CDU-Ehrung: Angela Merkel hat für Gerd Stevens unterschrieben

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Für langjährige Zugehörigkeit wurden verdiente Mitglieder des CDU-Stadtverbands geehrt: CDU-Vorsitzender Norbert Neß und Charlotte Quik überreichen Gerd Stevens eine besondere, persönliche Urkunde.
 
Die Jubilare der CDU-Hamminkeln am Landhaus Ridder in Lankern.
Hamminkeln: Landhaus Ridder | Eine besonders seltene Ehrung stand beim CDU-Stadtverband Hamminkeln auf dem Programm: Seit 65 Jahren ist Gerd Stevens Mitglied der Partei. Der 96-jährige Architekt aus Mehrhoog war bei der Jubilarehrung im Lankerner Landhaus Ridder im Mittelpunkt der Veranstaltung.

1952 war der damals 32-Jährige in die nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründete Partei eingetreten. Er wollte etwas bewegen – und das hat er in seinem Berufsleben kräftig getan. Viele Gebäude - wie Kirche oder Schule in Mehrhoog - sind am Reißbrett des Architekten entstanden. Den „Baumeister von Mehrhoog“ ehrte CDU-Vorsitzender Norbert Neß mit einer besonderen Urkunde für seine 65-jährige Treue: Die CDU-Vorsitzende und Bundesvorsitzende Angela Merkel hat das Schriftstück persönlich unterschrieben – ebenso wie Landeschef Armin Laschet und die CDU-Kreisvorsitzende Sabine Weiss. „Ich habe die Großen alle gekannt“, sagte Stevens nach seiner Ehrung: „Adenauer fragte immer: »Ist jemand im Saal älter als ich?« Und da das meistens nicht der Fall war, übernahm er dann sogleich die Leitung jeder Sitzung.“

Gerd Stevens war auch parteipolitisch aktiv: Viele Neumitglieder in Mehrhoog rekrutierte er für die CDU. Zum Beispiel den langjährigen Vorsitzenden der Senioren-Union, Peter Mellin oder seinen Sohn Wilfried Stevens. Beide wurden bei der Jubilarehrung ebenfalls mit Urkunde und Anstecknadel geehrt, da sie seit 40 Jahren mit dabei sind.

Herausragend auch die Parteikarrieren von Heinz und Josef Bielefeld aus Dingden, Egon Brentrup aus Mehrhoog und Wilhelm Hülsken aus Hamminkeln. Sie sind seit 60 Jahren Mitglied der CDU. „Der Blick auf die Namensliste unserer Jubilare erzählt die Geschichte unserer Partei hier in Hamminkeln“, sagte Neß in seiner Begrüßung: „Nicht jeder will Bundeskanzler, Bürgermeister oder Ratsmitglied werden. Sondern es geht darum, die richtige politische Sache aktiv zu unterstützen.“ Mit Blick auf rückläufige Mitgliederzahlen der Parteien appellierte Neß: „Auch bei der CDU in Hamminkeln ist noch Luft!“

Kompetenten politischen Nachwuchs aus den eigenen Reihen hat der CDU-Stadtverband für die Landtagswahl am 14. Mai ins Rennen geschickt: Charlotte Quik aus Brünen kandidiert im hiesigen Wahlkreis. Die junge Mutter und wissenschaftliche Mitarbeiterin bedankte sich bei den Jubilaren für deren Engagement. In ihrer Rede skizzierte sie die Notwendigkeit eines Politikwechsels in Düsseldorf: „Wir brauchen wieder Vorfahrt für Wirtschaft und für Wachstum.“ Als „beste Garantie gegen die Extreme von Rechts oder Links“ bezeichnete sie den Einsatz für eine bürgerliche Politik in der CDU.

Insgesamt 20 Jubilare waren zur Jubilarfeier am Samstagmorgen gekommen: Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Johannes Gries (Wertherbruch) und Alfons Tenbusch (Loikum) mit einer goldenen Nadel geehrt. Seit 40 Jahren sind in der CDU mit dabei: Beatrix Bäume (Hamminkeln), Ernst Elsermann (Brünen), Klaus Frede (Ringenberg), Hermann Heßling (Dingden), Helmut Hoepken (Brünen), Manfred Köster (Hamminkeln), Hans-Jürgen Kraayvanger (Mehrhoog), Peter Mellin (Hamminkeln), Hans Günter Neu (Hamminkeln), der ehemalige CDU-Vorsitzende Paul Sonders (Ringenberg) und Wilfried Stevens (Mehrhoog). Für 25-jährige Treue wurden geehrt: Brigitte Büning (Loikum) sowie Günter und Maria Büning (Loikum), Wilhelm Kleine-Besten (Brünen), Johann Wilhelm Rütter (Brünen) und Hubert Tenbusch (Loikum). Umrahmt wurde der Vormittag vom Niederrheinischen CDU-Chor unter Leitung von Bernhard Borgers aus Dingden.
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