Die Ideen sprudeln... Flüchtlingshilfe in aller Munde – doch wie helfen? Auch mit Sport!

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Ulrich Indersmitten liegen folkloristische Mitmachtänze am Herzen, seine Devise ist: „Wer kommt, der kommt!“
 
Markus Schmidtke vom TC am Volkswald.

Rainer Kunze bringt es auf den Punkt: „Wir wollen helfen!“ Der Vorsitzende der DJK Grün Weiß Werden freut sich, „dass hier die Ideen nur so sprudeln!“ Doch es muss Struktur her, damit die Energien nicht an den Flüchtlingen vorbei „verpuffen“. Genauso sieht es Stefan Dohrmann. Der ist bei „Werden hilft!“ Leiter des Arbeitskreises Integration und lud die Sportler zu einem ersten Sondierungstreffen an den Maashof ein.

Sport ist gesund. Sport ist aber vor allem ein guter Einstieg und Türöffner, kann den bei uns lebenden Flüchtlingen den Start im völlig unbekannten Deutschland mit seiner fremden Sprache erleichtern. Es gibt drei Wege, den Flüchtlingen mit Sport zu helfen: in den normalen Trainings- und eventuell später Spielbetrieb aufnehmen, eigene Termine für diese Menschen anbieten oder aber möglichst niederschwellig und nahe am oder direkt im Volkswald auf die Flüchtlinge zugehen.

Sportbegeistert

Die verschiedensten sportbegeisterten Werdener waren gekommen: Vertreter der Vereine wie die direkten Nachbarn Karen und Markus Schmidtke vom TC am Volkswald, Rainer Kunze und Daniel Schwarze von den DJK-Badmintonspielern, Stefan Eggebrecht von den Schachfreunden, Stefan Koch von den WTB-Judoka. Alfred Höltgen ist einerseits beim Essen-Werdener Ruderclub zuständig für Haus und Grund, hier stünden Gymnastikhalle und Kraftraum zur Verfügung, aber auch als Privatperson hier, wie er betont. Dies ist die Motivation aller Interessenten: Es sind Menschen, die durch persönliche Hilfsbereitschaft ihr Mitgefühl zeigen, Vertrauen aufbauen und schlicht und einfach helfen wollen. Irmin Schmuck hat eine große Bandbreite, könnte Gymnastik, Entspannung, Meditation, Tanzen anbieten: „Das kann ich im Zelt und auch drum herum machen!“ Ulrich Indersmitten liegen folkloristische Mitmachtänze am Herzen, seine Devise ist: „Wer kommt, der kommt!“ Raja Boujemil will als „alter Fußballer“ gerade die jüngeren Asylbewerber zum Kicken animieren: „Vielleicht könnten wir auch an Turnieren teilnehmen oder ähnliches!“ Auch ein Olympiateilnehmer im Boxen, ein Syrer, habe seinen Einsatz angeboten.

„Wir Araber haben da ein Problem!“

Boujemil ist nah dran am Sportverständnis der Flüchtlinge: „Wir Araber haben da ein Problem. Ab 50 machen wir keinen Sport mehr!“ Auch Mädchen und Frauen seien sehr zurückhaltend in sportlichen Dingen.
Hier möchte Physiotherapeutin Rosemarie Küster-Trilling die Frauen und Mädchen mit ins Boot nehmen, Annette Dirkes könnte sich vorstellen, mit Tae-Kwon-Do einen weiteren Aspekt beizusteuern.
Der direkt neben dem Zeltdorf liegende Tennisclub hat sich bereits Gedanken gemacht, so Karen Schmidtke vom Vorstand: „Unsere Walkinggruppe freut sich auf Zuwachs, deren Leiter Meinhard Brummack würde gerne auch Wanderungen durch die Umgebung durchführen. Auch haben wir sonntags die Möglichkeit, in unserer Traglufthalle Sport anzubieten. Da liegen uns besonders die Kinder am Herzen!“ Ihr Mann Markus leitet die Tennisschule und bestätigt dies: „Wir stellen ein Kontingent an Trainerstunden für Kinder!“
Der SC Werden-Heidhausen hat bereits Trikotsätze aussortiert, die werden jetzt gewaschen und können dann verteilt werden.

Nächstes Treffen am 2. November

Stefan Dohrmann zeigte sich erfreut über die erste Versammlung, lädt für Montag, 2. November, zum nächsten Treffen ein, das wieder ab 20 Uhr in der „StallKultur“ an der Maasstraße 13 stattfinden wird. Bis dahin machen sich alle ihre Gedanken. Man könnte doch am Volkswald einen Basketballkorb am Zaun aufhängen, eventuell hat jemand noch alte Tore? Wie wäre es mit Tischtennisplatten, einem Kicker? Wie Rainer Kunze so schön sagte: „Die Ideen sprudeln!“
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