Müde Helden

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Jubel Trubel Heiterkeit? Nicht wirklich! Die SG Werden 80 wurde Meister der Kreisliga B, war aber zu müde zum Feiern. Foto: Henschke
 
Tino Theuer war dreifacher Torschütze für den SC Werden-Heidhausen. Foto: Archiv

Spiele der Fußballer: SG Werden 80 wird vorzeitig Meister, Bezirksligist erhält sich die Hoffnung auf Klassenerhalt


Das war es für die 80er: Mit einem Kantersieg holten sie sich vorzeitig die Meisterschaft der Kreisliga B. Gefeiert wurde eher verhalten, die Helden waren müde. Die SCler dagegen waren putzmunter nach ihrem höchsten Saisonsieg. Ob es jetzt doch irgendwie für den Klassenerhalt reicht?

SSV Sudberg gegen SC Werden-Heidhausen I 1:7
An der Riedelstraße gehen die Lichter aus. Der SSV Sudberg steht schon als Absteiger in die Kreisliga fest, konnte zuletzt sogar nicht antreten. Diesmal stemmte sich eine mit Jugendlichen ergänzte Mannschaft den Werdenern entgegen. Die vertrauten auf Unterstützung aus dritter und zweiter Mannschaft, auf der Bank angeschlagene Spieler und Trainer Danny Konietzko. Nach Foul an Matthias Bednarski verwandelte Tim Homberg den fälligen Elfmeter, kurz darauf bediente Bednarski mustergültig den in der Mitte postierten Alfio Verzi zum 2:0, nun war der Druck weg und die Spielzüge liefen. Verzi flankte, mit dem Pausenpfiff köpfte Tino Theuer zum 3:0 in die Maschen.

Dreifacher Torschütze

Einen Schuss von Tim Homberg ließ der Torhüter prallen, im Nachsetzen köpfte Theuer den Ball an den Pfosten und bugsierte dann mit hohem Einsatz den Abpraller über die Linie. Als dann Theuer eiskalt zum 5:0 einschieben konnte, hatte er als dreifacher Torschütze seine Schuldigkeit getan, wurde unter dem tosenden Applaus der Fans ausgewechselt. Nach einer Vorlage von Lars Höcker schobTobias Kammann das Leder entspannt über die Linie, den Gastgebern gelang der Ehrentreffer, Jason Munsch war für das 7:1 zuständig.
Nun wird es spannend an den beiden noch verbleibenden Spieltagen: Vier Teams streiten um den dritten Abstiegsplatz. Die schlechtesten Karen haben weiterhin die Löwentaler, Düsseldorf II und Steele jeweils zwei Punkte mehr auf dem Konto. Aber auch Jugoslavija Wuppertal mit vier Punkten Vorsprung, aber schwerem Restprogramm, ist noch nicht endgültig gerettet. Nun heißt es im Löwental: Daumendrücken!

SC Werden-Heidhausen Damen gegen Sportfreunde 07 0:1
Wie schon im mit 3:1 gewonnen Pokal-Viertelfinale trafen die Werdener Damen auf die Sportfreunde 07. Am Ende stand ein eher schmeichelhafter Sieg der Gäste. Eigentlich lief das gesamte Spiel auf ein Tor, unablässig waren die SC-Damen am Drücker. Hinten brannte nichts an, doch vorne fehlten die Ideen. Immer wieder trug der SC ballsicher den Ball nach vorne, die Außenverteidiger schalteten sich oft gekonnt mit ins Offensivspiel ein, doch der letzte Pass blieb harmlos. Sportfreunde fand offensiv überhaupt nicht statt, versuchte sein Heil in Standardsituationen.

Standardsituationen

Noch in der Pause wurde es angesprochen und kam auch wie vermutet: Ein Freistoß aus halbrechter Position landete bei der Stürmerin, die wenig Mühe hatte, aus dem Gewusel das Leder zu versenken. Mehr war dann auch nicht von den Gästen zu sehen. Werden rannte weiter an, jedoch blieben einige Chancen ungenutzt. Trainer Simon Freisenhaus hatte ein Extralob für Maren Fuchs und Lisa Resing parat: „Es ist klasse zu sehen, dass sich die U17-Spielerinnen zeigen wollen und sich bereit erklären, bei uns auszuhelfen!“
Bereits am morgigen Fronleichnam erscheint Bezirksligist SV Leithe zum Halbfinale des Kreispokals im Löwental. Hier würden sich Spielerinnen und Verantwortliche über regen Zuspruch auf den Rängen freuen.

