80.Jahre DFB – Pokal: Teil I: Tschammerpokal 1935 bis 1943.

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Spielte von 1942 - 1944 beim FC Schalke 04 (Foto: Unbekannt)
Gelsenkirchen: Geschichte DFB- Pokal |
Erste Hauptrunde im DFB – Pokal 2015/16.

1935 wurde in Deutschland zum ersten Mal ein Fußball – Pokalwettbewerb für deutsche Vereinsmannschaften durch geführt.

Damals hieß er aber noch nicht DFB – Pokal sondern wurde nach Initiator des Wettbewerbes dem damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten als Tschammerpokal durchgeführt.

Vorbild war der englische Fußball mit seinem alljährlichen Pokalwettbewerb, der seit 1871 ausgetragen wurde.

Am ersten Deutschen Pokalwettbewerb das zwischen dem 06. Januar und dem Finale am 08. Dezember 1935 stattfand, nahmen mehr als 4000 Vereine von der Kreisklasse bis zur Gauliga teil.

Im Finale am 8. Dezember 1935 im Düsseldorfer Rheinstadion stand sich vor 60.000 Zuschauer der 1. FC Nürnberg aus der Gaugruppe Mitte Hessen/
Württemberg/ Bayern spielte und dem FC Schalke 04 aus der Gauliga Westfalen gegenüber.

Erster Pokalsieger wurde durch Tore von Max Eiberger (45.), und Georg Friedel (84.), mit 2:0.

Am 3. Januar 1937 im Berliner Olympiastadion fand das Finale von 1936 vor 70.000 Zuschauer zwischen dem VfB Leipzig aus der Gaugruppe Sachsen/
Hessen/Bayern und dem FC Schalke 04, Gauliga Westfahlen statt.
Der VfB Leipzig gewann mit 2:1 durch Tore von 1:0 Jacob May (20.), 2:0 Herbert Gabriel (31.), 2:1 Ernst Kalwitzki (42.).

1937 Stand erneut der FC Schalke aus der Gauliga Westfalen im Finale des Tschammerpokals Gegner war vor 72.000 Zuschauer im Köln Müngersdorfer Stadion die Düsseldorfer Fortuna aus der Gauliga Niederrhein.

Der FC Schalke 04 konnte sich durch einen 2:1 Sieg durch Tore von Ernst Kalwitzki 1:0, (46.), Fritz Szepan 2:0, (47.)und einem Handelfmeter in der 84. Minute zum 2:1 durch Paul Janes in die Liste der Pokalsieger Einreihen.

Der Wettbewerb für den Tschammerpokal 1938 Startete am 9. Januar 1938 mit dem gleichen Modus wie in den drei Jahren zuvor.


Aber durch den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich im März 1938 wurde die österreichischen Fußballsaison 1937/38 zu Ende gespielt. Danach wurde der österreichische Fußball in den deutschen Fachverband Fußball eingegliedert, der beschloss, dass ab dem Viertelfinale acht österreichische Mannschaften am Tschammerpokal teilnehmen.

Ausgewählt wurden die die ersten Sechs der abgelaufenen Meisterschaft und zwei zweitklassige Staffelsieger.

So standen sich am 8. Januar 1939 im Berliner Olympiastadion wo das Finale des Tschammerpokals 1938 vor 40.000 Zuschauer stattfand. FSV Frankfurt und SK Rapid Wien gegenüber.

Rapid Wien wurde durch ein 1:4 durch Tore von Franz Dosedzal 1:0, Georg Schors 2:0, Johannes Hofstätter 1:2 und Franz Binder 1:3 deutscher Pokalsieger.

1939 waren von Anfang an Mannschaften aus der Ostmark, dem früheren Österreich sowie dem 1938 an Deutschland angegliederten Sudetenland dabei.

Durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges am 01. September 1939 litt der Wettbewerb unter Terminnot und Spielausfällen.

Das Endspiel um den Tschammerpokal 1939 Fand deshalb erst am 28. April 1940 vor 60.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion statt.

Der 1, FC Nürnberg gewann durch Tore von Max Eiberger gegen den SV Waldhof Mannheim mit 2:0 und wurde nach 1935 zum zweiten Mal Pokalsieger.

Der Pokalwettbewerb wurde trotz des zweiten Weltkrieges auch 1940 durch geführt. Der zweifache Pokalsolsieger der 1. FC Nürnberg stand am 1. Dezember 1940 erneut vor 60.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion im Finale, der Gegner war der Dresdner SC.

Der SC Dresden ging in der 20.Minute durch Fritz Machate mit 0:1 in Führung. Karl Gußner erzielte in der 32, Minute das 1:1, so stand es auch nach 90, Minuten, Hans Schaffner gelang in der Verlängerung das 1:2 und Dresden war Pokalsieger 1940.
1941 Durch weitere im Zweiten Weltkrieg annektierte Gebiete waren die Gaue Danzig-Westpreußen und Elsaß neu zum Tschammerpokal hinzugekommen. Für die Vereine im Kriegs Deutschland war es nicht immer leicht spiele Auszutragen. Da ihnen oft wichtige Stammspieler fehlten, vor allem als Deutschland am 22. Juni 1941 den Krieg gegen die Sowjetunion begann.

Trotz des Krieges fanden sich am 02. November 1941 vor 65.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion der Titelverteidiger SC Dresden und der FC Schalke gegenüber.

Dresden wurde durch Tore von Heiner Kugler und Gustav Carstens sowie dem Treffer von Ernst Kuzorra mit 2:1 Pokalsieger.

1942 kamen weitere Sportgauen wie Wartheland, Generalgouvernement, Köln-Aachen, Westmark und Moselland hinzu.

Im Finale stand am 15. November 1942 vor 80.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion erneut der FC Schalke o4.

Die Schalker verloren gegen TSV 1860 München und Verloren durch Tore von Ernst Willimowski und Engelbert Schmidhuber mit 0:2.

Wegen des sich ausweitenden Zweiten Weltkriegs mit zerbombten Sportstätten und gefallenen Sportlern sah sich das Fußballfachamt gezwungen, den Modus für den Tschammerpokal 1943 wie schon im Vorjahr erneut zu ändern.

Der 9. Pokalwettbewerb unter dem Namen Tschammer war auch zugleich der letzte Pokalwettbewerb.

Im Finale standen sich am 31. Oktober in der Adolf – Hitler – Kampfbahn in Stuttgart vor 45.000 Zuschauer der Luftwaffen - Sportverein Hamburg (er war ein erfolgreicher deutscher Militär-Fußballverein während des Zweiten Weltkriegs und wurde 1944 Aufgelöst) und der Football Club 1894, den es heute in Österreich immer noch gibt.
Durch ein 2:3 nach Verlänger durch Tore von 1:0 Reinhardt Heinrich, 1:1 Karl Decker (Handelfmeter) 1:2 Rudolf Noack, 2:2 Willi Gornick und 2:3 Rudolf Noack wurde First Vienna der letzte Pokalsieger.

1935 1. FC Nürnberg
1936 VfB Leipzig
1937 FC Schalke 04
1938 SK Rapid Wien
1939 1. FC Nürnberg
1940 SC Dresden
1941 SC Dresden
1942 TSV 1860 München
1943 First Vienna FC 1894

Der heutige DFB – Pokalwettbewerb begann in der Saison 1952/53,


Fortsetzung folgt.
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Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 10.07.2015 | 20:51  
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