Essener Kultureinrichtungen stellen Programm vor: Aussicht aufs Paradies

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Essener Kulturschaffende kooperieren: v.l.n.r.: 1. Reihe Helmut Kottkamp, Ruhrländischer Künstlerbund Essen/ Mechthild Friedburg, Theater Thesth / Christian Schröder, Aalto Musiktheater / Dr. Bernd Mengede, Kulturbüro Essen. 2. Reihe: Petra Göbel, Werkkreis Bildendender Künstler/ Mariela Rossi, Theater der leere raum/ Stefan Schulze, Kulturbüro Essen / Andreas Bomheuer, Geschäftsbereichsvorstand Kultur, Integration und Sport. 3. Reihe: Christina Waimann, Projektbüro „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ /

Wer wünscht sie sich nicht, die Aussicht auf das Paradies? Essener Kulturinstitute machen es ab sofort möglich - eine Programmbroschüre mit rund 56 Veranstaltungen stellt das Thema "Schöne Aussichten - Paradies und Utopien" in den Mittelpunkt.

Seit 2014 gibt es die Arbeitsgruppe der städtischen Kultureinrichtungen, die sich regelmäßig mit Vertretern der freien Szene trifft, um in erster Linie einander kennen zu lernen, aber auch voneinander zu profitieren oder gemeinsame Projekte zu starten. Vom kleinen Theater in Rüttenscheid bis hin zur Theater und Philharmonie Essen reicht die Bandbreite der Teilnehmer, die sich dort regelmäßig austauschen. Unter Federführung des Kulturbüros wurde nun ein Programm ersonnen, dass sich im Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation" und im Grüne Hauptstadt Jahr mit der Suche und der Sehnsucht nach Utopien und paradiesischem Leben beschäftigt.
Insgesamt rund 56 Veranstaltungen im ersten Halbjahr beschäftigen sich mit dem Thema und reichen von Theaterstücken über Ausstellungen und Lesungen bis hin zu Vorträgen.
Aus einer Landes- bzw. Bundesinitiative im Kulturbereich entstanden im Jahre 2014 dann auch Kooperationen auf kommunaler Ebene", erläutert Stefan Schulze, beim Kulturamt zuständig für die Entwicklung von Projekten. So entstand schließlich die Arbeitsgruppe städtischer und freier Kulturgruppen und -einrichtungen, die sich regelmäßig alle zwei Monate trifft, um sich auszutauschen und zu kooperieren.
Mit der Oper "Le Prophète" von Giacomo Meyerbeer greift das Ankerprojekt dieses Veranstaltungsprogramms die Geschichte der christlichen Reformation auf. Historische Vorlage für den Opernstoff ist das sogenannte Täuferreich von Münster im 16. Jahrhundert. Mit den Themen religiöser Extremismus, Kriegsführung im Namen Gottes und paradiesische Verlockungen gewinnt die Oper eine erschreckende Aktualität.

56 Veranstaltungen im ersten Halbjahr

Neben Vorträgen und Ausstellungen zum Thema "Reformation" im Haus der Essener Geschichte oder im Ruhr Museum, wurden auch zahlreiche kulturelle Programmbeiträge mit ökologischen Aspekten in das Programmheft aufgenommen: Gemeinschaftsprojekte des Büros "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017" und des Museums Folkwang und über das ganze Jahr hinweg eine Ausstellung zum Kunstprojekt "GRowEEN".
Zudem können sich Musik- und Tanzfans freuen: Das Figurentheater "Ozeanmärchen" im Theater "der leere raum" in Essen-Stadtwald lädt Kinder zum Abtauchen in die Welt der Meerjungfrau Unda ein. Gleich vier Premieren zeigt die Studio-Bühne Essen im Juni.
Zusammen mit den Theater AGs des Burggymnasiums Essen, des Carl-Human Gymnasium Essen und einem Kurs des Ricarda-Huch-Gymnasiums Gelsenkirchen wurden vier Stücke erarbeitet.
Die Broschüre zu "Schöne Aussichten - Paradiese und Utopien" ist ab sofort in den Kultureinrichtungen, in der Touristikzentrale oder im Internet unter www.essen.de/jahresthemen erhältlich. Ein Programmfortsetzung im zweiten Halbjahr ist fest eingeplant.
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