SPD-Holsterhausen sieht große Entwicklungschancen im Schederhofviertel

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Der Dezernent und der Vorsitzende: Hans-Jürgen Best und Benno Justfelder führen den Bürgerspaziergang an.
 
Der Baudezernent Hans-Jürgen Best im Kreise der SPD-Politiker aus dem Essener Westen: Rainer Pflugrad, Vorsitzender des Kommunalpolitischen Arbeitskreises (KAK) der SPD Holsterhausen, Ratsherr Hans Aring und Bezirksbürgermeister Klaus Persch.
Essen: Münchenerstraße |

Das Wetter lud zu einem Spaziergang geradezu ein. Und damit war der Boden bereitet für einen Bürgerspaziergang, der den Teilnehmern vor Augen führte, welche Entwicklungschancen der Holsterhauser Norden zwischen der Münchener- und Schederhofstraße hat. Der Baudezernent der Stadt Essen, Hans-Jürgen Best, fuhr mit dem Rad vor, um die Atmosphäre des Viertels besser aufnehmen zu können. "Für mich ist es eine Reise in die Vergangenheit, weil ich an der Friedrichstraße aufgewachsen bin und im Holsterhauser Norden und in Frohnhausen viele Freunde hatte," dieser Satz des Dezernenten unterstreicht sein Interesse an diesem Viertel.

Die Teilnehmer des Bürgerspaziergangs, darunter die Bundestagsabgeordnete Petra Hinz, Ratsfrau Julia Jankovic, Bezirksvertreterin Karin Sidiropoulos, Bezirksbürgermeister Klaus Persch, Ratsfrau Jutta Pentoch, machten sich durch die Harkortstraße in Richtung Münchener Straße auf. Der SPD-Vorsitzende Benno Justfelder erzählte dem Baudezernenten Best, dass IMMEO die Häuser in der Harkort- und Bunsenstraße komplett renovieren ließ. Schon nach wenigen Monaten waren die Wohnungen vermietet. "Was hier noch fehlt, sind gastronomische Betriebe, die das Viertel auflockern und mehr Leute anziehen könnten. Leider ist das Betonwerk für die Entwicklung des Wohnbereichs im Holsterhauser Norden ein Hemmschuh," fügt der Holsterhauser SPD-Vorsitzende hinzu. An der großen Kreuzung Harkort- und Münchener Straße steht das Hochhaus nicht mehr. Es ist vor ein paar Jahren schon abgerissen worden. Das ist eine große Freifläche, die einer neuen Nutzung zugeführt werden könnte. Der Bezirksbürgermeister Klaus Persch gab zu bedenken, dass "hier kein Einzelhandel angesiedelt werden darf. Aber wegen der Nähe zu WIDIA oder ThyssenKrupp könnten hier gewerbliche Betriebe angesiedelt werden."

Weiter ging es in Richtung Martin-Luther-Straße vorbei an ThyssenKrupp Aufzugtechnik. Das Werksgelände reicht bis zur Bunsenstraße. Gegenüber steht das alte Verwaltungsgebäude von ThyssenKrupp, das komplett leer gezogen ist und zum Verkauf angeboten wird. Gegenüber dieses großen Hauses liegt der Parkplatz, dem jetzt die Verwahrlosung droht, wie die Spaziergangsteilnehmer sehen konnten. Auch die rechte Seite der Martin-Luther-Straße in Richtung Frohnhausen ist in einem sehr schlechten Zustand. Ein großes Mietshaus ist unbewohnt und macht einen verwahrlosten Eindruck. Die meisten Häuser in dieser Straße sehen sehr mitgenommen aus. Wenn man dann aber in die Nebenstraßen geht, wie z.B. in die Bunsenstraße, dann sehen die meisten Häuser gepflegt aus. An der Ecke Bunsen- und Harkortstraße ist eine wilde Müllkippe mit Möbeln, Kartons und anderem Unrat.

Trotz aller negativen Begleiterscheinungen in den Straßen des Holsterhauser Nordens gibt es dennoch gute Perspektiven. Da gibt es die Nähe zur Universität, wodurch sich Studenten im Viertel ansiedeln werden. Auch die Nähe zum Berthold-Beitz-Boulevard, zur A 40 und zur B 224 sind Faktoren, die für Investoren von Interesse sein werden. Eine konkrete Planung gibt es nach Auskunft von Baudezernent Hans-Jürgen Best nicht. "Sicherlich hilft es, wenn die Sozialdemokraten des Essener Westens Impulse geben, um sich mit der Entwicklung dieses Viertels zu beschäftigen," macht er den SPD-Politikern Mut.
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