Kampf um das KARO geht in die entscheidende Phase

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Eine Vorentscheidung, ob im KARO an der Schachtstraße auch künftig offene Kinder- und Jugendarbeit betrieben wird, fällt am Dienstag, 1. September, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Alten Rathaus Gladbeck. (Foto: Stadt Gladbeck)
Gladbeck: KARO |

Jetzt wird es spannend: Gelingt engagierten Butendorfer Bürgern in letzter Sekunde doch noch der Erhalt des Freizeittreffs KARO an der Schachtstraße als Einrichtung offener Kinder- und Jugendarbeit?

Bekanntlich (der lokalkompass berichtete bereits mehrfach) will die Stadt Gladbeck das KARO zwar erhalten, jedoch soll es für die Einrichtung ein neues Konzept geben. Demnach sollen die dort zur Verfügung stehenden Räume vorrangig von der Jugendkunstschule genutzt werden, offene Kinder- und Jugendarbeit aber nicht mehr stattfinden. Als Ausweichquartier wird für Kinder und Jugendliche das „Bildungs- und Begegnungszentrum Brauck“ (BBzB) angeboten. Eine Lösung, mit der viele Butendorfer scheinbar gar nicht einverstanden sind.

Schon mehr als 1.600 Protest-Unterschriften


Denn die Listen mit Protest-Unterschriften werden immer voller. „Wir haben schon mehr als 1.600 Unterschriften zusammen,“ verkündete Michaela Reclik, die sich mit vielen Mitstreitern unermüdlich für den Erhalt des KARO in seiner jetzigen Form einsetzt, am Donnerstag, „Und viele Listen sind noch unterwegs.“

Auch im politischen Bereich war Michaela Reclik aktiv. Persönlich sprach die Butendorferin bei der LINKEN und bei der CDU vor. „Beide Parteien haben signalisiert, unser Anliegen zu unterstützen.“ Vielversprechende Kontakte gab es nach Aussagen von Reclik auch schon mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Ausschuss tagt am 1. September


Die Zeit drängt auch ein wenig, denn am kommenden Dienstag, 1. September, tagt der städtische Jugendhilfeausschuss im Alten Rathaus und auch das Thema „KARO“ findet sich auf der Tagesordnung wieder. Für den öffentlichen Teil der Sitzung haben sich Michaela Reclik und ihre Mitstreiter eine besondere Aktion einfallen lassen. „Mehr wird nicht verraten,“ hüllt sich Reclik lächelnd in Schweigen.

Möglicherweise wird die Butendorferin im Ratssaal sogar zum Mikrofon greifen dürfen. „Die CDU hat mir gesagt, man wolle einen Antrag auf Rederecht für uns stellen.“

Eine Frage möchten die KARO-Befürworter auf jeden Fall stellen. „Die Verwaltung erklärt, dass man auch aus Kostengründen nicht in allen Stadtteilen mit einem Angebot offener Kinder- und Jugendarbeit präsent sein könne. Warum aber gibt es dann in Brauck mit dem BBzB und dem Freizeittreff gleich zwei Angebote dieser Art?“.

Auf eine - logisch klingende - Antwort auf diese Frage ist bestimmt nicht nur Michaela Reclik gespannt.
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