Vorschulkinder der Kita Corneliusstraße besuchen die Polizei

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„Achtung Kinder, jetzt müsst ihr erst einmal links schauen...“ Winfried Bitzer (r.) und Ralf im Spring demonstrieren die gefahrlose Überquerung der Straße.

„Kettwiger Kita-Kinder sitzen ein!“ könnte die Schlagzeile lauten. Die Vorschulkinder der Einrichtung an der Corneliusstraße werden von den Ordnungshütern Winfried Bitzer und Ralf im Spring vom Tor ihrer Kita „abgeführt“.

Entwarnung! Sie haben nichts verbrochen, besuchen die Polizeiwache an der Hauptstraße. Schon auf dem Weg dahin gibt es erste Tipps: „Beim Überqueren der Straße muss man zunächst links schauen, dann rechts, dann wieder links...“
Soweit, so gut. Doch wie verhält man sich bei einem Fußgängerüberweg? In einem Rutsch durch? Nein, weiß Bitzer, ein Zwischenstopp ist die sichere Variante. Und Autofahrer, die bremsen und einen freundlich durchwinken? „Das ist zwar nett von denen. Winkt zurück, aber lasst sie fahren, dann ist die Straße wirklich frei, ihr könnt alles sehen und werdet auch gesehen!“
Als die Karawane der Kinder in der Polizeiwache ankommt, ist die Tür versperrt. Und jetzt? „Schaut mal, da oben ist eine Kamera. Jetzt sieht der Kollege, wer da klingelt, und lässt uns rein!“ Gesagt, getan.

Löcher in der Bauch gefragt

In der Zentrale erklärt Winfried Bitzer geduldig die vielen Monitore und bekommt Löcher in den Bauch gefragt.
Große Aufregung, als eine Polizistin den Raum betritt, sowas haben die Kiddies wohl noch nie gesehen: „Kuckma, eine Polizei-Frau!“ Wo er denn hier schlafe, wird Bitzer gefragt. Erst stutzt der Freund und Helfer, dann lächelt er breit: „Nee, ich wohne hier nicht. Ich arbeite hier, dann ziehe ich die Uniform aus und fahre nach Hause!“ Erzieherin Petra Volbert, die ihre Schützlinge begleitet, muss lachen: „Wie bei uns. Da denken die Kinder auch, wir würden in der Kita wohnen...“

Wenn die Mama weg ist

Dann macht Bitzer den Kleinen an einem Beispiel aus dem Leben klar, was sein alltägliches Brot ist: „Stellt Euch vor, ihr seid mit der Mama im Einkaufszentrum und plötzlich ist die Mama weg. Was macht ihr dann?“ Die Polizei rufen, na klar. „Aber was ist, wenn ihr keinen Polizisten seht?“
Ein super Tipp vom Experten: „Ihr geht zur nächsten Kasse und sagt da Bescheid, die rufen uns dann an. Weißt Du, wo Du wohnst?“ Das kleine Mädchen zögert, lächelt ein wenig unsicher. “Kein Problem“, strahlt Bitzer, „wie heißt du denn? So, hier finde ich Dich im Computer, ich weiß jetzt, wo Du wohnst und fahre dich nach Hause zur Mama!“

Die Räuber!

Große Erleichterung bei den Stoppelhopsern, für die es nun ans nächste Thema geht: Die Räuber!
Wenn Winfried Bitzer so einen Halunken gefangen hat, kommt der „in Ketten“. Natürlich möchten auch die Kleinen die Handschellen ausprobieren, hinter dem Rücken gefesselt werden. Obwohl, nicht Alle trauen sich. Kein Problem für Bitzer, der auch Vater ist. Spätestens jetzt merkt man das, denn nun fällt ihm ein: „Muss einer Pipi?“ Aber klar doch, wo das hier so aufregend ist!
Nun geht es noch in die Garage, Bitzer stellt beim Streifenwagen das Blaulicht und die Sirene an, beeindruckend!
Kurz wird demonstriert, wo ein gefasster Räuber sitzen muss - hinten rechts - der andere Polizist fährt und Winfried Bitzer hat ein Auge auf den Verhafteten, schützt so auch seinen Kollegen.
Dann geht es zurück zur Kita, über die Straße. Wie war das nochmal? „Also erst links gucken...“
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