Kleiner Mann auf großer Bühne: Leon Mlakar mischt mit beim "Geist der Weihnacht"

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Leon mit Jeanette Biedermann (Foto: privat)
 
Schlussapplaus für das Ensemble nach der Premiere in Oberhausen. (Foto: privat)

Bühnen- und Textproben, das Gefühl, mit großen Namen des Musik-Business auf der Bühne zu stehen, Aufregung und Lampenfieber vor der Premiere: Für Leon Mlkar ist das alles kein Problem. Bereits zum dritten Mal gehört der neunjährige Bedingrader zum Ensemble des Musicals „Vom Geist der Weihnacht“.

Rückt der Herbst näher, dann stehen die Zeichen bei den Mlakars ganz auf Show. Die Castings und die damit verbundene Chance auf ein weiteres Musicalengagement für Sohn Leon rücken näher. Alle relevanten Termine dazu hat der kecke junge Mann, der derzeit die vierte Klasse der Grundschule Schönebeck besucht, fest im Blick. „Und jedes Mal hat er das Ganze mit Bravour gemeistert und den Sprung auf die Besetzungsliste geschafft“, freut sich Mama Tanja.

Mama ordentlich auf die Schippe genommen

Obwohl sie ihrem Sohn in diesem Jahr ordentlich auf den Leim gegangen ist. „Er kam ganz geknickt aus dem Vorsingen und ich hab mir schon überlegt, wie ich ihn trösten kann“, erinnert sie sich an den Moment. Trösten war aber gar nicht nötig, wie sich herausstellte. Denn Leon platzte mit der freudigen Nachricht heraus: „Ich bin dabei.“
Zum dritten Mal in Folge steht der begeisterte Fußballer auf der Musicalbühne. Bereits im Oktober begannen die Proben: Insgesamt zwölf Termine, kurz vor der Premiere durchaus aber auch schon mal drei in der Woche. Damit ist die Advents- und Vorweihnachtszeit bei den Mlakars erfahrungsgemäß noch ein wenig hektischer als in anderen Haushalten. Ohne die „Chauffeurdienste“ von Mama Tanja wären die vielen Termine kaum zu händeln.

Musicalensemble geht diesmal auf Tour

„Vor allem die Fahrerei nach Düsseldorf im letzten Jahr, da hat das Musical im Capitol Theater Station gemacht, war schon sehr aufwändig“, erinnert sich die Bedingraderin an viele wartend verbrachte Nachmittage im Theaterfoyer. Diesmal bleibt es allerdings nicht bei Düsseldorf, denn Leon, das gesamte Ensemble und die Bühnentechnik gehen erstmals sogar auf Tour.
„Am letzten Wochenende haben wir in Oberhausen gespielt“, berichtet Leon. „In der König-Pilsener Arena.“ An diesem Wochenende ist Bremen an der Reihe. Die Tour in diesem Jahr ist noch einmal eine ganz besondere Nummer. Nicht nur aufgrund der verschiedenen Spielorte. „Denn in eine Arena passen schon mächtig viele Leute“, räumt der Neunjährige ein.

Jeanette Biedermann als Engel der Weihnacht

Lampenfieber vor dem ersten Auftritt hat aber nicht nur den 9-Jährigen befallen. Auch für Jeanette Biedermann, die in der aktuellen Produktion als Engel der Weihnacht mit dabei ist, ist die Hauptrolle in dem Erfolgsmusical nach Charles Dickens eine echte Herausforderung.
„Die Jeanette ist total nett“, schwärmt Leon von der 34-jährigen Berlinerin. Die bekannte Schauspielerin und Sängerin wird Leon noch häufiger treffen.
Gestern früh ist der kleine Darsteller mit dem gesamten Ensemble Richtung Hansestadt gereist. Am Abend gab es dann die erste Vorstellung. „Ich übernachte sogar einmal mit allen im Hotel“, verrät Leon.

Liedtexte laufen im Auto rauf und runter

Das Kindermanagement kümmert sich während des Gastspiels um die kleinen Darsteller. Am nächsten Wochende, dann ist das himmlische Musical zu Gast in der SAP Arena in Mannheim, ist Mama Tanja mit dabei. Letzte Station wird vom 23. bis 27. Dezember die Kölner Lanxess Arena sein. Am 23. und 26. Dezember ist Leon dort als Bob auf der Bühne zu erleben. Seine Rolle und die Liedtexte hatte der Viertklässler schon nach kurzer Zeit wieder drauf. „Kein Wunder“, lacht Mama Tanja. „Wir hören im Auto ja nichts anderes mehr.“

Im nächsten Jahr möchte auch Noel zum Casting

Leons Musicalbegeisterung hat inzwischen auch den kleinen Bruder angesteckt. „Im nächsten Jahr ist Noel sieben Jahre alt, dann will er sich auch bewerben“, verrät Leon die Pläne der Geschwister. Der eine als Boy - „das ist der Kinder-Scrooge“ - der andere als Bob.
Mal schauen, was daraus wird. Sollte es wider Erwarten nicht klappen, hat Leon bereits einen Plan-B: „Dann werde ich Fußball-Profi und fange schon mal an, richtig viel zu trainieren.“
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