„Omid“ - Hoffnung - Ungewöhnliches Filmprojekt von und mit Flüchtlingen

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Filmemacher und Hauptdarsteller des Films Omid. (v.links)Javad, Naim, Goldis Torkzaban, Lisa Glahn, Rita Song, Mohamad Aschraf, Mohamad Samie (Foto: Gohl)
Von Carmen Dluzewski
Einladung zur Premiere eines ganz besonderen Films am 19.02.2017 um 15.00 Uhr und 18.00 Uhr im Forum Billebrinkhöhe:
eine Filmdokumentation, die authentischer nicht sein kann. Mit Hilfe der Kölner Filmemacherin Lisa Glahn entstand im Januar 2017 ein dreißigminütiger Film von und mit Flüchtlingen im Forum Billebrinkhöhe. Ungewöhnlich an diesem Projekt ist seine Entstehung. Die Protagonisten erarbeiteten gemeinsam das Drehbuch, wählten die Geschichten aus, die erzählt werden und nahmen selbst die Kamera in die Hand. Familienväter erzählen, wie es ihnen vor der Flucht aus ihrer Heimat Afghanistan ergangen ist. Die schrecklichen Erlebnisse, die Zerstörung ihrer Häuser, der Verlust lieber Angehöriger und Freunde durch die Taliban ließ den Menschen keine andere Wahl, als zu fliehen. Mittels Kohlezeichnungen des ebenfalls in Köln ansässigen Künstlers Günter Limburg werden Situationen, die zur Flucht trieben, im Film gezeigt. Videoausschnitte, die per Handy auf der Flucht entstanden, werden von gespielten Szenen ergänzt. „Es war uns eine Herzensangelegenheit, einmal zu erzählen, was uns widerfahren ist“ erzählt Mohammad Aschraf-Haidare „wir hatten einfach keine andere Wahl, als das Land zu verlassen“. Auch die Mitwirkenden Naim, Javad, Samie und Morteza beschreiben ihre oftmals vielschichtigen und schwierigen Erlebnisse. Mit Hilfe der deutsch-iranischen Dolmetscherin Goldis Torkzaban und der Filmerin Rita Song aus Münster entstand ein eindrucksvoller Film von Lisa Glahn.
Die Ankunft im für die Menschen fremden Deutschland brachte schließlich auch viele Fragen mit. „Alles ist geregelt, die Menschen sind so freundlich und alle leben in Sicherheit“ freut sich Javad „eine Situation, die uns aufatmen lässt“. Vieles ist den Flüchtlingen hier in Deutschland sehr fremd – niemand hat zum Beispiel je in seinem Leben einen Ticket-Automaten gesehen und das Angebot im Supermarkt braucht seine Zeit, um es kennen zu lernen. Möglich wurde das Filmprojekt, das vom „Zentrum inklusive Kunst und Kultur“ (ZiKK e.V.) initiiert wurde, durch die finanzielle Förderung des Landes NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten, Billebrinkhöhe 72, 45136 Essen, gemeinsames Kochen und Essen der am Film Beteiligten und der Zuschauer ist inklusive. Jeder ist eingeladen und darf gerne etwas dazu beitragen.
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