GRÜNE: Sportunterricht für Kinder muss Vorrang haben

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David Fischer (Foto: Foto: GRÜNE Gelsenkirchen)

Irritiert hatte die GRÜNE Fraktion Ende letzter Woche zur Kenntnis genommen, dass Gelsensport nach der Schließung von 27 Turnhallen aufgrund von Baumängeln darauf drängt, dass zuerst die Turnhallen für Ligaspiele saniert werden sollen.

David Fischer, sport -und bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion äußerte zwar als Ligasportler Verständnis für Gelsensport, sagte aber auch: "Trotzdem finde ich die Prioritätensetzung so nicht in Ordnung. Nach meiner Sicht müssen die Turnhallen zuerst bearbeitet werden, von deren Schließung viele Kinder und Jugendliche betroffen sind.“

In einer Stellungnahme hatte Gelsensport deutlich gemacht, dass man sich als "Interessensvertretung der Vereine" natürlich um den Betrieb der Vereine kümmern müsse. Kinder- und Jugendsport werde - wenn man ins Detail gucke - aber durchaus berücksichtigt. Ansonsten solle man nicht "parteipolitisch ... agieren".

Für den Stadtverordneten Dennis Melerski hat gerade dieser Vorwurf des partipolitischen Agierens ein "Geschmäckle" vor dem Hintergrund, dass der Geschäftsführer von Gelsendienste Dr. Günter Pruin auch Mitglied der SPD-Fraktionsspitze sei.

"Im Übrigen ist es schlicht die Aufgabe von gewählten Kommunalpolitikern, sich zu aktuellen Themen zu äußern und dies sollte durch Mitarbeiter von Gelsensport nicht kritisiert, sondern in der Sache geprüft und bewertet werden", stellt Dennis Melerski weiter fest. "Hier ist SPD-Vertreter Günter Pruin eindeutig in der Pflicht, auf die Neutralität des von ihm geführten Hauses zu achten, um nicht selbst in den Verdacht von Parteipolitik zu geraten!"

"Es ist eine Unverschämtheit, was Gelsensport sich hier anmaßt", findet auch David Fischer, bildungs- und sportpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion. "Der von Gelsensport erhobene Vorwurf soll offenkundig von der sachlichen Frage ablenken, ob zuerst die Turnhallen saniert werden, die für Meisterschaftsspiele gebraucht werden, wie es Gelsensport fordert, oder ob im Vordergrund steht, wie viele Kinder- und Jugendliche von den Schließungen - z.B. durch ausfallenden Sportunterricht - betroffen sind. Dies sollte aus Sicht der GRÜNEN Ratsfraktion klar die oberste Priorität sein!"

David Fischer fordert daher die Rückkehr zur Sachlichkeit und gemeinsame Anstrengungen, um die Beeinträchtigungen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen möglichst gering zu halten.
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