiten der 100-Jährigen demnächst noch eine ganz besondere Freude: "Sie werden Eltern und ich Ur-Oma." "
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