Weiltorschüler pflanzen 50 Trauben-Eichen

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Unser Foto zeigt die Klasse 4a der Weiltor-Grundschule St. Franziskus mit Förster Thomas Jansen (hinten mit Hut) und Klassenlehrerin Ulrike Overkamp-Seeger (ganz rechts), Begleitmüttern und Forstarbeitern. Foto: Römer
Die aufgeregten Mienen der Kinder wollten so gar nicht zum vor sich hin weinenden Himmel passen: Denn eigentlich war und ist das Treffen mit Förster Thomas Jansen vor der großen, nach dem Feuer immer noch traurig aussehenden Schutzhütte ein freudiger Anlass. Die Klasse 4a der Weiltor-Grundschule St. Franziskus hatte nämlich im vergangenen Jahr die „Wald-Jugendspiele“ gewonnen, die Förster Jansen jedes Jahr mit Hattinger Grundschulen durchführt. Die Gewinnerklasse darf dann im nächsten Frühjahr am „Tag des Baumes“ den „Baum des Jahres“ pflanzen.
Der „Tag des Baumes“ fiel in diesem Jahr aber in die Osterferien, so dass die Pflanzaktion ein paar Tage später durchgeführt werden musste. Wohl zum ersten Mal überhaupt hatten sich die 26 Schüler daher auf das Ende der Ferien gefreut.
Entsprechend motiviert ging es also mit Klassenlehrerin Ulrike Overkamp-Seeger, einigen Begleit-Müttern, drei Forstarbeitern und dem Weimaraner „Frisco vom Emstal“, dem Hund von Thomas Jansen, ans Werk. Allerdings stand wie üblich zunächst der lammfromme Vierbeiner bei den Kindern ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Er konnte sich jedenfalls über reichlich Streicheleinheiten freuen.
Und dann ging es nach einer kurzen Wegstrecke, während der fast jede(r) den guten „Frisco“ an der Leine halten wollte, an die Arbeit. Ort des Geschehens war ein Stück Wald, in dem der Orkan Kyrill vor Jahren gewütet hatte.
„Wir haben extra einige Flächen frei gelassen, um solche Pflanzaktionen durchführen zu können“, erklärte Thomas Jansen im Gespräch mit dem STADTSPIEGEL. Da sich die Natur aber ebenfalls schon wieder einen Teil zurück erobert hat, erhofft sich der Förster hier „ein ganz bunt gemischtes Waldstückchen“.
„Baum des Jahres ist 2014 die Trauben-Eiche oder auch Winter-Eiche genannt. 50 Stück der sturmsicheren Bäumchen hatte die Stadt für die Pflanzaktion erworben.
Schnell merkten die anfangs noch sehr eifrigen Schüler, dass Bäumepflanzen nicht nur Spaß macht, sondern auch ganz schön anstrengend ist – und beim Pflanzen auf wundersame Art und Weise immer Erde „verschwindet“, die zum Bedecken der Wurzeln nötig ist. Denn gerade die Wurzeln der Trauben-Eiche seien sehr empfindlich, lernten die Kinder vom Förster. Sie durften nicht geknickt oder gepresst in den Waldboden kommen, sondern die Pflanzlöcher mussten schon gut 30 Zentimeter tief gegraben werden – und das in von Wurzelgeflecht durchzogenem Waldboden! Doch da halfen die Waldarbeiter und der Förster mit Rat und Tat, so dass am Ende die Wurzeln aller Bäumchen „unter die Erde“ kamen.
Unser Foto zeigt die Klasse 4a der Weiltor-Grundschule St. Franziskus mit Förster Thomas Jansen (hinten mit Hut) und Klassenlehrerin Ulrike Overkamp-Seeger (ganz rechts), Begleitmüttern und Forstarbeitern.
rorö/Foto: Römer
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