Nadine Bentz fährt für ein Jahr in die USA: "Kalifornien wär' cool"

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Nadine Bentz fliegt im Sommer in die USA, um dort ein Schuljahr lang am "normalen Leben" teilzunehmen. Das parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages macht es möglich, betreut wird sie von SPD-MdB Markus Töns. Foto: Gerd Kaemper

Sie sind die Botschafter unseres Landes in den USA: Im Rahmen des parlamentarischen Patenschaftsprogramms schickt der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Töns in diesem Sommer die 16-jährige Nadine Bentz ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Die Mutter der Feldmarkerin, die in Essen-Stoppenberg zur Schule geht, "fand" das Patenschaftsprogramm im Internet. "Ich wollte immer ins Ausland. Schweden oder Italien wäre auch okay gewesen, aber dass es jetzt die USA sind, ist natürlich super", sagt die junge Frau, die kein bisschen Schiss vor dem Abenteuer zu haben scheint. "Ich freue mich ganz besonders darauf, die Highschool besuchen zu dürfen. Ich stehe voll auf den "School Spirit", der dort herrscht."

"Ich stehe voll auf den "School Spirit", der dort herrscht"

Um überhaupt den Zuschlag für den Austausch zu bekommen, musste Nadine ein Bewerbungsverfahren mit mehreren Runden hinter sich bringen. "Ich denke, dass ich eine sehr offene Person mit gewissem Selbstbewusstsein bin, hat mir geholfen", antwortet Nadine Bentz auf die gemeine Frage nach dem Geheimnis ihres Erfolges. Aller Wahrscheinlichkeit nach half allerdings auch, dass sie sich nicht nur in der Schule - als Schulsanitäter oder Klassensprecher -, sondern auch beispielsweise bei den Pfadfindern ehrenamtlich engagiert. Während der Osterferien betreute sie eine Kinderfreizeit in Westerholt... "Ja, das gehört sicher auch zu den Auswahlkriterien", stimmt der Teenager zu. "Zudem musste ein Lehrer einen Empfehlungstext für mich schreiben", schmunzelt Nadine.
Wo genau in den USA sie das nächste Jahr verbringt, das steht noch nicht fest. "Kalifornien wär' cool. Wegen des guten Wetters. Aber ich bin offen für alles", grinst sie, überglücklich überhaupt dabei zu sein. "Dass ich Weihnachten und an meinem Geburtstag nicht zuhause bin, ist bestimmt komisch. Aber ich freue mich trotzdem."

Parlamentarisches Patenschaftsprogramm des Bundestages

"Diese Chance zu haben, die Sprache zu lernen, die kulturellen Unterschiede herauszufinden, das ist eine Erfahrung fürs Leben", ist sich Markus Töns sicher. "Wir werden natürlich den Kontakt zu Nadine halten und hoffen, das alles gut läuft."
Da zurzeit auch politisch viel los ist in den Vereinigten Staaten von Amerika, beobachtet der Politiker die Situation genau. "Die Märsche für schärfere Waffengesetze habe ich natürlich auch mitgekriegt", gibt Nadine zu. "Das ist wichtig, diese Demonstrationen werde ich unterstützten." Terrorangst habe sie dabei nicht. "Es kann überall passieren."
Jetzt ist zunächst spannend, wo genau es für Nadine hingehen wird. Von ihrer Familie hat sie jedenfalls volle Unterstützung. "Obwohl bei meiner Mama ein paar Tränen in den Augen waren", lächelt die Tochter. 
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