Einsatz für Afrika: Regina Amoah organisiert Hilfen für Ghana

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Mittlerweile stapeln sich die Kartons im Kellergang. Bis zum nächsten Transport stehen Regina Amoah nun Räume im Keller einer Freundin zur Verfügung, wo sie die Spenden für Ghana zwischenlagern kann. Foto: Brändlein

Regina Amoah ist eine Sammlerin. Doch die Objekte ihrer Sammelleidenschaft sind nicht etwa Gemälde, Antiquitäten, Briefmarken oder Münzen, sondern Kleidung, Spielzeug, gebrauchte Haushaltsgeräte und Kinderfahrräder. Und sie sammelt nicht zum eigenen Vergnügen – sie sorgt dafür, dass die Sachspenden per Container nach Ghana verschifft werden und dort den vielen Bedürftigen zugutekommen.

Im November 2013 begleitete Amoah den ersten, mit 10.000 Kilo Ladung vollgepackten Container in ihr Heimatland, wo die gebrauchten aber gut erhaltenen Alltagsgegenstände dringend gebraucht werden.
Da die Spenden aber nie ausreichen, sammelt sie weiter und im Moment stapeln sich die Kartons auch schon im Kellergang. Da die Hausverwaltung auf die Brandschutzbestimmungen aufmerksam macht und die Räumung der Kellerflächen angemahnt hat, wird sie mit Hilfe ihrer Familie die Kartons im Keller einer Freundin zwischenlagern, aber „auf Dauer ist das auch keine Lösung. Deshalb suche ich dringend eine Garage, in der ich die Spenden bis zum Transport unterstellen kann“, berichtet Amoah.
Regina Amoah wurde mit 15 Jahren adoptiert, lebte mit ihren Eltern zwei Jahre in Amsterdam und kam dann vor 25 Jahren nach Essen. Hier hat sie die Hauptschule besucht und einen Lehrgang zur Altenpflegerin absolviert, danach auch einige Zeit in einem Pflegeheim gearbeitet. Heute arbeitet sie als Reinigungskraft.

Regelmäßige Vorträge im "Kreuzer"

Sie möchte auf jeden Fall in Deutschland bleiben, ihr großer Sohn (23) studiert in Aachen, der jüngere (17) besucht das Don Bosco Gymnasium. Durch zahlreiche Aktionen, mit denen sie auf ihr Heimatland an der afrikanischen Atlantikküste aufmerksam macht, hofft sie, immer mehr Menschen zu erreichen, die sich für die Hilfe für Ghana und den Kontinent engagieren.
Vor zehn Jahren gründete Amoah mit einem fünf-köpfigen Team den Verein New Wine Generation, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern zu helfen. Regelmäßig hält sie im interkulturellen Zentrum "Kreuzer" der evangelischen Kirchengemeinde Essen Borbeck/Vogelheim an der Friedrich-Lange-Straße Bibelstunden für Kinder ab. „Dort singen und tanzen wir zusammen und haben dabei immer sehr großen Spaß“, freut sie sich.
Am 23. Oktober soll es dann auch ein großes Fest zum Zehnjährigen geben, verbunden mit Infos und Aufrufen zur „Hilfe für Afrika“. Wer mit Sach- oder Geldspenden zu dem Projekt beitragen möchte, erreicht Regina Amoah unter: 66 26 89 oder 0175 81 35 524.

Text: Doris Brändlein
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