Borbeck macht sich stark für Notfallpraxis

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Die BV IV hat sich in Sachen Notfallpraxis Borbcker Ärzte eindeutig positioniert. Die niedergelassenen Ärzte sollen die seit 20 Jahren erfolgreich arbeitende Einrichtung weiter betreiben, fordern die Bezirkspolitiker.

Denn sollte sich in Sachen Notfallversorgung etwas ändern, würde dies für Borbecker Notfallpatienten im Ernstfall eine deutlich weitere Anreise bedeuten als bisher notwendig.
Die Befürchtungen um eine mögliche Zusammenlegung der Borbecker Notfallpraxis mit der Altenessener Ärzte im Marienhospital konnte Dr. Michael Heise von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Kreisstelle Essen, allerdings eine eindeutige Absage erteilen: „Dafür gibt es keinerlei Veranlassung. Vielmehr ist uns sehr an der Beibehaltung der derzeitigen Versorgungsstrukturen in Essen gelegen.“

Neustrukturierung des ambulanten Bereitschaftsdienstes


Letztendlich werden die Entscheidungen aber an anderer Stelle getroffen. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein hat sich in der letzten Woche mit der Neustrukturierung des ambulanten ärztlichen Bereitschaftsdienstes im Landesteil Nordrhein befasst. Und beschlossen, dass zukünftig 41 Notfalldienstpraxen im Landesteil Nordrhein vorgehalten werden sollen.
Den Kreisstellen der KV Nordrhein wird zudem die Möglichkeit gegeben, bei Bedarf zusätzliche Dependancen mit eingeschränkten Öffnungszeiten zu betreiben. Wichtig: Eine Entscheidung über einzelne Praxis-Standorte sei noch nicht gefallen. Die zukünftigen regionalen Praxisstrukturen wolle die KV Nordrhein im Laufe der kommenden Monate gemeinsam mit den Kreisstellen im Landesteil erarbeiten.

Kuh ist noch nicht vom Eis


Vom Eis ist die Kuh somit noch lange nicht. Denn im Zuge der Überlegungen zur Neustruktuierung des ambulanten Bereitschaftsdienstes steht auch die Überprüfung bestehender Praxen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und Erreichbarkeit auf dem Plan.
„Das darf doch wohl nicht wahr sein“, so Margarete Roderigs erste Reaktion nach Bekanntwerden der Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) NRW. „Als Borbecker Ärzte vor rund 20 Jahren die Vorreiterrolle übernahmen und in Eigenverantwortung eine Notfallpraxis einrichteten, gab es nicht wenige Zweifler. Aus diesem Pilotprojekt ist inzwischen ein fast flächendeckendes Versorgungsnetz geworden, das vor allem bei der stetig schrumpfenden Krankenhauslandschaft und der älter werdenden Gesellschaft unverzichtbar ist“, argumentiert die Ratsfrau der CDU.

Enge Zusammenarbeit mit dem Philippusstift


Ein besonderes Plus in Borbeck sei die enge Zusammenarbeit mit der Notaufnahme des Philippusstiftes. „Dadurch können oftmals lange Wartezeiten und weite Wege vermieden werden.“ Margarete Roderig ist fassungslos. Nach Schließung des Bethesda-Krankenhauses soll Borbeck nun wieder der Verlierer sein? - fragt die Ratsfrau und fordert „einen Sturm der Entrüstung“. Damit aus den Plänen am Ende keine bittere Wahrheit werde.
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1 Kommentar
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Andre Roth aus Essen-Borbeck | 19.02.2015 | 22:11  
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