Fest der Fürstin vor historischer Schlosskulisse in Borbeck

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Ein formvollendeter Handkuss für die Gastgeberin. Günter Eggert heißt die Fürstäbtissin (Birthe Marfording) auf dem Fest im Schlosspark willkommen. Fotos: Debus-Gohl
 

Begleitet vom Schönebecker Jugendblasorchester und flankiert vom Bürgerschützenverein Essen-Borbeck 1833 hielt Fürstäbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt am Samstag feierlich Einzug in den Park ihrer ehemaligen Residenz.

Dieses Mal nicht in der standesgemäßen schwarzen Kutsche, sondern zu Fuß mit würdevollem, aufrechten Gang, schritt Birthe Marfording vom Kulturzentrum Schloss Borbeck im roten Samtkostüm der Äbtissin durch die Reihen der begeisterten Zuschauer zu ihrem Thron auf dem Podium.
Bürgermeister Rudolf Jelinek bemerkte dann auch in seinem Grußwort, dass es schon etwas Besonderes sei, einen Bürgermeister und eine Fürstäbtissin friedlich an einem Ort zusammenzubringen: „Doch hier ist das möglich und ein schönes Vorbild für ein gelungenes Miteinander“.

Gemeinsames Versprechen

Matthias Sinn vom Umweltamt und Projektleiter der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“ betonte den Bezug des Schlossparks und des Festes zur grünen Hauptstadt Essen. Und auch Anna Salome erwähnte in ihrer Begrüßung die große Freude über die Auszeichnung: „Das ist ein Titel, den wir gemeinsam errungen haben und wir können stolz darauf sein!“
Die Vertreter der Stadt Essen, des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins, des Fördervereins Schloß Borbeck und die Fürstäbtissin schlossen dann auch ein symbolisches Bündni. Gemeinsam wurden blaue und grüne Bänder hochgehalten - ein Versprechen, zusammen für ein grünes Essen einzustehen.
Auch für die musikalische Unterhaltung war bestens gesorgt. Das Schönebecker Jugendblasorchester mit seiner Leiterin Linda Keuben erfreute das Volk mit einem Potpourri bekannter Melodien. Als Thomas Krieger und Tim Meier, begleitet von Stephan Müller, Mitglieder der TheaterLaien Borbeck, erst das Lied von der Köttelbecke darboten und danach „Schlosspark, du Traum meiner Jugendzeit“ anstimmten, wurden viele Gäste auch an ihre eigene Jugend erinnert.
Da das Schlossfest immer auch einen historischen Hintergrund vermitteln will, ging es in diesem Jahr um das undisziplinierte Verhalten von Studenten und anderen Gruppierungen in der Stadt.

Raufen und Saufen

Studenten des Vereins Unitas Ruhriania und Dr. Christoph Beckmann, Ehrensenior und Vorsitzender des Unitas Ruhrania Studentenheim e.V., hatten in historischen Kostümen die Gelegenheit das zu tun, „was wir im normalen Leben nie tun würden“, nämlich Raufen und Saufen.
Wie die Verantwortlichen um die Fürstäbtissin das wüste Treiben in den Griff bekam, konnten die Festbesucher am Samstag live miterleben.
Unter ihnen auch ein Überraschungsgast - Baron Maximilian Freiherr von Fürstenberg gab sich die Ehre. „Ich wollte mal vorbeischauen und sehen, was in Borbeck so geschieht“, erzählt er. Der Besitzer und seit 2013 auch Betreiber des Schlosshotels Hugenpoet weiß, was es heißt, so ein Gebäude aufrecht zu erhalten. Schloss Borbeck, von 1826 bis 1941 im Besitz derer von Fürstenberg, ist eng mit der Familie verbunden, war sie doch früher hier ansässig. „Das Schloss hat eine gewisse Symbolik für den Stadtteil und gerade in Zeiten der Globalisierung ist es wichtig, sich auf die Heimat zu besinnen“, betont er.

Boller-Sauberwagen

Susanne Asche, 1. Vorsitzende des BBVV und Franz Josef Gründges vom Förderverein Schloß Borbeck, stellten dann noch „Bobo“ vor, den Borbecker Boller-Sauberwagen, künstlerisch gestaltet von Mitarbeitern der GSE und der Suchthilfe. Er soll erinnern, wachrütteln und aufrufen, aktiv an einem sauberen Borbeck mitzuarbeiten.
Bei kulinarischen Köstlichkeiten, bereitgestellt von der neuen Schlossgastronomie in Kooperation mit der Schloss-Quelle GmbH, konnten es sich die Besucher gutgehen lassen und das gemeinsam gesungene Steigerlied bildete einen würdigen Abschluss der Veranstaltung.

Text: Doris Brändlein
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