Essener bei Special Olympics in Inzell

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Foto (privat / HKS): Die erfolgreichen Essener Teilnehmer bei den Special Olympics Winterspielen in Inzell mit Ihren Betreuern: Thomas Schmalstieg (li. oben), Dinah Machmüller (links), Barbara Bungardt (3. v. li.) und Claudia Stemmer (2. Reihe, 3. v. r.); Harald Trotzki (2. v. re.) und Rainer Grebert (re. außen).
Essen: Helen-Keller-Schule | Essener bei Special Olympics in Inzell

Special Olympics Deutschland (SOD), die größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung, richtet alle zwei Jahre Nationale Winterspiele aus. In der Zeit zwischen den beiden Jahren gibt es Nationale Sommerspiele. 2014 fanden diese zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen statt, und zwar in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Die SOD-Winterspiele 2015 sind gerade in Inzell zu Ende gegangen. Mit dabei waren in den beiden Disziplinen Eisschnelllauf/Shorttrack und Eiskunstlauf Schülerinnen und Schüler der Bernetalschule, der Helen-Keller-Schule und der Franz-Sales-Förderschule.

Zwei weitere Essener sind seit vielen Jahren ehrenamtlich Special Olympics verbunden und sind bei Winterspielen für Eisschnelllauf/Shorttrack zuständig. Harald Trotzki, Mitarbeiter der Sport- und Bäderbetriebe und Rainer Grebert, pensionierter Kriminalbeamter und Pressesprecher der Rollstuhlbasketballer Hot Rolling Bears, sind bei Special Olympics mittlerweile so eine Art „Shorttrack-Päpste“.

Die beiden Freunde waren in der Vorbereitung seit Monaten mit Teilnehmer- und Startlisten beschäftigt. Frühzeitige Kontaktaufnahme mit den teilnehmenden Einrichtungen aus ganz Deutschland erleichterte die Arbeit vor Ort.

Beim Eisschnelllauf hatten 63 Teilnehmer aus elf Einrichtungen gemeldet, darunter zwei ausländische Gast-Mannschaften aus Holland und Österreich.

Die Essener erzielten folgende Ergebnisse:

Für die Bernetalschule:
Dennis Krause: 2 x Gold über 222m und 333m,
Gold als Ersatzmann in der Shorttrack Staffel der
Lindenhofschule Senden
Tobias Adamski: Silber über 333m und Bronze über 500m
Ayman El-Hany: Gold über 777m und Bronze über 333m


Für die Helen-Keller-Schule:
Jan Gast: Bronze über 222m (im Finale über 333m durch
einen technischen Fehler leider disqualifiziert)
Dustin Nelleßen: Gold über 333m, Silber über 222m

Für die Franz-Sales-Förderschule:
Jan-Simon Görgen: 2 x Gold über 222m und 333m

Für Fabian Loebb (Bernetalschule) waren durch Krankheit die Spiele schon am Anreisetag beendet. Kleiner Trost: Eine Erinnerungsmedaille bei der Siegerehrung.

Nach Special-Olympics Regeln qualifizieren sich die Athleten in sogenannten „homogenen Gruppen“ für die Finalläufe. Einer der spannendsten Läufe war das Finale über 222m. Acht Athleten standen auf der Startlinie; drei Essener, Jan-Simon Görgen, Dustin Nelleßen und Jan Gast gegen den Rest der Republik. Und die drei brachten es fertig, alle anderen hinter sich zu lassen. Bei der Siegerehrung traf man sich auf dem „Stockerl“ wieder, unter tosendem Beifall, insbesondere aus dem Lager der Athleten aus der Ruhrmetropole.

Insgesamt waren14 Eiskunstläuferinnen und -läufer am Start. Die fünf Essenerinnen hatten sich mit dem Rest des Feldes mit ausschließlich Athletinnen aus Bayern und Thüringen auseinanderzusetzen. Dabei erzielten sie folgende Platzierungen:

Bernetalschule: Level II: Gold für Shanice Weber,
Silber für Lucia Hüsken

Helen-Keller-Schule: Level I: Bronze für Lena Kühn

Franz-Salses-Förderschule: Level I: Gold für Dana Rumi,
Silber für Jaqueline Polednik

Und da die Eisschnellläufer und die Eiskunstläufer sich die „Max-Aicher-Arena“ teilten (morgens Eisschnelllauf, nachmittags Eiskunstlauf) gab es ständig Begegnungen, auch mit den beiden Essener Organisatoren Trotzki und Grebert. Dabei wurde immer gefachsimpelt, Tipps wurden ausgetauscht und Prognosen gestellt.

Nach den Siegerehrungen für beide Wettbewerbe wurden die tollen Ergebnisse gefeiert. Spätestens bei der Abschlussfeier war niemand mehr zu halten; die Athletinnen und Athleten tanzten vor Glück und Freude und rissen dabei den einen oder anderen begleitenden Lehrer mit.

Trotzki und Grebert hielten sich dabei ein bisschen bedeckt. Der Alltag hatte sie schon bald wieder; Grebert bei seinen Rollstuhlbasketballern am Sonntag und Trotzki am Montag im Rathaus im Amt.

Kommentar von beiden: „Es waren wieder sehr schöne Spiele, mit sehr schönen Erlebissen. Es waren auch wieder anstrengende Spiele; morgens die ersten und abends die letzten in der Halle. Aber die Freude und Dankbarkeit der Athleten entschädigt für alles. Die nächsten Spiele sind schon in der Grobplanung. 2016 geht es zu den Sommerspielen nach Hannover. Und wenn wir gesund bleiben und man uns braucht, sind wir wieder dabei, dann beim Fußball und Basketball“.
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