Schüler zu Besuch im Landtag: Fragen zu Verkehrspolitik und Handynutzung

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Großes Interesse am Arbeitsalltag der NRW-Landtagsabgeordneten zeigten die Schülerinnen und Schüler der Hauptschulen aus Hamminkeln und Dingden bei ihrem Besuch im Düsseldorfer Parlament. „Dürfen die Politiker während der Sitzung mit dem Handy telefonieren?“, wollte eine Teilnehmerin wissen. „Wer telefonieren will, muss rausgehen“, antwortete Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg. „Aber Tablet-Computer sind erlaubt, denn darauf sind auch die Sitzungsvorlagen zu lesen.“

Das ist eine andere Praxis, als sie die Schülerinnen und Schüler aus ihren Klassenzimmern gewohnt sind. Wer dort das Telefon benutzt, bekommt es abgenommen und erst die Eltern erhalten es wieder zurück – mit ermahnenden Worten. Diese und weitere Themen interessierten die jungen Hamminkelner Besucher. Die Senioren-Union der CDU-Hamminkeln hatte den Besuch gemeinsam mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Norbert Neß vorbereitet.

„Wir verstehen uns als Union der Generationen“, sagte Seniorenunions-Chef Heinz Breuer zur Motivation für die jahrgangsübergreifende Mischung der Gruppe. „Es geht auch darum, junge Menschen für Politik zu interessieren. Wo gelingt das besser als am Ort des Geschehens?“

CDU-Vorsitzender Neß nahm das Anliegen gerne auf. Zwar gehört er dem Landtag nicht als Abgeordneter an. Aber als Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion verfügt er über viele Kontakte. So hatte er den 1. Vizepräsidenten des Landtags, Eckhard Uhlenberg, zusammen mit der Rheinberger Landtagsabgeordneten Marie-Luise Fasse als Gesprächspartner angefragt.

Vor der Diskussion nahmen die Hamminkelner Gäste an der Plenarsitzung teil, in der über die Sanierung der Leverkusener Autobahnbrücke debattiert wurde. Fragen der Verkehrspolitik interessierten in der anschließenden Diskussion auch die Schüler. „Die Brücken sollten viel regelmäßiger überprüft werden“, forderte eine Schülerin – und erhielt dafür Zustimmung von den Berufspolitikern.

Eckhard Uhlenberg hatte in seiner Begrüßung und dem engagierten Plädoyer für die Rolle der Landesparlamente im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland zunächst seine Verbundenheit mit Hamminkeln zum Ausdruck gebracht: „Kurz nachdem ich meine Frau kennengelernt habe, war ich oft bei ihr im Klausenhof in Dingden zu Gast, wo sie auf Lehrgang war. Anschließend ging es immer ins Gasthaus Küpper, wo es geribbelte Fritten gab.“ Heinz Breuer stellte zustimmend fest: „Die gibt’s da heute immer noch!“
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