„Da bist du ja, Toto!“

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Die neunjährige Xiva vom Schloss Plattenhaus aus Wuppertal sieht nicht nur aus wie Toto aus dem „Zauberer von Oz“, sie stellte sich im Casting geschickt an, so dass auch Dorin Rohardja als „Theaterfrauchen“ Dorothy begeistert war. „Sie ist perfekt.“ Und prompt wurde sie genommen. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Musiktheater im Revier | Hundecasting für den „Zauberer von OZ“ – Neun Stars auf vier Pfoten am Start

Sie heißen Xiva, Filou, Rocky, Paddy wie der irische Whiskey, Anton, Dörte und Siri, Jazzy James und Öhrchen, sind des Menschen bester Freund und warten auf ihren großen Auftritt. Im Musiktheater im Revier wurden die Vierbeiner jetzt für die Rolle des „Toto“ gecastet.

Gespannt sind alle: Herrchen und Frauchen, Regisseurin Sandra Wissmann wie Dorothy-Darstellerin Dorin Rohardja. Die einen, weil sie ihren Liebling gern im Arm der sympathischen Dorin auf der Bühne sehen wollen, die anderen, weil sie den perfekten Toto, Dorothys Begleiter, suchen. Die vierbeinigen Hauptakteure dagegen interessieren zunächst nur die Leckerchen.

Der Senior mit Theatererfahrung


Unter den neun potentiellen Theaterstars ist der 15-jährige Cain-Terrier Filou der älteste und wie sich herausstellt, derjenige, der schon einmal Bühnenluft geschnuppert hat. Souverän befolgt er die Befehle, läuft nebenher, auch wenn er sein Frauchen Antje Deeg nicht mehr im Blick hat, schmiegt sich in Dorothys Arm, während sie singend vom Land über dem Regenbogen träumt. Allerdings passt der Senior kaum in den Henkelkorb, in den er zur Probe hinein- und wieder herausspringen muss.
Die schwarze Xiva mit ihren knapp sechs Kilo und der kleineren Statur hat da die besseren Karten. Sie kam mit Ihren Besitzern Stefanie und Reiner Richards im Schlepptau extra aus Wuppertal und zeigte, was sie so drauf hat. Dass sie mit neun Jahren keine sehr junge Hundedame mehr ist, merkt man ihr nicht an. Agilititraining, verrät Herrchen Reiner Richards, ist das Geheimnis. Neugierig und aufgeweckt wie ein Welpe läuft Xiva auf das Stichwort „Da bist du ja, Toto!“ zur Sängerin, als wäre es das Normalste auf der Welt. Das Casting macht ihr Spaß, freudig wedelt Xiva mit dem Schwanz und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, während ihre Konkurrenten draußen im Flur schon unruhig werden. „Du bist sooo süß!“, freut sich Dorothy-Dorin. Die Sängerin zeigt keine Berührungsängste. „Ich bin mit einem Hund aufgewachsen.“

Drei vierbeinige Stars für 12 Vorstellungen


Für die 12 Vorstellungen des „Zauberer von OZ“wird sich das Team nicht nur für einen Hund entscheiden. Dass die Auswahl nicht leicht wird, zeigt auch Siri, die Yorki-Poo-Hündin von Caroline Hagen aus Gelsenkirchen. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrem echten und dem Theaterfrauchen, zeigt sich als quirliges Energiebündel und mit Ansätzen von echtem Schauspielertalent. Nur Musik scheint sie nicht zu mögen.
Dass ein echter Toto nicht unbedingt wie der wuschlige Held in Lyman Frank Baums Geschichte aussehen muss, beweist Öhrchen, der Hund von Rebecca Beeck aus Essen. Nicht nur sein Aussehen mit den großen Fledermausohren ist einzigartig. Für Öhrchen, der sein Leben in Rumänien als Straßenhund begonnen hat, scheint das Casting ein Spiel, dass er mit Freude meistert. Zum Schluss belohnt er seine Zuschauer mit einigen kleinen Kunststücken.
„Ich würde meinen Hund hier nicht vorstellen, wenn es ihm keinen Spaß machen würde“, meint Besitzerin Rebecca Beeck, die sich auch im Tierschutz engagiert. Wenn der Hund nach der Vorstellung genügend Auslauf und Spielmöglichkeit bekommt, dann ist so ein Theaterspiel kein Stress für ihn, so die Tierschützerin.
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