Woche der Brüderlichkeit

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Judith Neuwald-Tasbach (Foto: privat)
 
Bernhard Preminger (Foto: Annet van der Voort)
Gladbeck. Unter dem Motto „Um Gottes Willen" wird in diesem Jahr bundesweit zum 64. Mal die „Woche der Brüderlichkeit" begangen, um zur Verständigung zwischen Christen und Juden beizutragen und gegen Antisemitismus, weltanschaulichen Fanatismus und nationale Überheblichkeit Zeichen zu setzen. Die VHS Gladbeck beteiligt sich mit folgenden Veranstaltungen:

Führung durch neue Synagoge und Alter Betsaal in Gelsenkirchen

Das jüdische Leben in Gelsenkirchen, Gladbeck und Umgebung steht beim Synagogenbesuch der VHS im Mittelpunkt, der von der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach, und dem Leiter der VHS Gladbeck, Dietrich Pollmann, durchgeführt wird.
Neben einem informativen Rundgang werden Fragen zum Judentum heute beantwortet. Außerdem besucht die Gruppe den Alten Betsaal in der Von-der-Recke-Straße, in dem ein Begegnungszentrum und ein kleines Museum eingerichtet sind.
Der kostenfreie Rundgang beginnt am Mittwoch, 9. März, um 14.30 und endet gegen 16.30 Uhr. Treffpunkt für alle Interessierten ist die Synagoge, Georgstr. 2, 45879 Gelsenkirchen-Stadtmitte.
Eine Anmeldung unter der Gladbecker Telefonnummer 99 24 15 kann bis 4 Tage vor dem Termin erfolgen.
Es wird vor Ort um eine Spende für die Jüdische Gemeinde gebeten.

Neuer Termin! Unter zwei Diktaturen – die Lebensgeschichte des Bernhard Preminger aus Gladbeck

Eigentlich war der Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Volker Jakob für den 10. März vorgesehen. Wegen einer wichtigen Terminkollision muss die Veranstaltung auf den 21. April verschoben werden.
Bernhard Preminger, 1921 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Gladbeck geboren, wurde 1938 mit seinen Eltern nach Polen abgeschoben. Getrennt von den Eltern, fand der Junge nach dramatischen Irrungen schließlich in Stalins Sowjetunion eine neue Heimat.
Nach Kriegsende wurde er, der inzwischen in Leningrad Ökonomie studierte, als Jude denunziert und kam in den Gulag. Erst Stalins Tod brachte die Befreiung und schließlich 1991 die Rückkehr nach Gladbeck.
Die Abendveranstaltung im Haus der VHS, Friedrichstr. 55, beginnt um 19.30 Uhr.
Der Eintritt im Vorverkauf beträgt 5 €, an der Abendkasse 6 €.
Schüler und Studierende zahlen 3 €.

Führung durch die ALTE SYNAGOGE in Essen

Am Dienstag, 8. März, findet von 15.30 bis 17 Uhr unter Leitung von Sabine Tomala eine Führung durch die ALTE SYNAGOGE in Essen statt.
Die ALTE SYNAGOGE in Essen war der größte freistehende Synagogenbau nördlich der Alpen. Heute ist es eines der bedeutendsten jüdischen Kulturdenkmäler in Deutschland. Die Ausstellungen sind der jüdischen Kultur und Lebensweise in Geschichte und Gegenwart gewidmet.
Treffpunkt ist der Eingang zur Alten Synagoge, Steeler Straße 29, in der Essener Innenstadt.
Der Teilnahmebetrag in Höhe von 3,00 € ist vor Ort zu zahlen.
Die Anmeldung kann bis 4 Tage vor dem Termin unter der Ruf-Nr. 99 24 15 oder per Mail: vhs@stadt-gladbeck.de erfolgen.

Osnabrück und das Felix-Nussbaum-Haus

Das Angebot der VHS zur Woche der Brüderlichkeit endet am 24. Mai mit einer Tagesfahrt nach Osnabrück. Dieter Hans leitet das Programm mit dem Besuch im Felix-Nussbaum-Haus und einem Rundgang durch die Altstadt. das Felix-Nussbaum-Haus präsentiert die weltweit größte Sammlung von Werken des bedeutenden jüdischen Malers Felix Nussbaum. Wie kaum ein anderer Künstler hat er die Erfahrung des ersten Weltkriegs und des Holocausts in seinen Bildern festgehalten. Daneben ist ein geführter Rundgang durch die schöne Altstadt von Osnabrück vorgesehen.
Die Busfahrt beginnt um 7.45 Uhr am Parkplatz Ecke Bergmann-/Horster Straße; die Rückkehr am Ausgangspunkt in Gladbeck wird für 19 Uhr erwartet.
Busfahrt, Eintritt und beide Führungen kosten 32,50 € pro Person.
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