Altes Gladbecker Kruzifix hat einen neuen Ehrenplatz

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Gladbeck: St. Barbara-Hospital, Barbarastraße 1 |

Gladbeck. Die Augen von Gaby Stöckmann und Barbara Haselbach strahlen: Der erste Basar der "Aktionsgemeinschaft Indienhilfe Dr. Bertha" im Foyer des St. Barbara-Hospitals war ein voller Erfolg. Hinzu kommt ein Ereignis, das die Freude der beiden Gladbeckerinnen zusätzlich steigert.

"2.300 Euro haben wir an nur drei Tagen eingenommen," sprudelt es aus den beiden Damen nur so heraus. 2.300 Euro sind ein neuer Rekordbeitrag und nach der Einzahlung des Geldes bei der Bank ist die finanzielle Unterstützung bereits auf dem Weg in den Süden Indiens, wo mit Hilfe des Geldes aus Gladbeck schon seit Jahrzehnten die Arbeit im Ordenskrankenhaus in Kerala unterstützt wird.

Aber nicht nur der finanzielle Erlös zählt für Gaby Stöckmann und Barbara Haselbach. Da war nämlich auch noch die Seniorin, die an einem der Basartage im Barbara-Hospital auftauchte und den beiden Damen ein schon sehr alt wirkendes Kruzifix überreichte. "Die Frau sagte, sie wolle das Kruzifix in guten Händen wissen und wir sollten doch einen geeigneten Käufer finden. Denn wenn sie einmal sterben würde, werde das Kreuz sicherlich achtlos weggeworfen," erinnern sich Gaby Stöckmann und Barbara Haselbach.

Lange Zeit lag das Kruzifix aber nicht inmitten der anderen Basarartikel auf einem der Verkaufstische. "Es kam eine Mutter mit zwei Kindern und kaufte auch einige Dinge von uns. Da wurde der Sohn auf das Kruzifix aufmerksam und fragte nach, ob er es haben dürfe." Gaby Stöckmann und Barbara Haselbach erfüllten dem etwa siebenjährigen Gladbecker gerne diesen Wunsch, überließen das Kruzifix kostenlos. "Das hängen wir zuhause sofort über deinem Bett auf," verkündete die Mutter des Jungen. Und die etwa ein Jahr ältere Schwester erhielt ebenfalls ein kleines Geschenk, durfte sich über ein Buch freuen.

Aber ein siebenjähriger Junge wünscht sich ein Kruzifix? Die Antwort auf diese Frage, die sich die beiden Damen der "Indienhilfe" verständlicherweise stellten, gab es von der Mutter der beiden Kinder. "Die Frau teilte uns mit, dass sie stets versuche, ihrem Nachwuchs Werte zu vermitteln. Und wenn es auf diesem Wege erfolge, sei es besonders schön."

Gaby Stöckmann und Barbara Haselbach sind davon überzeugt, das Kruzifix in gute Hände weitergegeben zu haben. "Das es so etwas heute noch gibt," freuen sich die beiden Damen der "Indienhilfe Dr. Bertha".

Derzeit planen die beiden engagierten Gladbeckerinnen bereits die nächste Verkaufsaktion, denn die "Aktionsgemeinschaft Indienhilfe Dr. Bertha" wird auch beim "Gladbecker Nikolausmarkt" vom 2. bis 4. Dezember mit einem eigenen Verkaufsstand auf dem Willy-Brandt-Platz vertreten sein. Natürlich hofft man auch hier wieder auf viele Besucher und dementsprechende Einnahmen. Denn finanzielle Hilfe wird in Kerala auch weiterhin dringend benötigt.
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