Spät in Schwung gekommen

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Die Kettwiger Damen überraschten mit einem Sieg gegen Düsseldorf. Foto: Bangert
 
Kettwig gelang die Revanche für die 25:30 Niederlage im Hinspiel. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Damen gewinnen erneut, Herrenteams müssen böse Niederlagen einstecken

Die Kettwiger Damen kommen spät in Schwung, zum Klassenerhalt wird es allerdings nicht mehr reichen. Zumindest bisher ist dieser bei der Reserve noch nicht gefährdet. Der Verbandsligist dagegen könnte die Liga höchstens nach oben verlassen.


1. Herren gegen TB Wülfrath 33:37

Tore: Pfeiffer (9), Bing (5), Brix (5), Schwartz (4), Stempel (3), Gehenio (2), Heiderich (2), Röckmann (2), Mühlenhoff.
Neben dem verletzten Frederik Simon fielen auch Jan Käsler und Torwart Florian Kundt krankheitsbedingt aus. Besonders die Tore des zuletzt so erfolgreichen Werfers Käsler fehlten. Nach schnellem 7:12 Rückstand kämpften sich die Hausherren wieder heran, die Führung wechselte oft hin und her, keiner der beiden Kontrahenten konnte davonziehen. Rund zehn Minuten vor dem Ende dieser hart umkämpften Partie lagen die Mannschaften mit 27:27 absolut auf Augenhöhe. Allerdings bekamen die Kettwiger über die gesamte Spielzeit die höchst effektive zentrale Achse der Gäste nie in den Griff. Die genialen Zuspiele des bärenstarken Mittelmanns auf den durchsetzungsstarken und vor allem extrem abschlusssicheren Kreisläufer machten am Ende den Unterschied. Wülfrath setzte sich auf 30:27 ab, Kettwig machte auf, versuchte es mit offener Deckung und lag plötzlich mit 30:35 entscheidend hinten.
Da aber die direkten Verfolger ebenfalls nicht gewinnen konnten, bleibt Kettwig Zweiter der Verbandsliga. Zwar kommen noch die Knallerspiele gegen Ratingen und Wuppertal. Doch beim Tabellenvierten in Wermelskirchen könnte eine gewisse Vorentscheidung über den restlichen Saisonverlauf fallen. Laut Abteilungsleiter Werner Dörnenburg hat sich das Team jedenfalls auf das große Ziel eingeschworen: „Wir wollen unbedingt Vizemeister werden!“
Ein erster Neuzugang ist fix, Lennard Götte kommt vom Oberligisten Rheinwacht Dinslaken. Der lange Kerl spielt Kreisläufer und Deckungsmitte, ist nach Kettwig gezogen und wäre sofort spielberechtigt.

Revanche gelungen

Damen gegen TG Düsseldorf 28:23
Tore: Laermann (12), Kloss (5), Museiko (5), Eumann (3), Bernstein (2), Keppel.
Fast schon schade, dass die Spielerinnen von Trainer Michael Risse so spät in Schwung kommen. Vermutlich zu spät, um doch noch den Startplatz in der demnächst reduzierten Landesliga ergattern zu können. Immerhin ist Kettwig nun nicht mehr Letzter. Revanche für die 25:30 Niederlage im Hinspiel, das war der Plan. Die Vorzeichen waren nicht gut, einige Spielerinnen mussten kurzfristig passen. Doch die Gastgeberinnen hielten gut mit, lagen zur Pause nur mit 11:13 hinten. Bis dahin hatten sie gar nicht mal so schlecht, zu bemängeln war lediglich die Chancenverwertung. Aber der zweite Durchgang wurde so richtig gut. Im Tor glänzte Alina Fensch mit einigen umjubelten Paraden und sorgte dafür, dass sich Kettwig langsam absetzen und einen Vorsprung ausbauen konnte. Sonja Laermann und Hilde Museiko konnten auf den Halbpositionen ein ums andere Mal die Lücken in der gegnerischen Abwehr nutzen oder Siebenmeter verwandeln. Auf der Mitte überzeugte Johanna Bernstein mit einem guten Blick für ihre Mitspieler und Zug zum Tor. Da hatte Düsseldorf große Probleme, Kettwig bekam gleich acht Strafwürfe zugesprochen. Auch enge Deckung gegen Sonja Laermann und Johanna Bernstein brachte nicht mehr aus dem Konzept. Sarah Eumann war nach einer langen Verletzungspause erstmals wieder voll dabei und konnte drei wichtige Treffer aus dem Rückraum erzielen. Je länger das Spiel andauerte, desto besser lief es für die Heimmannschaft. Rechtsaußen Martina Kloss gelang ein sehenswerter Treffer aus dem Rückraum und auch Kreisläuferin Nadine Keppel traf aus der zweiten Reihe. Vielleicht geht ja doch noch was, beim Dritten in Wuppertal hängen die Trauben jedoch ziemlich hoch.

Ausfälle nicht zu verkraften

2. Herren gegen TV Ratingen II 14:32
Tore: Scheid (4), S. Schinke (4), Gaefer (3), Beede (2), Luhrenberg.
Natürlich war gegen den neuen Tabellenführer TV Ratingen II kein Sieg eingeplant. Schon gar nicht, da der Gast inzwischen Spieler aus der dritten Liga in die Landesliga herunterzieht, um den Aufstieg in die Verbandsliga realisieren zu können. So stand das Team von Trainer Daniel Averbeck vom Anpfiff an auf verlorenem Posten. Da unter anderem Spieler wie Sebastian Bach, Fabian Fuchs, Julian Müller und Ricardo Schinke ausfielen, Sascha Graefer konnte nur bedingt eingesetzt werden, war die Ausgangslage überdeutlich. Zur Pause standen gerade einmal kümmerliche fünf Treffer für die Hausherren zu Buche. Immerhin hatte sich auch der Gast noch nicht mit Rum beklecker. Doch nach und nach ging der so arg dezimierten Kettwiger Reserve die Puste aus, die Ausfälle waren nicht zu verkraften. Der Vorsprung von sechs Zählern auf die Abstiegsränge dürfte reichen, allerdings kommen nun wichtige Spiele. Die Kettwiger müssen zunächst nun zum einen Rang besser platzierten TV Cronenberg.
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