Gervinuspark im Fokus

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Wie ein paar Jahre zuvor war auch in der 22. Sitzung der BV III Essen-West der Gervinuspark ein großes Thema.
 
Der Kinder- und Jugendbeauftragte Peter Krause.
Bezirksvertretung III Essen West tagt zum 22. Mal



Getagt wurde dieses Mal wieder hinter den Türen des Ev. Lighthouses, ehemals Pfarrkirche St. Mariä Geburt in der Liebigstraße 1. Neben dem Bezirksbürgermeister Klaus Persch, dem 1. stellvertretenden Bezirksbürgermeister Rolf Dieter Liebeskind (CDU) und der 2. stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Doris Eisenmenger (Die Grünen), waren die alle anderen Parteienvertreter anwesend und somit beschlussfähig.


Der erste Tagesordnungspunkt betraf wie immer die sogenannte Aktuelle Viertelstunde. An diesem Nachmittag begrüßte die Bezirksvertretung III Essen-West Frau Hildebrand, Polizeirätin und Inspektionsleiterin für Essen-Süd, sowie die Herren Eggert, Hauptkommisar und Leiter des Bezirks- und Schwerpunktdienstes, und Breidenbach, Polizeihauptkommisar und zuständiger Bezirksdienstbeamter für den Riel- und den Gervinuspark. Sie gaben Auskunft über die Sicherheit in den Grünanlagen.

Sicherheit im Rielpark und um Westpark enorm gut

„Der Rielpark, der Westpark sowie der Gervinuspark sind von der Nutzung her homo- bzw. sehr heterogen“, erklärte Breidenbach. „Der Rielpark wird vor allem von Familien, Kindern und Jugendlichen genutzt, der Westpark wird vor allem von älteren Personen und als Bolzplatz genutzt. Beide sind sehr unauffällig.“ Ein kleines Sorgenkind hingegen stellt der Gervinuspark dar, was an den unterschiedlichen Nutzergruppen liegt. „Wenn ein Rentner den Vögeln zuhören möchte und ein Jugendlicher seine Musik laut aufdreht oder wenn sich die junge Mutter über einen Hundebesitzer ärgert, das gibt Reibungspunkte“, so der Polizeihauptkommisar weiter. Dort gibt es auch ein höheres Einsatzaufkommen. „Was die Sicherheit nun anbelangt kann vom Riel- und vom Westpark definitiv gesagt werden, dass sie sicher sind. Über 12 Monate gesehen sind im Gervinuspark drei Gewaltdelikte verübt worden.“ Ob es Sinn machen würde, für mehr Beleuchtung im Gervinuspark zu sorgen, konnten die Beamten nicht eindeutig beantworten.
Einen Bericht über den zukunftsorientierten und klimagerechten Umbau des Gervinusparks gab

Dirk Heimeshoff

von Grün und Gruga. Er erklärte, dass man sich nun dem nächsten Bauabschnitt, dem Eingangsbereich an der Grevelstraße, widmen wolle. Zum einen wolle man Fläche entsiegeln, damit Regen besser versickern kann. Zum anderen habe man vor die alten Grabsteine (der Gervinuspark war vormals ein Friedhof) an einem Ort zu sammeln, um den Charakter der Grünfläche zu bewahren. Ausgespart werden soll hierbei der Grabstein des Bürgermeisters Wilhelm Kerckhoff. Über den Wunsch nach zusätzlicher Beleuchtung könne man nochmals bei der Vorstellung der Detailplanung im Mai/Juni reden. Die angedachte Hundewiese wurde für den Kindergarten als Spielfläche freigegeben.

Mittel für Schulsanierungen bereit gestellt

Zum Gesetz zur Stärkung der Schulinfrastruktur in NRW (Gute Schule 2020) wurde berichtet, dass viele Projekte im Bezirk angedacht sind. Für die entsprechende Infrastruktur sind zunächst 81 Millionen Euro bereit gestellt, die auf 200 Schulen im Stadtbezirk verteilt werden müssen. Es wird vermutet, dass dies zwar bei Weitem nicht ausreicht, aber ein Anfang besser ist als keine Aktionen. Hierfür wurde eine sogenannte Prioritätenliste erstellt, in der die zu fördernden Schulen aufgelistet wurden. Förderschwerpunkte sind Sanierung und Modernisierung, Um- und Neubau von Gebäuden oder Digitalisierungsmaßnahmen. Da nicht alle Schulen zugleich bedacht werden können, sind weitere Projekte angedacht. 2020 soll alles abgeschlossen sein.
Über die Planung zum Ausbau des Kinderbildungs- und Betreuungsangebotes für KiTas und Kindergärten informierte Jürgen Schroer vom Familienbüro der Stadt Essen. „Das Ziel ist die Schaffung von insgesamt 900 neuen Plätzen“, so Schroer. „Allein im Bezirk III sind in diesem Jahr 200 Kinder dazugekommen, der KiTa-Ausbau kann mit der Bevölkerungsentwicklung nicht mithalten. Mit neuen Einrichtungen wie in der Rubensstraße, der Bärendelle, der Nöggerathstraße oder der Kleinen Buschstraße wollen wir die Probleme auf lange Sicht lösen.“ Laut Gesetz hat jedes Kind ein Anreicht auf einen KiTa-Platz. Zur Not kann dieser sogar eingeklagt werden. Kinder, die nicht untergebracht werden konnten, werden zum Teil in Spielgruppen, Sprachbildungsgruppen oder tageweisen Angeboten betreut.

Weiteres Konzert am Niederfeldsee und Aktionen am Ehrenzeller Platz geplant

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die die Betreuungsangebote für Kinder aus geflüchteten Familien, die sogenannten Brückenprojekte. Aktuell leben ca. 170 Kinder im Bezirk III, für die es gilt Angebote wie Sprach- und Spielgruppen zu finden.
Auch Ricarda Fischer vom Stadtteilprojekt Altendorf informierte wieder über anstehende Veranstaltungen. Am 12./13. April finden am Jahnplatz in der Zeit von 14-17 Uhr die Spieleaktionstage statt, am 19. April ebenfalls in der Zeit von 14-17 Uhr wird am Ehrenzeller Platz der Ehrenzeller Frühling begangen und am 6. Mai findet dort der Altendorfer Gesundheitstag von 10-13 Uhr statt. Wer Lust auf ein Konzert am Niederfeldsee hat, kann am 28. Mai den „Speedos“ im Zeitraum 11:30-13 Uhr lauschen. Organisiert wird die Aktion von Johannes Hüttemann. Es folgten Berichte des Senioren- sowie des Kinder- und Jugendbeauftragten des Bezirks III, Herbert Schika und Peter Krause.
Die nächste Bezirksvertretungssitzung für den Stadtbezirk III wird 18. Mai um 17 Uhr im Lighthouse stattfinden.
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