Industriemuseum Henrichshütte zeigt Ausstellung über Arbeit

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Am Sonntag, 24. November, 15.30 Uhr, beginnt im Westfälischen industriemuseum die neue Ausstellung „Arbeit zeigen“. Foto: LWL
(von LWL)

In Metall gegossene Industriegeschichte gibt es im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zu sehen – der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert die wohl weltweit umfangreichste Sammlung kleinformatiger Arbeiter­skulpturen. Die Sonderausstellung „Arbeit zeigen. Plastiken und Fotografien 1850 – 1950“ wird am Sonntag, 24. November, um 15.30 Uhr eröffnet und ist noch zu sehen bis zum 23. März 2014.

Die Schau setzt die zumeist bronzenen Plastiken in einen neuen Kontext. Neben der imposanten Kulisse des ehemaligen Hochofenwerks geben Fotografien Einblicke in die industrialisierte Arbeitswelt. Den besonderen Reiz der Ausstellung macht das Spannungsfeld zwischen dem Arbeiter als geschundener Kreatur oder als strahlendem Held aus.
„In der Ausstellung kann der Besucher selbst auf Spurensuche gehen: Stehen vor ihm ausgebeutete Malocher oder heldenhafte Schaffer?“, so Robert Laube, Standortleiter des LWL-Industriemuseums in Hattingen.
Ermöglicht wurde diese Schau durch die Übernahme der weltweit wohl größten Sammlung kleinformatiger Arbeiterskulpturen von Werner Bibl. Ihr Ankauf gelang durch eine gemeinsame Initiative der Milwaukee School of Engineering (MSOE) in Milwaukee, USA, des Grohmann Museum der MSOE und des LWL.
„Besonders gefreut haben wir uns über die Unterstützung von Kunstförderer und Sammler Dr. Eckhart Grohmann,“ berichtet Olge Dommer, Sammlungsleiterin im LWL-Industriemuseum, und ist begeistert über die umfangreiche Sammlung von Plastiken zumeist namhafter Künstler.
Die Zusammenschau mit Fotografien gibt neue Einblicke. „Bei Plastiken ist dem Betrachter bewusst, dass er ein Kunstprodukt vor sich hat. Bei Fotografien ist das häufig anders,“ weiß Kuratorin Sonja Meßling. Dass auch die Fotografien meist gestellt sind, wird in der Schau schnell klar.
Die Ausstellung wird in fünf Abteilungen präsentiert. Einen ersten Einblick ermöglicht die Abteilung „Hingeschaut“ und schlägt den Bogen vom antiken Helden bis hin zur zeitgenössischen Zigarettenpause. Verschiedene „Menschenbilder“ werden in der gleichnamigen Abteilung vorgestellt. Arbeiterdarstellungen der Montanindustrie sind in den Bereichen „Unter Tage“ und „Auf der Hütte“ zu sehen. Krönenden Abschluss bildet die Einheit „Besonders“, in der die Highlights der Sammlung in Szene gesetzt werden.
Die Ausstellung begleitet ein umfassendes Rahmenprogramm. Gruppen können Führungen buchen oder an den Sonntagsführungen (jeweils 15 Uhr, Museumseintritt plus zwei Euro) teilnehmen. Vortrag und Workshop stellen den Kunstguss vor. Einen besonderen Einblick hinter die Kulissen verspricht eine Kuratorenführung. Infos und Anmeldung unter Tel.: 9247-140.
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