Junge Gemeinschaft feiert ihr 50-jähriges Bestehen auf dem Annaberg

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Das Miteinander schätzen die Mitglieder der vielen Familienkreise der Jungen Gemeinschaft, die am Samstag ihr 50-jähriges Bestehen in Haltern feiert. (Foto: JG)
 
Das Miteinander schätzen die Mitglieder der vielen Familienkreise der Jungen Gemeinschaft, die am Samstag ihr 50-jähriges Bestehen in Haltern feiert. (Foto: JG)
Haltern am See: Bildungsstätte Gilwell St. Ludger |

Haltern. Rund 1900 Mitglieder zählt die Junge Gemeinschaft (JG) in den Pfarreien des Bistums Münster. Zu ihnen gehören auch Bärbel Leifert-Graack und Claudia Häming mit ihren Familien aus Haltern am See.

Sie engagieren sich in einem Familienkreis. „Man lernt Gleichgesinnte kennen, da sich Familien in ähnlichen Lebenssituationen zusammen finden. Oft sind die Kinder in einem ähnlichen Alter und die Familien haben Spaß daran, etwas zu unternehmen“, sagt Bärbel Leifert-Graack. Und Claudia Häming fügt hinzu: „Die JG bringt neue Impulse für verschiedene Familienphasen, bietet Auseinandersetzungen zu verschiedensten Themen an, organisiert tolle Wochenendfahrten für Familienkreise, begleitet Familienkreise und vernetzt Familien.“ Ohne ihren Verband hätten sie die Gemeinschaft, den Spaß und das intensive Auseinandersetzen mit bestimmten, vorher abgesprochenen Themen an den jährlichen Wochenenden so nicht erlebt.
Vor 50 Jahren hat sich der Familienverband im Bistum Münster gegründet. Seinen Ursprung hatte er in der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ). „Es waren junge Erwachsene, die sich zu alt für die CAJ, aber noch zu jung für die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) fühlten. Sie wollten gemeinsam aktiv sein und ihren Glauben leben“, berichtet Frank Wolsing, hauptamtlicher Verbandsreferent für die Kreisdekanate Borken, Wesel und Kleve. Bereits in den Anfangsjahren gründeten sich die ersten Familienkreise. „Somit gibt es Gruppen, die sich teilweise schon seit 40 und sogar 45 Jahren immer noch regelmäßig treffen“, erzählt der 47-Jährige weiter.
Bis heute bilden die Familienkreise, denen in der Regel zehn bis 14 Erwachsene und deren Kinder angehören, die Basis der Jungen Gemeinschaft. „Die Kreise arbeiten sehr autonom und melden sich bei uns, wenn sie Unterstützung brauchen“, berichtet der Sozialpädagoge weiter. Ihr Programm erstellen die Familienkreise selbst. „Sie entscheiden, wie intensiv, verbindlich und gläubig sie ihre Treffen gestalten“, informiert Wolsing. Doch seien die Kreise keine Freizeitclubs. „Sie sind viel mehr. Menschen, die sich darauf einlassen, sind oft neugierig und offen. Oft ergeben sich Gespräche über Themen in den Familienkreisen, über die die Mitglieder selbst mit der eigenen Familie so nicht sprechen würden“, erklärt er.
Die meisten Familienkreise gründen sich, wenn die Kinder klein sind. In dieser Zeit ständen vorwiegend gemeinsame Freizeitangebote im Mittelpunkt der Treffen. „Aber die Themen wandeln sich im Lauf der Zeit. Das reicht vom Austausch über Erziehungs- oder Beziehungsfragen bis zu Glaubensthemen“, sagt Wolsing, der selbst über einen Familienkreis die Arbeit der Jungen Gemeinschaft kennengelernt hat. Insgesamt seien die Kreise auch Teil der Familienseelsorge im Bistum Münster. „Sie stehen auch nicht in Konkurrenz zur Kirche vor Ort, sondern sie bereichern die Gemeinde und den Verband“, ist er sich sicher.
Fünf hauptamtliche Mitarbeiter sind in den Regionen des Bistums unterwegs, stellen die Arbeit der Jungen Gemeinschaft vor und helfen beim Aufbau neuer Familienkreise. „Unsere Hauptaufgabe ist es, den Kontakt zu den Gemeinden zu halten, aber auch Kontakte zwischen den Familienkreisen herzustellen“, erklärt Wolsing weiter. Zudem gibt es unterschiedliche Angebote im Programm des Bildungswerks wie beispielsweise die Sommer- oder die Osterfreizeiten.
Bereits mehr als 200 Anmeldungen gibt es für das Fest zum 50. Bestehen am Samstag, 10. Juni, auf dem Gelände rund um die Georgshütte der Jugendbildungsstätte Gilwell der DPSG auf dem Annaberg in Haltern am See. „Wer sich mit uns verbunden fühlt, ist herzlich eingeladen, mit uns zu feiern“, wirbt Wolsing für das Fest, dessen Programm – wie könnte es anders sein – auf Familien ausgerichtet ist. Um 17.30 Uhr feiert Weihbischof Stefan Zekorn mit den Teilnehmern einen Gottesdienst.
Und natürlich sind auch Bärbel Leifert-Graack und Claudia Häming mit ihren Familien bei dem Fest auf dem Annaberg dabei. „Es gibt die Gelegenheit, für Alt und Jung zusammen zu feiern, alte Bekannte wiederzutreffen, tolle Aktionen zu erleben und sich darüber zu freuen, dass ein Familienverband schon über so lange Zeit Familien begleitet und begeistert sowie zeitgemäße Angebote bietet“, freuen sich die beiden Frauen auf das Fest.
Weitere Informationen gibt es im Internet auf jg-muenster.de.

(pbm/mek)
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