Gerald Asamoah: „Mich kennt man sogar in Florida!“

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Am 14. November bestreitet Gerald Asamoah sein Abschiedsspiel in der Veltins-Arena. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Ende 2012 jubelten Mike Büskens (l.) und Gerald Asamoah noch gemeinsam. (Foto: Klaus Wieschus)
Gelsenkirchen: Stadtspiegel Gelsenkirchen |

Am 14. November steigt „Asas letzte Schicht“, das Abschiedsspiel von Schalke-Legende Gerald Asamoah, in der Veltins-Arena. Der 36-Jährige ist nach seinem Karriereende Repräsentant „seines Klubs“ geworden und ist zudem Co-Trainer der U15, bei der „Mister 2. Liga“, Willi Landgraf, Cheftrainer ist.

Bevor die Sprache auf seine aktuellen Tätigkeiten kommt, muss sich ‚Asa‘ allerdings beim Interview-Termin zunächst mit einer Wespe herumschlagen. Das Tier könnte an diesem Tisch getrost auch zwei andere Personen ärgern, sucht sich aber den Schalker aus. Gezielt? „Eigentlich hat was Schwarz-Gelbes hier nichts zu suchen“, sagt Asamoah und muss dabei lachen. Wie kann es auch anders sein. Denn „Blondie“ kennt man nicht anders. Ständig sieht man den 36-Jährigen lachen. Weiß er eigentlich noch, wie er zu seinem Spitznamen kam?

Asamoah erinnert sich: Rudi Assauer taufte mich „Blondie“

„In meinem ersten Trainingslager mit Schalke im Schwarzwald war ich mit Mike Büskens in der Nähe einer PK und dann rief jemand „Blondie“ und ich habe erst nicht reagiert. Dann wurde das noch einmal gerufen und ich sah, dass es von Rudi Assauer kam. Also habe ich zu ‚Buyo‘ (Spitzname von Mike Büskens) gesagt ‚Geh mal dahin, du wirst gerufen‘. Aber dann sagte Rudi, dass er mich meinte. Und weil die Journalisten das alle mitbekommen haben, hatte ich dann meinen Spitznamen natürlich schnell weg. Aber damit hatte ich auch nie ein Problem.“

Von 1999 bis 2011 spielte Asa für die Schalker Profis, mit denen er 2001 und 2002 den DFB-Pokal gewann. 2001, da war doch noch was? „Damals hat André Breitenreiter das 2:0 für Unterhaching geschossen und es war totenstill“, erinnert sich Asamoah noch ganz genau an den 34. Spieltag und den Treffer vom heutigen Schalke-Trainer. Immerhin, durch Asas Hacken-Tor zum 2:2 kurz vor dem Pausenpfiff kam Schalke noch einmal zurück, wenngleich der Ausgang noch heute schmerzt. „Ich traue ihnen sehr viel zu. André Breitenreiter versteht Schalke und geht auf die Fans zu. Klar, am Ende müssen die Ergebnisse stimmen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie erfolgreich sein werden“, sagt Asamoah über die heutige Mannschaft und lenkt damit schnell vom unangenehmen Thema ab.
Richtig kennengelernt hat der Publikumsliebling den neuen Cheftrainer aber noch nicht. „Bisher haben wir nur ein bisschen Small-Talk gemacht. Ich kenne ihn noch aus Hannover. Bei seinem Pokalsieg 1992 war ich erst ein paar Jahre in Deutschland und stand am Rathaus, als gefeiert wurde.“

Gefeiert wurde Asamoah auch zum Ende der vergangenen Spielzeit. Nach zwei Jahren bei den Schalker Amateuren war Schluss. Gab es Geschenke zum Abschied? „Es war schon ein Geschenk für mich, dass wir nicht abgestiegen sind. Dann habe ich noch ein Schalke-Trikot mit meiner Rückennummer 14 bekommen, auf dem alle unterschrieben haben. Das Trikot hat jetzt in meinem Wohnzimmer einen besonderen Platz und hängt eingerahmt an der Wand. Das war mir wichtig, weil es etwas Besonderes für mich ist.“

In Florida warten schon die Schalker Fanclubs

Ebenfalls besonders war seine Reise vor wenigen Wochen nach Florida in die USA, wo die S04-Profis Anfang Januar ein Wintertrainingslager für zehn Tage beziehen und am Florida-Cup teilnehmen. Asamoah war als Schalke-Repräsentat vor Ort. „Letztes Jahr habe ich mir den Florida-Cup im Fernsehen bereits angeschaut, daher kenne ich ihn. Damals spielten unter anderem Leverkusen und Köln mit. Und es gehen ja immer mehr namhafte Spieler in die USA. Schalke will einen Beitrag dazu leisten, die Bundesliga dort bekannter werden zu lassen. Schalke hat dort schon einen Fanclub und mich kennt man dort sogar auch. Florida freut sich auf jeden Fall schon sehr auf den S04.“

Bevor der Florida-Cup stattfindet, steigt in der Arena am 14. November aber noch sein eigenes Abschiedsspiel. „Die meisten sind schon eingeladen. Aber man weiß ja nie, wer vielleicht kurzfristig absagen muss. Jetzt fehlt nur noch, dass das Spiel losgeht (lacht). Nervös bin ich noch nicht, aber die Vorfreude ist da. Die Nervosität kommt wahrscheinlich ein paar Tage vorher, wenn auch die ersten Spieler im Hotel eintreffen und ich sie begrüße.“
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Herbert Lödorf aus Gelsenkirchen | 20.08.2015 | 17:53  
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