Tolle Typen: Charline Hartmann entscheidet sich für Fußball statt Ballett

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Die Torjägerin ganz privat. Im Berufsleben hat Charline Hartmann bereits Fuß gefasst. Eine spätere Übernahme des elterlichen Betriebs? Keinesfalls ausgeschlossen. Foto: privat

Anrath? Wo bitte schön liegt Anrath? Die Fans von Charline Hartmann werden es wissen. Anrath ist ein Stadtteil von Willich und in eben jenem ist die SGS-Stürmerin vor 31 Jahren geboren. In unserer Serie über die "Tollen Typen bei der SGS" darf die erfolgreiche Torschützin mit mehr als 150 Treffern in der Bundesliga natürlich nicht fehlen.

Dass sie im Frauenfußball ihre Passion gefunden hat, war nicht von Anfang an klar. Bei einem Fußballturnier von Viktoria Anrath ist der Funke übergesprungen. Mit ihrem Vater war die Neunjährige damals am Platz. Die Ballettschuhe flogen in die Ecke, statt dessen schnürte Charline Hartmann von da an ihre Fußballschuhe.
Mit Erfolg. Der Weg führte konsequent nach oben, bis ins Oberhaus der Liga. Über Duisburg - Köln - Duisburg führte sie der Weg an die Ardelhütte.

Bundesligaufstieg mit der SGS

Kein unbekanntes Terrain für die 31-Jährige. Bereits in der Regionalliga hatte sie für Essen gespielt, stieg 2004 mit dem Verein in die Bundesliga auf. Zur Saison 2011/12 kehrte Hartmann zur Sportgemeinschaft Essen-Schönebeck 19/68 e.V. zurück. Den Schritt hat sie nicht bereut. "Ich habe bis jetzt tolle Jahre in Essen erlebt und fühle mich hier total wohl."
Beruflich hat sie nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau in der Firma ihres Vaters Fuß gefasst. Eine zweite Karriere als Unternehmerin keinesfalls ausgeschlossen.
Doch alles zu seiner Zeit. Derzeit stehen die Zeichen bei der 31-Jährigen auf Sport: Den möchte sie noch lange ausüben. Dann klappt's auch mit dem Lebenstraum: "Einfach nur gesund bleiben und immer wieder schöne Dinge erleben."

Pokaltraum ausgeträumt

Dass nicht alle Träume wahr werden, auch das hat Charline Hartmann in ihrer langen Fußballerinnen-Karriere bereits erfahren müssen. Erst im letzten Dezember wieder. Kurz vor Weihnachten ist sie mit der SGS aus dem Pokal geflogen. Gegen Frankfurt hat es für den Bundesligisten aus dem Revier nicht gereicht. Der Pokaltraum ist ausgeträumt, schade. Doch wenn man so tickt wie Charline Hartmann, dann heißt es weitermachen, nach vorne schauen, neue Ziele finden. Und das heißt jetzt: Bis zum letzten Spieltag wird die Powerfrau auf dem Platz alles dafür geben, dass die SGS am Ende auf Platz drei oder vier der Bundesliga-Tabelle steht.

Am 19. Februar kommt der MSV Duisburg

Das nächste Mal am 19. Februar, dann müssen die "Tollen Typen" um 14 Uhr im Stadion Essen gegen den MSV Duisburg ran.
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