Werdener Handball-Ikone geehrt! Heinz Dressler ist jetzt Ehrenmitglied der DJK Grün-Weiß Werden-Heidhausen

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Heinz Dressler inmitten des Vorstandes der DJK Grün-Weiß Werden-Heidhausen. (Foto: DJK Werden)
 
DJK-Vorsitzender Rainer Kunze (r) übergibt Heinz Dressler die Urkunde über seine Ehrenmitgliedschaft. (Foto: DJK Werden)

Vor fast vierzig Jahren, wir schrieben das Jahr 1977, tauchte plötzlich in den Reihen der Werdener Handballer ein kaum zu übersehender, schon gar nicht zu überhörender langer Schlaks auf, der von da an DJK-Geschichte schreiben sollte: Heinz Dressler!

Zunächst als Trainer, dann bald - es juckte ihm gewaltig in den Fingern - als Spielertrainer, führte Dressler die 1.Herrenmannschaft der grün-weißen Handballer an. In seiner Doppelfunktion als Trainer und Spieler stand Heinz Dressler für geradezu hypnotische Motivationskünste, ehrliche Überzeugungskraft, hohes sportliches Können gepaart mit unbestrittener fachlicher Kompetenz. Diese seine persönlichen Eigenschaften und Tugenden waren - und sind es umso mehr in heutiger Zeit - beispielhaft und vorbildlich.
Mit Dressler kam der Erfolg. Aber der „Zugereiste“ hatte auch noch eine andere Qualität, die sein Tun prägte: Der Pädagoge Heinz Dressler hatte im Lehramtsstudium gut aufgepasst, impfte seinen Handballern nicht nur das „G wie Gewinnen“ ein, sondern war immer ein entschiedener Vertreter des „G wie Gemeinschaft“.

Anekdote über Anekdote

Ehemalige Mitspieler braucht man nur zu fragen, dann sprudelt es wie auf Knopfdruck aus ihnen heraus, Anekdote reiht sich an Anekdote, man spürt: Heinz Dressler hat schwer Eindruck hinterlassen!
Stets achtete die grün-weiße Handball-Ikone darauf, dass seine Spieler sich mit dem Verein und dem Standort Werden identifizierten. Eine Einstellung, die den Zusammenhalt im Club förderte. Zudem hat diese extrem positive Grundhaltung einige gute Spieler aus anderen Vereinen dazu bewogen, auch ohne finanzielle Anreize, hier gibt man sich im Löwental traditionell bescheiden, „Grün-Weißer“ zu werden und auch zu bleiben.
Doch Heinz Dressler „konnte“ nicht nur 1. Herren, von 1991 an übernahm er verschiedene Damen- und Herrenteams, Jugendmannschaften profitierten von seinem unbezahlbaren Erfahrungsschatz.
So quasi „nebenbei“ war er Schiedsrichter für den Handballkreis Essen, auch heute pfeift er noch die eine oder andere Partie, wenn nun gar kein anderer dazu bereit ist.

Bescheidener Arbeiter

Als „Hansdampf in allen Gassen“ möchte sich der Handball-Guru aber nicht sehen, eher als bescheidener Arbeiter, der dort anpackt, wo es Not tut. Nur folgerichtig übernahm Dressler von 1986 bis 2012 die Abteilungsleitung Handball und stand auch 2009 bereit, als der Verein dringend einen Vorsitzenden brauchte. Bis 2014 prägte er als Vorsitzender des Gesamtvereins eine Ära des Aufbruchs, auch in der Schwimm- und der Badmintonabteilung. Hier zeigte sich der Vereinsmensch Dressler: „Wenn ich gebraucht werde, bin ich da!“


Ehrenmitgliedschaft

Deswegen dankte Rainer Kunze, Nachfolger Dresslers im „Chefsessel“ der DJK Grün-Weiß Werden-Heidhausen, Heinz Dressler im Namen aller Mitglieder für seine vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten und seine fast vierzigjährige Treue zum Verein und zeichnete ihn mit der Ehrenmitgliedschaft der DJK Grün-Weiß Werden-Heidhausen aus: „Heinz Dressler hat sich um den Handballsport in Essen und im Verein als herausragender Spieler, erfolgreicher Trainer, Vorsitzender der Handballabteilung und des Gesamtvereins besonders verdient gemacht!“

Kommentar: Mein Freund Heinz


Heinz Dressler. Ohne ihn wäre Handball in Werden undenkbar. Ein wirklich „Großer“. Erst einmal sehe selbst ich mit meinen Einmetersechsundneunzig gegen den Heinz irgendwie klein aus. Außerdem zählt er zu der immer seltener werdenden Spezies der Sportler, die über ihr eigenes Sporterleben – da hat der Heinz durchaus Meriten vorzuweisen, wäre fast beim damaligen Bundesligisten SC Phönix gelandet – das große Ganze sehen, die Gemeinschaft über alles stellen. „Mit Heinz Dressler kam der Erfolg“ sagt DJK-Vorsitzender Rainer Kunze und bezeugt seinem Amtsvorgänger Dank durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Natürlich wird der Heinz auf seine bekannt knorrige Art darüber hinwegtäuschen wollen, dass ihn solch eine Ehrung rührt. Doch ich weiß es besser. Der Heinz freite die Nachbarstochter, ich war damals noch ein kleiner Knirps und sah staunend zu dem riesigen Kerl mit der lauten Stimme – bei so vielen Geschwistern auch notwendig – auf. Inzwischen ist er mein Freund. Viele gemeinsame Sportcamps des Landessportbundes, hier ist Heinz der Chef und bringt sogar unsere Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dazu, das Deutsche Sportabzeichen abzulegen, haben uns einander näher gebracht. Auch wenn Heinz immer lästert: „Wenn Fußball für Schlaue wäre, hieße es Handball!“ Sei ihm gegönnt. Der wenig gelungene Witz und ganz besonders die Ehrenmitgliedschaft. Haste Dir verdient, Heinz!
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