Handball-Niederrheinpokal: Kettwiger SV erwartet Borussia Mönchengladbach

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Als frisch gewählter Kapitän und Abwehrchef ruhen auf Niklas Orlowski vor dem Pokalspiel des Kettwiger SV gegen Borussia Mönchengladbach viele Hoffnungen. (Foto: Bangert)
Essen: Sporthalle THG |

Was tun, wenn der Vater das Herz des erfolgreichen Kettwiger Ruderclubs ist, man als Sohn aber lieber Handball spielt? Sollten Sie einmal selber vor so einer entscheidenden Frage stehen, Niklas Orlowski von den Verbandsliga-Handballern des Kettwiger SV kann da ein paar spannende Tipps geben.


Er, der seit der E-Jugend im Trikot des Kettwiger TV noch durch die Sporthallen der Gartenstadt tobte, durfte in seinen frühen Jahren seiner Leidenschaft für den Handball frönen. Vater und KRG-Coach Boris Orlowski war zu der Zeit froh, dass Niklas sportlich aktiv war. Zwischenzeitlich wurde aus ihm dann doch der Wanderer zwischen den Sportwelten. Zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr feierte er seine Erfolge in den Booten derKRG und durfte sich das ein oder andere Mal auch von Vater Boris Kritik und Lob anhören.
Irgendwann reifte bei ihm aber die Erkentniss, „dass ich im Rudern alles erreicht hatte, was für mich möglich war, und Handball habe ich immer sehr gerne gespielt.“ So war das Comeback vor vier Jahren im Trikot der damaligen vierten Mannschaft des KTV in der Bezirksliga erst einmal nur ein vorsichtiges hereinschnuppern. „Ich musste mich ja erst wieder an die Technik und die Taktik gewöhnen. Doch das hat alles gut geklappt und dann hat mich Stefan Klung gefragt, ob ich nicht wieder in der ersten Mannschaft angreifen möchte.“

Seit der E-Jugend Handballer, doch dann folgt ein erfolgreiches Zwischenspiel als Ruderer

Gesagt, getan. Stück für Stück erarbeitete sich der Student der Betriebswirtschaftslehre an der Uni in Essen den Respekt seiner Mitspieler. Und nicht nur den. Vor allem in der Deckung schaute sich Orlowski reichlich Tricks und Kniffe von seinem ehemaligen Trainer und Lehrmeister Sven Liebenau ab. Dass er dank des langjährigen Rudertrainings mit entsprechenden Musklen und einigen Ecken und Kanten ausgestattet ist, war und ist für den Job als Abwehrchef nicht unbedingt ein Nachteil. „Hinten fühle ich mich sehr wohl. Von da kann ich die Mannschaft führen und einstellen. Ich versuche immer mit allen zu sprechen, ihnen zu helfen und lücken zu füllen. Ein Lautsprecher aber bin ich nicht.“
Dafür aber auch als frisch gewählter Kapitän ein Bindeglied zwischen dem neuen Trainer Tim Westheider und den neuen Spielern, die etwa von der Reserve des Tusem kamen, und den alteinngesessenen Kettwigern wie etwa Orlowski selber, Christan Röckmann, Keeper Julian Ehlen oder Jens Kaiser. „Ich bin stolz, dass ich als Kapitän dieser Mannschaft fungiere. Und zu einer Mannschaft sind wir während der Vorbereitung geworden. Da hat der Tim wirklich gute Arbeit geleistet, aber wir haben uns auch bei den täglichen Trainingseinheiten kennen und schätzen gelernt. Das funktioniert bisher sehr gut.“ Wie gut, dass wird der heutige Mittwoch, ab 19.30 Uhr, in der Sporthalle des THG, zeigen. Mit dem Oberligisten Borussia Mönchengladbach stellt sich der spielstärkste Gegner in Kettwig vor. Dessen Angriffe an den breiten Schultern und den Ecken und Kanten des Kapitäns Orlowski abprallen sollen.

Der Gegner:
Mit den Handballern der Borussia aus Mönchengladbach stellt sich am heutigen Mittwoch, 19.30 Uhr, in der Sporthalle des THG, der Fünfte der Oberliga in Kettwig vor. Nach einem gemischten Saisonstart wies das Team von Trainer Zoran Cutura bei den Siegen gegen die Reserve von Tusem und Adler Königshof ihre Klasse nach. Die sehr junge Mannschaft der Mönchengladbacher geht als Favorit in das Spiel in Kettwig. Die erfolgreichsten Torschützen sind die beiden Rückraumspieler Björn Marquardt und Lukas Esser.

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