Schwache Schalker verlieren durch irregulären Treffer gegen Frankfurt

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Ein enges Spiel auf Augenhöhe - so wie der Zweikampf zwischen Donis Avdijaj (l.) und David Abraham, war auch das Spiel zwischen Schalke und Frankfurt. Eine schwache Partie, mit dem besseren Ende für die Gäste. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Schalke hat zum Auftakt des 18. Spieltags mit 0:1 (0:1) gegen Frankfurt verloren. Beim Gegentor nach etwas mehr als einer halben Stunde stellte sich zunächst Sead Kolasinac schlecht an. Dann profitierten die Gäste beim Treffer durch Alexander Meier von einem eigentlichen Foulspiel.

2:1-Torschüsse wies der Statistik-Zettel nach 90 Minuten auf und so fühlte sich das Spiel auch an. Torchancen waren am Freitagabend Mangelware. Mal wieder, dürften sich vor allem die Schalker Fans gedacht haben. Der S04 enttäuschte spielerisch wie schon eine Woche zuvor gegen Ingolstadt. Sowohl Kapitän Benedikt Höwedes als auch Sportvorstand Christian Heidel bestätigten nach der Partie den Eindruck und sprachen von Ideenlosigkeit. Reichte es am 17. Spieltag wenigstens noch zu einem sehr späten Sieg, entfuhren dieses Mal die Gäste die drei Punkte.

Doppelter Kolasinac-Fehler leitet Gegentreffer ein

Es lief die 33. Spielminute und Sead Kolasinac hatte den Ball auf Höhe des eigenen Strafraums aufgenommen, als er sich diesen zunächst sehr einfach abnehmen ließ und anschließend seinen Gegenspieler plump foulte. Frankfurt zeigte in der Folge eine in der Winterpause einstudierte Freistoßvariante und legte den Ball zur Überraschung Vieler flach in den Rückraum, statt zu flanken. Torjäger Alex Meier stand überraschend frei und schoss hart, aber wohlüberlegt mit der rechten Innenseite zum 0:1 ein. Ralf Fährmann war chancenlos.

Was die Fernsehbilder sofort zeigten, sprach sich auch auf der Pressetribüne schnell um: Das Tor hätte nicht zählen dürfen. Meiers Gegenspieler Naldo wurde mit unfairen Mitteln von Frankfurts Abraham daran gehindert, dem späteren Torschützen zu folgen, ehe der Pass in den Strafraum kam. „Ich habe während der Szene gedacht, dass wir einfach gepennt haben. Als ich die Fernsehbilder gesehen habe, war mir aber klar, dass es nicht einfach nur ein legitimes Blocken, sondern ein klares Foulspiel der Frankfurter war. Also habe ich den Schiedsrichter darauf angesprochen, der mir sagte, dass er den Zweikampf gesehen, aber anders bewertet habe“, sagte Höwedes nach dem Spiel.

Schalke ohne spielerische Lösungen

Es sollte die spielentscheidende Szene sein. Zwar hatte im Laufe der Partie Guido Burgstaller wiederholt die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Doch die Chancen täuschten über das Niveau des Schalker Spiels hinweg. Abermals fanden die „Knappen“ spielerisch keine Lösungen. Statt, wie geplant, sich durch die gegnerischen Reihen zu kombinieren, flogen viele hohe und lang geschlagene Bälle durch die Veltins-Arena.

Die Quittung folgte mit dem Abpfiff: Schalke droht im Laufe des Wochenendes noch auf Platz zwölf der Tabelle abzurutschen und nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 zu haben. Zudem pfiffen die Fans, selbst die aus der Nordkurve. Zu enttäuschend war der Auftritt am Freitagabend. Besserung ist erst einmal nicht in Sicht. In einer Woche spielt Schalke beim FC Bayern München.
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