DRK Gladbeck; Nothilfe

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Nothilfe
Gewalt nimmt zu - DRK-Hilfsgüter bei Kämpfen im Jemen zerstört

Die humanitäre Situation im Jemen verschlechtert sich dramatisch. Von den Kämpfen und Luftangriffen der vergangenen Tage sind vor allem Kinder, Frauen und alte Menschen betroffen. Auch Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurden zerstört. Das lokale Büro und Warenhaus des Jemenitischen Roten Halbmondes in Taiz, in dem auch ein DRK-Projektbüro untergebracht war, wurden beschossen und brannten völlig aus. Hilfsgüter sowie ein durch das DRK finanzierter Krankenwagen wurden dabei zerstört. Auch humanitäre Helfer werden immer wieder Opfer der Ausschreitungen. „Ich fordere alle Konfliktparteien auf, das Humanitäre Völkerrecht einzuhalten und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und humanitäre Helfer einzustellen“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Laut den Vereinten Nationen sind über 1,4 Millionen Jemeniten auf der Flucht, dem Land droht eine Hungersnot. „Humanitäre Hilfe zu leisten wird zunehmend schwieriger. Sicherheitsgarantien für Hilfsgütertransporte und Helfer werden immer häufiger nicht gegeben. Anfang September wurden zwei lokale Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz auf dem Rückweg von einem Einsatz sogar gezielt erschossen“, berichtet Benjamin Cutner, der die DRK-Nothilfe für den Jemen aus Beirut koordiniert
Das DRK setzt seine Nothilfemaßnahmen dennoch fort. In sieben Regierungsbezirken verteilt das Rote Kreuz Wasser, Lebensmittel, Hygienepakete, Kochutensilien und unterstützt die notleidende Bevölkerung zudem durch psychosoziale Betreuung. Erste-Hilfe-Trainings und die Bereitstellung von Diesel für Hilfstransporte helfen dem Jemenitischen Roten Halbmond unmittelbar bei der Fortführung von lebensrettenden Maßnahmen für besonders bedürftige Familien. In den heftig umkämpften Regionen Taiz, Lahj und Amran konnte das DRK in den letzten Wochen dringend benötigte Hilfsgüter an 865 Haushalte verteilen und weiteren 9.020 Familien lebensnotwendiges Trinkwasser zur Verfügung stellen. Die Nothilfe des DRK wird durch das Auswärtige Amt unterstützt.
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