Abiturienten der Gesamtschule Borbeck spenden ihre "Überschüsse"

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Rebecca Weber (l.), Sozialarbeiterin bei Raum58, freut sich über die Spende, die Ronja Göhausen, Steffen Siegmund, Robin Schütz und Carmen Möllenberg stellvertretend für den gesamten Abi-Jahrgang übergeben. (Foto: privat)

Eigentlich ist für Ronja Göhausen und ihre Mitstreiter das Thema Schule ad acta gelegt. Schließlich haben die jungen Leute ihr Abitur in der Tasche. Doch so ganz kann und will der Abi-Jahrgang 2015 der Gesamtschule Borbeck noch nicht loslassen.

Grund ist das gut gefüllte Abikonto, das der Jahrgang nach Abzug aller Kosten für Abiball, T-Shirts, Abibücher und DVds noch sein Eigen nennen kann. Die stolze Summe von 1.200 Euro wollten die Borbecker auf keinen Fall gewinnbringend anlegen. Den ehemaligen Gesamtschülern war von Anfang an klar, dass etwas mit dem Geld geschehen sollte. Und noch etwas stand direkt fest. Mit dem Geld sollte Positives bewirkt werden. „Es war uns wichtig, dass es in gute Hände kommt“, so Ronja Göhausen.

Spende für Kinder und Jugendliche


Bei einer Stufenversammlung haben sich die Abiturienten Gedanken darüber gemacht, wo genau sie diese Hilfe leisten wollten.
„Es herrschte schnell Einigkeit darüber, dass die Spende an Kinder und Jugendliche gehen sollte“, erinnert sich die Borbeckerin, Mitglied des ehemaligen Abiturkommitees. Schnell war man sich einig, ein Konsens gefunden. Der Raum 58, die Essener Notschlafstätte für Jugendliche, und das Hundertwasserhaus, in dem Familien mit schwerkranken Kinder während der Behandlung in der Uniklinik vorübergehend ein Zuhause finden, sollten sich über eine Spende freuen dürfen.
„Die Summe haben wir geteilt. Für jede der beiden Einrichtungen standen somit 600 Euro zur Verfügung“, so die 19-Jährige weiter.

Scheck für "Raum 58"


In dieser Woche hatten sich die ehemaligen Gesamtschüler Ronja Göhausen, Steffen Sigmund, Robin Schütz und Carmen Möllenberg aufgemacht und statteten dem „Raum 58“ einen gemeinsamen Besuch ab. Im Gespäck hatten die vier einen großen Spendenscheck. Den übergaben sie an Rebecca Weber, Sozialarbeiterin der Einrichtung in der Kastanienallee.
Mit Essensverkäufen während der Mittagspausen und bei diversen Schulveranstaltungen hat der Abi-Jahrgang seine Kasse gut gefüllt. „Die selbstgemachten Crepes, HotDogs und Sandwiches sind gut angekommen“, freuen sich die Ehemaligen rückblickend. „Zudem hatten wir ein paar Sponsoren, die eine Anzeige in unserem Abibuch gebucht haben“, ergänzt Ronja.

"Wir hatten einen wunderschönen Abiball

Für die ehemaligen Schüler gab´s ein dickes Dankeschön für die geleistete Spende. Ihr Engagement für die Einrichtung in Trägerschaft des Skf konnten sie aber ganz einfach erklären: „Wir hatten einen wunderschönen Abiball. Diese Glück wollen wir einfach mit anderen Menschen teilen, indem wir das Restgeld spenden.“
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