VfL Kupferdreh gegen SC Werden-Heidhausen II 2:3
Als Trainer Christian Kliem neben sich blickte, sah er drei Akteure in Spielmontur. Seine Ersatzspieler waren die beiden Torhüter Kevin Saalbach und Malte Schempershofe sowie Trainerkollege Benjamin Brenk. Also versuchte Kliem, irgendwie ohne frühzeitige Wechsel durchzukommen. Zunächst sah es auch sehr gut aus, durch Sebastian Paas, Alex Poetz und Florian Beckmannshagen legten die Gäste ein 3:0 vor. Noch vor der Pause kam Kupferdreh zum Anschlusstreffer, in den Schlussminuten wurde doch noch gewechselt, der VFL schoss das 2:3, dabei blieb es aber auch. Während Kupferdreh dem Abstieg entgegen taumelt, darf sich die SC-Reserve entspannt zurücklehnen.

SG Werden 80 I gegen TC Freisenbruch 7:1
Trainer André Bausch und seine Mannen kamen frisch gestählt vom Trainingslager auf Mallorca, die neuen Trikots waren beflockt: „Schön (,) alt und erfolgreich!“ Die 80er waren entsprechend in Form. Da steckte noch viel „Ballermann“ in den müden Knochen, die meisten waren geistig noch im „Bierkönig“ an der „Schinkenstraße“: Doch es musste noch ein Sieg her. Dafür kam der TC Freisenbruch genau richtig, hatte man doch dort mit 0:4 verloren. Die erste Halbzeit diente noch dem allgemeinen Aufwärmen, nach zehn Minuten traf Lars Ramrath, das 100. Saisontor der 80er! Nach einem Elfmeter von Dennis Deutschmann führte Werden mit 2:1, das Gegentor war vermeidbar und Keeper Manuel Will ehrlich: „Ich habe gedacht, der Schuss geht daneben!“
Für den zweiten Durchgang sah Trainer Bausch schwarz: „Meine Jungs können gleich nicht mehr, unsere Mannschaftsfahrt war einfach zu anstrengend. Darauf hofft Freisenbruch…“ Zu früh gefreut, die Löwentaler rissen sich noch einmal am Riemen und kamen, angetrieben vom „Spieler der Saison“ Rene Sperling zu Tormöglichkeiten.

Slapstick

Marc Nern brachte einen Eckstoß nach innen, Lars Ramrath hatte sich an den zweiten Pfosten geschlichen und netzte ein. Patric Sondermann setzte sich gut durch, passte zu Nern, der das Spielgerät aus 16 Metern direkt abfeuerte und den Torwart mit ins Netz ballerte. „Das kann ich auch“, dachte sich Patrick Dehn, wurde von Sperling bedient und hämmerte das Leder mit Vehemenz zum 5:1 unter die Querlatte. Als der eingewechselte Sascha Schneider präzise flankte, stand Marc Nern goldrichtig und schob den Ball über die Linie. Nun kam auch noch Slapstick ins Spiel, Sondermann traf nur die Latte, den Abpraller setzte Ramrath an den Pfosten. Erst Dennis Deutschmann machte dem Flippern ein Ende und netzte sachlich zum 7:1 Endstand ein.
Dann pfiff der Unparteiische ab, die souveräne Meisterschaft war endgültig eingetütet. Die Jubelarien hielten sich jedoch in Grenzen, die 80er waren echt zu müde, um ausgelassen feiern zu können. Nun muss sich das Team reiflich überlegen, ob es den Aufstieg annimmt oder angesichts der Altersstruktur doch lieber verzichtet.

So rollt’s Leder:

Donnerstag, 26. Mai:
11 Uhr: SC Werden-Heidhausen Damen gegen SV Leithe, Löwental.

Sonntag, 29. Mai:
11 Uhr: Blau Gelb Überruhr II gegen SG Werden 80 I, BSA Überruhr.
11 Uhr: SC Werden-Heidhausen III gegen Heisinger SV III, Löwental.
12.45 Uhr: SC Werden-Heidhausen II gegen ESG 99/06, Löwental.
13 Uhr: Adler Frintrop III gegen SC Werden-Heidhausen Damen, BSA Wasserturm.
15 Uhr: SC Werden-Heidhausen I gegen FC Kray II, Löwental.
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