„Die Vielfalt macht riesigen Spaß“

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Ulrich Köllmann ist als Geschäftsführer der Stadtwerke Gelsenkirchen der Herr über 974 Mitarbeiter, 51 Auszubildende und mehr als 900 Tiere. Foto: Stadtwerke (Foto: Stadtwerke)
 
Eine starke Patenschaft für Gelsenkirchen - blau-weiß und orange gehen gemeinsame Wege. Foto: Stadtwerke (Foto: Stadtwerke)
 
Ulrich Köllmann beim Hafenfest „100 Jahre Hafen“ im Jahre 2014. Dabei konnte gleich ein doppelter Geburtstag gefeiert werden, denn auch der Rhein-Herne-Kanal wurde 100. Foto: Uwe Jesiorkowski (Foto: Foto: Uwe Jesiorkowski)
Gelsenkirchen: Stadtwerke Gelsenkirchen |

Die Karriere von Ulrich Köllmann in Gelsenkirchen begann im Jahre 1981 als „Informand“ bei der damaligen Kooperation zwischen der RWE-Tochter Betriebsverwaltung Stromversorgung Emscher-Lippe (SEL)und den Stadtwerken. Genau genommen war er damit der Assistent des Geschäftsführers dieses Konstrukts, der damals Dr. Ingo Westen war und sicherlich noch vielen Gelsenkirchenern ein Begriff ist.

Wie alles begann für Ulrich Köllmann


„Heute würde man Trainee dazu sagen“, erklärt Ulrich Köllmann den Begriff des „Informanden“, der natürlich nichts damit zu tun hat, dass er irgendwem irgendwelche gewinnbringenden Tipps gegeben hat. Denn so wie sich die Zeiten ändern, ändern sich auch die Begrifflichkeiten.
„Darum wurde auch der Name von Stadtwerke, die ja in vergangener Zeit einen weniger guten Ruf genossen, in Gesellschaft für Energie und Wirtschaft, kurz GEW, umgewandelt. Seit 2013 firmieren wir aber wieder als Stadtwerke, denn der Ruf ist inzwischen wieder ein anderer und wir fühlen uns wohl dabei“, schildert der Wirtschaftswissenschaftler, der direkt von der Hochschule nach Gelsenkirchen kam und bei den Stadtwerken anheuerte.
Wobei das historisch gesehen nicht ganz richtig ist, denn als Assistent von Dr. Ingo Westen war Köllmann eigentlich bei der RWE-Tochter angestellt, deren Geschäftsführer Westen ebenso war wie der der Stadtwerke Gelsenkirchen. Diese Personalunion hat in Gelsenkirchen eine lange Tradition, nur dass die RWE-Tochter heute nicht mehr SEL, sondern ELE heißt.

Stadtwerke - ELE - GEW - Stadtwerke: Ein Kreis schließt sich


Etwa im Jahre 1994 stieß Köllmann als kaufmännischer Leiter und Prokurist zu den Stadtwerken. Als dann 1999 die Emscher Lippe Energie gegründet wurde, war Dr. Westen wiederum Geschäftsführer der ELE und der Stadtwerke und Köllmann Prokurist von ELE und Stadtwerke.
Auf Dr. Westen folgten Dr. Rainer von Courbière und Kurt Rommel. Köllmann wurde 2009 (Mit-)Geschäftsführer der Stadtwerke und Generalbevollmächtigter der ELE. 2012 wurde im Zuge des bevorstehenden Auslaufens der ELE-Verträge zwischen RWE und den kommunalen Gesellschaftern Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck die Personalunion aufgehoben und die Geschäftsführer waren nur noch in ihren Bereich tätig. Köllmann ließ sein ELE-Amt ruhen. 2013 wurde das neue Modell der ELE-Kooperation beschlossen. Heute sind Dr. Bernd Brunsbach und Ulrich Köllmann gemeinsam Geschäftsführer der ELE und Ulrich Köllmann Allein-Geschäftsführer der Stadtwerke.
Damit wäre der komplizierte Teil in der Vita des Ulrich Köllmann abgehakt. Viel spannender sind seine vielfältigen Aufgaben in der Stadtwerke-Gruppe. Denn die 974 Mitarbeiter und 51 Azubis, deren Chef Ulrich Köllmann ist, arbeiten in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. In etwa so unterschiedlich wie die einzelnen Betriebe, die gemeinsam die Stadtwerke-Gruppe ausmachen.

