Haupteingang verriegelt: Schalke-Fans nach Heimsieg sauer

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Nach dem Spiel stellten sich Christian Wetklo (weiter hinten bei einer anderen Gruppe) sowie die Vorstandsmitglieder Horst Heldt, Peter Peters und Alexander Jobst den aufgebrachten Fans vor dem Haupteingang.
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Obwohl Schalke mit 1:0 gegen den SC Paderborn gewann, waren die Fans sauer. Die wollten daraufhin das Gespräch mit den Spielern suchen und durch den Haupteingang der Arena sich Zutritt zu den Innenräumen verschaffen. Die Security verriegelte daraufhin den Haupteingang.

Keiner konnte mehr die Arena durch den Haupteingang verlassen oder betreten, da die Security diesen verriegelt hatte. Einige Schalke-Fans hämmerten mit den Händen gegen die Glasscheiben. Sogar die Polizei rückte an. Der erste, der sich stellte, war Ersatztorwart Christian Wetklo. Unmittelbar danach kamen auch Manager Horst Heldt, Finanzvorstand Peter Peters und Marketing-Vorstand Alexander Jobst über einen Seiteneingang nach draußen und stellten sich den Fans.

Der S04-Fanbeauftragte Thomas Kirschner begleitete die Teile des Vorstands, um zu vermitteln. Vor dem Haupteingang kam es ab 18.15 Uhr zu zwei geteilten Gruppen. Die eine war um Wetklo versammelt, die andere um den Vorstand. „Ich bin dafür verantwortlich. Ich habe Scheiße gemacht. Ich entschuldige mich“, sagte Heldt zu den Fans wiederholt und hob entschuldigend seine Hände. Insgesamt waren knapp 300 Fans vor Ort und stellten Heldt und Co. zur Rede. Nach etwas mehr als 15 Minuten verließ Peter Peters als Erster die Gruppe, Heldt und Jobst folgten fünf Minuten später. Zur Sicherheit hatten sich hinter der Security auch 20 Polizisten aufgereiht. Es blieb aber alles friedlich. Wetklo hingegen war noch bis 19 Uhr in Gesprächen verwickelt, verabschiedete sich dann aber mit vielen Schulterklopfern und Autogramm- sowie Fotowünschen der Anhänger.

Bereits vor und während des Spiels hatten die Schalker Fans ihren Unmut über das sportliche Abschneiden der Mannschaft in dieser Saison und das Handeln der Vereinsführung in den letzten Jahren zum Ausdruck gebracht. Die „Ultras Gelsenkirchen“ hatten im Vorfeld dazu aufgerufen, ihr Vorhaben zu unterstützen, mindestens eine Halbzeit lang zu schweigen. Fast 200 Fan-Clubs hatten vor dem Anpfiff ihre Unterstützung zugesagt. Vor dem Spiel durfte sich die Mannschaft auch nicht wie sonst üblich geschlossen vor die Nordkurve stellen. Das hatten die Ultras im Vorfeld abgelehnt.

Schon während der ersten Halbzeit und auch zum Pausenpfiff gab es dann gellende Pfiffe für die erneut schwache Schalker Leistung. Nach einer Stunde skandierten die Fans „Scheiß Millionäre“, „Wir sind Schalker und ihr nicht“ sowie „Wir haben die Schnauze voll“ innerhalb von nur 20 Sekunden. „Tönnies raus“-Rufe begleiteten das Spiel immer wieder. Auch Plakate wie „Alles hat ein Ende - auch die Tönnies-Wurst“ sowie „Der FisCh stinkT vom Kopf her“ machten deutlich, was die blau-weißen Anhänger derzeit vom Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies halten.
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