Bitte keinen "Schulkrieg" in Hattingen

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Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch: Auch wenn sie selbst zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht mehr im Amt sein wird, hofft sie auf eine sachliche Diskussion
Hattingen: Rathaus |

Fast täglich kommen neue Varianten persönlich von den Eltern oder per E-Mail oder Telefon in die Redaktion: Zusammenschluss beider Gymnasien in Hattingen, Schultausch von Gesamtschule und Gymnasium Holthausen, Umzug der Grundschule Holthausen oder der Grundschule Heggerfeld ins Schulzentrum, Schließung der Grundschulen Heggerfeld und Blankenstein – die Szenarien sind aus Elternsicht oft der blanke Horror.

Auf STADTSPIEGEL-Nachfrage erläutert Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch: „Wir arbeiten derzeit an einem neuen Schulentwicklungsplan. Wir haben in den letzten zehn Jahren rund 1500 Schüler aufgrund der demografischen Entwicklung verloren und müssen die Raumkapazitäten entsprechend anpassen. Mit dem Rauendahl haben wir bereits eine Grundschule geschlossen, in Niederwenigern zwei Grundschulen zusammengelegt und im Sommer 2016 wird die Realschule im Schulzentrum geschlossen. Das reicht aber nicht. Aufgrund von Inklusion und veränderter Betreuung sowie der sinkenden Schülerzahl müssen weitere Maßnahmen getroffen werden. Wir haben eine kompakte Datenlage aller Schulen ermittelt und nun einen externen Gutachter beauftragt, diese Daten auszuwerten und einen Vorschlag zu unterbreiten. Dieser wird im Verwaltungsvorstand und in der Politik beraten. Geplant ist es, den Vorschlag in die Ratssitzung am 1. Oktober einzubringen.“
Die Bürgermeisterin, die dann nicht mehr im Amt sein wird, hofft, dass ihr Nachfolger mit viel Fingerspitzengefühl agieren wird und der Schulfriede in Hattingen gewahrt bleibt. „Jeder kämpft für seine Schule und seinen Standort. Ich verstehe das auch. Aber wir müssen eine langfristige Stabilisierung der Schulstandorte im Stadtgebiet sichern und das gilt es zu erarbeiten.“
Noch, so betont, die Bürgermeisterin, seien alle Varianten offen und denkbar. „Das ist ja gerade die Aufgabe des Gutachters, hier zu arbeiten. Und das sollte man zeitlich doch auch dürfen. Danach wird der neue Bürgermeister mit dem Rat weiterarbeiten.“
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