Dichtheitsprüfung Baldeneysee: Fischer retten Fische

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Um den Baldeneysee auf mögliche undichte Stellen zu untersuchen, ist der Stauspiegel des Sees in einem Großversuch des Ruhrverbands um rund 75 Zentimeter gegenüber der üblichen Spiegellage abgesenkt worden.

Die Fachleute des Ruhrverbands hatten im Poldergebiet „Schloss Baldeney“, das ebenso wie die Wehranlage, die Schleuse und die Stauhaltungsdämme am ETUF-Gelände und in Heisingen zu den sicherheitsrelevanten Einrichtungen des Baldeneysees gehört, seit einiger Zeit ungewöhnliche Wassereintritte beobachtet.
Durch das Absenken des Wasserspiegels wurden einige Rückzugsgebiete der heimischen Fischarten vom Hauptstrom der Ruhr getrennt. Daher haben zahlreiche freiwillige Helfer des Fischereiverein Essen e.V. unter der Gesamtführung von Rudi Brock und Mitarbeitern der Ruhrfischereigenossenschaft unter der Leitung ihres Geschäftsführers Stefan Jäger schätzungsweise über drei Tonnen heimischer Fischarten aus abgeschnittenen Winterquartieren der Ruhr im Bereich Heisingen und Kupferdreh gerettet.

Über drei Tonnen Fische gerettet


Da sich die Fische zum Winter in beruhigten Gebieten wie Altarmen, Spyks und Becken, die mit der Ruhr und dem Baldeneysee verbunden sind, sammeln, wurden diese Gebiete verstärkt von der Fischereiaufsicht des Fischereiverein Essen e.V. kontrolliert. Dabei wurde festgestellt, dass sich die Fische trotz des absinkenden Wasserspiegels gegen die Strömung in unsichere Gebiete bewegen.
In einer beispiellosen Rettungsaktion stiegen die freiwilligen Helfer in Wathosen und mit Keschern bewaffnet in die abgeschnittenen Bereiche der Ruhr und beförderten die eingeschlossenen Fische, darunter Hechte, Barsche, Rotaugen, Brassen, Alande und Rotfedern (die zur Bekämpfung der Wasserpest im Baldeneysee besonders geschützt sind), auf direktem Wege zurück in den Hauptstrom der Ruhr.
„Da noch nicht abzusehen ist, wie weit der Wasserspiegel wegen der Reparaturarbeiten noch abgesenkt werden muss, verstärkt die Fischereiaufsicht des FVE ihre Kontrollen auf der gesamten Gewässerstrecke zwischen dem Eisenbahnmuseum Dahlhausen und der Werdener Staumauer, um weitere abgeschnittene Bereiche zu lokalisieren und Soforthilfemaßnahmen einzuleiten“, erklärt Ulrich Döllken vom Fischereiverein Essen.

Passanten sollten Ungewöhnliches melden


„Da der FVE Essen trotz seiner zahlreichen Freiwilligen nicht überall sein kann, bitten wir Spaziergänger, Radfahrer und alle anderen Naturverbundenen, denen etwas Ungewöhnliches an dieser Gewässerstrecke auffällt, uns unter der Rufnummer 0172/10 48 849 (Stefan Schneider, Präsident des FVE) zu informieren, sodass umgehend reagiert werden kann.“
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