Wochenlange Planung und viele Probefahrten: Claudio Schlegtendal erarbeitete die Route der Tour de Rü

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Claudio Schlegtendal vor der Karte, die er inzwischen fast auswendig kennen dürfte. In den letzten Wochen hat der Werdener Mediziner für die Interessengemeinschaft Rüttenscheid den Streckenplan der heutigen Oldtimer-Ausfahrt erarbeitet.

Er hat sich wieder überreden lassen: Eigentlich wollte Claudio Schlegtendal keine weitere Tour de Rü-Streckenplanung ausarbeiten. Aber dann hat er es doch gemacht. Und so war der Mediziner in den letzten Wochen viel unterwegs auf Straßen und Sträßchen ins Sauerland und zurück, denn die Tour am Samstag, 22. April, führt von Rüttenscheid nach Attendorn.

Natürlich ginge es auch ganz einfach, nämlich per Navi. Aber so einfach wollen es sich die Organisatoren und Teilnehmer der Tour de Rü ja gerade nicht machen. Zwar ist die heute zum 14. Mal stattfindende Oldtimer-Frühlingsausfahrt keine Rallye im offiziellen Sinne, aber eben eine Ausfahrt mit Rallyeanforderungen.

Dazu gehört die Ausstattung der Fahrer mit einem dicken Bordbuch, dessen Leitung quasi Kilometer für Kilometer zu folgen ist. Straßenschild für Straßenschild könnte man auch sagen, was für Claudio Schlegtendal Präzisionsarbeit bedeutet. Unterläuft ihm nur ein kleiner Fehler, könnte das 131 Autos und neun Motorräder in die Sackgasse führen. Zumindest weg von der Route.



Die jedoch ist zu befolgen, allein schon, weil zuvor diverse Behörden ihre Zustimmung geben müssen, obwohl bei der Tour de Rü "nicht perlschnurartig gefahren wird", wie Schlegtendal betont. Vielmehr werden zwei unterschiedliche Varianten des Bordbuches verteilt. Der Planer erarbeitet nämlich einen Streckenverlauf mit Variationen, was sogar zu Irritationen führen kann, wenn Teilnehmer sich unterwegs begegnen. Auch dann heißt es, trotzdem weiter dem Bordbuch zu folgen.
Wer das tut, hat sogar Chancen auf den begehrten Sonderpokal. Um den zu erhalten, gilt es, Buchstaben, die unterwegs an Bäumen befestigt sind, zu einem Spruch zusammenzusetzen.

Zwei Bordbücher mit verschiedenen Strecken


Eine Detailarbeit also, für die der Senior Consultant aus dem St. Josef Krankenhaus in Werden etliche Male gen Sauerland gefahren ist, um Straßen zu finden, die landschaftlich reizvoll sind, interessant zu fahren und dabei genehmigungsfähig.
Ziel der heutigen Tour ist die Burg Schnellenberg in Attendorn. Dabei ist auch die Suche nach einem für Bugatti, MG und Co. angemessenen Ort der Mittagspause nicht einfach. Burgen und Schlösser gibt es genug, aber nicht überall ist ein Restaurant vorhanden, dass 300 Tour-Teilnehmer beköstigen kann.
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