Ohne Respekt geht gar nichts

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Chantal, Doreen und Cathy sind auf den ersten Blick ganz normale Mädchen - allerdings mit einem relativ ungewöhnlichen Hobby. Die drei boxen mit Leidenschaft, stehen Woche für Woche an bis zu vier Tagen im Ring oder BoxGym.

Entdeckt haben die Drei ihre Begeisterung für den noch immer klar von Männern dominierten Sport im Don Bosco Club an der Wolfsbankstraße. Vor eineinhalb Jahren ging das Boxprojekt dort an den Start, hat inzwischen dank Sponsorenunterstützung und großer Resonanz unter den Kindern und Jugendlichen kräftig Fahrt aufgenommen.

Profis kümmern sich um Nachwuchsboxer

Tom Jekl, pädagogischer Mitarbeiter und selbst früher aktiver Boxer, ist Ansprechpartner für den Box-Club. Bis zu 70 Kinder und Jugendliche sind es pro Woche, die sich im Ring oder BoxGym zum Training treffen. Das ist unterteilt in Altersgruppen: Kinder (6 bis 12 Jahre) und Jugendliche (ab 12 Jahre) streifen zu getrennten Trainingszeiten die Handschuhe über. Neben Tom Jekl kümmern sich zwei Profis um die Club-Boxer. Robert Tlatlik, internationaler Deutscher Meister im Junior Welter-Gewicht, und der ehemalige Bundesliga-Boxer Tat Dat trainieren regelmäßig mit den Kids. „Sponsoren machen es möglich, dass wir die beiden engagieren konnten“, freut sich Tom Jekl.
Der Boxsport wird in der ehemaligen Hochburg Borbeck derzeit immer populärer. Seit dem 1. Juli gibt es unter dem Dach der DJK Eintracht Borbeck eine eigene Boxabteilung. 35 Mitglieder zählt diese bereits.

Weiterhin Training im Don Bosco Club

Die Eintracht-Boxer stammen allesamt aus dem Don Bosco Box-Projekt. „Natürlich müssen unsere Kids jetzt nicht Mitglied in einem Verein werden, das Training im Club steht allen weiterhin wie bisher offen“, so Jekl. Doch durch die Vereinsstruktur sei es den Don Bosco-Boxern nun auch möglich, an Wettkämpfen teilzunehmen.
Nico und Dominik sind zwei vielversprechende Nachwuchsboxer aus den Reihen des Don Bosco Clubs, die diese neue sportliche Herausforderung in jedem Fall annehmen werden. Die Trainer bescheinigen den beiden großes Potenzial. Auch Chantal, Cathy und Doreen werden als Talente gehandelt.
Für Tom Jekl steht der Spaß im Vordergrund und natürlich die Projektidee. „Denn Boxen ist mehr als ein Sport. Die Kinder lernen hier Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen mit Freude an die Sache herangehen. Da spielt die Technik erst einmal eine untergeordnete Rolle.“

Erster Auftritt vor Publikum

Auf einige der Don Bosco-Boxer wartet dennoch schon bald eine große Bühne. Sie werden wohl im Ring dabei sein, wenn am 8. September im Rahmen von „Boxen, Jazz und Gaumenfreuden“ in der Borbecker Dubois Arena gekämpft wird.
Wer sich für das Box-Projekt interessiert, kann nach den Ferien im Don Bosco Club an der Wolfsbankstraße mehr erfahren.

Fotos: Alex Roth
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 03.09.2013 | 22:50  
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