Vielfältige Aufgaben für den Herrn der Tiere und mehr


Und das sind:
Das „Sport-Paradies“, zu dem aber auch die städtischen Bäder, wie das Zentralbad, die Hallenbäder in Buer und Horst sowie das Jahnbad und natürlich das Freizeitbad Sport-Paradies mit der Veranstaltungs- und Eishalle gehören.
Die Zoom Erlebniswelt mit mehr als 900 Tieren in 100 verschiedenen Arten und den Erlebniswelten Asien, Afrika und Alaska, die Jahr für Jahr die Besucher mit der gefühlten hautnahen Begegnung mit den Tieren begeistern.
Ebenfalls in die Kategorie Freizeit gehört die emschertainment GmbH, die in Gelsenkirchen für Konzerte, Kabarett- und Comedy-Shows sorgt, aber auch den Gastronomie- und Cateringservice dazu bietet.
Das Geschäftsfeld Telekommunikation und Datenkommunkation wird betrieben von Gelsen-Net, das auch als IT-Systemdienstleister für Privat- und Geschäftskunden im Einsatz ist.
Für das Immobilien- und Logistik-Geschäft steht die Gelsenkirchener Logistik-, Hafen- und Servicegesellschaft Gelsen-Log als Betreiberin des Hafen Gelsenkirchen. Auch das Best Western Hanse-Hotel, das die Stadt Gelsenkirchen vor langer Zeit in Rostock-Warnemünde kaufte, steht in der Obhut von Gelsen-Log.
Hinzu kommt dann noch das Geschäftsfeld „Kommunale Dienste“, zu dem der Managementvertrag mit Gelsendienste und die Nordsternpark Pflegesellschaft gehören.

Das A und O sind kompetente Mitarbeiter


Ein weites Feld, das Ulrich Köllmann in seiner Funktion als Geschäftsführer zu beackern hat. „Für das operative Geschäft bedarf es Mitarbeiter, die wirklich in ihrem Metier vom Fach sind. Und ich schätze mich glücklich, dass ich dabei immer Kollegen gehabt habe und immer noch habe, mit denen die Zusammenarbeit stets sehr positiv war“, schildert Köllmann.
Auf die Frage, ob es bei all diesen Geschäftsfeldern vielleicht ein „Lieblingskind“ gibt, erklärt Ulrich Köllmann mit einem zufriedenen Lächeln: „Das gibt es wirklich nicht. Aber das ist auch das Schöne an meinem Job und stellt mich seit mehr als 30 Jahren zufrieden, dass ich es hier mit einem breiten Spektrum an Aufgaben zu tun habe. Das geht von der Energieversorgung über die Frage danach, wie es dem gerade neu eingezogenen Löwen geht, bis hin zur Belegung des Hanse-Hotels in Warnemünde. Es gibt immer wieder neue Themen zu besprechen und anzufassen und das macht einen ungeheuren Reiz aus.“

Gelsenkirchener Stadtwerke bieten weit mehr als andere


Und Ulrich Köllmann sieht die Stadtwerke Gelsenkirchen als ein besonderes Modell: „Als Arbeitgeber haben die Menschen die Stadtwerke meist nur als Energieversorger im Kopf. Aber in unseren Stadtwerken steckt vermutlich deutschlandweit ein einzigartiges Konstrukt so vieler verschiedener Arbeitsfelder. Das ist den meisten Bürgern dieser Stadt gar nicht bewusst.“

Ulrich Köllmann und der FC Schalke 04


Und damit sind die Aufgaben des Geschäftsführers noch nicht einmal erledigt. Denn als Teilhaber an der Veltins-Arena, die Stadtwerke haben zum Bau der Arena 12,8 Prozent der Anteile der Arena-Beteiligungsgesellschaft übernommen, im Jahre 2009 wurden weitere 37,2 Prozent übernommen, so dass die Stadtwerke zu 50 Prozent an der Veltins-Arena beteiligt sind, sitzt Ulrich Köllmann auch im Aufsichtsrat des FC Schalke 04.
Ein Fußballfan war der gebürtige Essener immer schon. „Ich war seit meiner Kindheit fußballaffin. Aber ich war nicht von Anfang an Schalke-Fan. Die Liebe zum FC Schalke 04 ist genauso gewachsen wie die zur Stadt Gelsenkirchen. Denn wenn man mehr als 30 Jahre lang tagtäglich mit Menschen zu tun hat, deren Herz für Schalke 04 schlägt, dann bleibt das nicht aus.“

Das schöne an Gelsenkirchen sind die Menschen


Was ihm an Gelsenkirchen gefällt? Ganz einfach: „Hier begegnet man noch dem typischen Ruhrgebietsmenschen. Die Menschen hier sind ein prägnantes Beispiel dafür und wenn man diesen Typ Mensch mag, dann kann man sich in Gelsenkirchen sehr wohl fühlen“, weiß Ulrich Köllmann aus Erfahrung.
Denn der begeisterte Großvater besucht mit seinen Enkelkindern gern die Zoom Erlebniswelt und ist dort ein häufiger Gast. Er besucht oft und gern das Musiktheater im Revier und zwar nicht nur, weil er es seiner Position in der Stadt schuldig ist, sondern weil er Spaß daran hat und ihm gerade auch die Entwicklung des Balletts sehr gut gefällt. Und wenn es zeitlich passt, verbringt er gern seine Freizeit bei einer Veranstaltung der emschertainment GmbH, zum Beispiel wenn Götz Alsmann zu Gast ist oder dann und wann zu Auftritten von Herbert Knebel.
Natürlich steht auch der FC Schalke 04 mit seinen Heimspielen im Kalender des Aufsichtsratsmitglieds und königsblauen Fans Ulrich Köllmann.
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