Diskutieren Sie mit: Lassen sich wilde Müllkippen verhindern?

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An Schreys Gasse wird oft „wild“ entsorgt. Foto: Stadt
Hattingen: Schreys Gasse |

An dieser Stelle habe ich schon häufiger über wilde Müllkippen im Hattinger Stadtgebiet berichtet. Das stieß auch bei Dr. Dirk Roderfeld aus Niederwenigern auf großes Interesse. Er glaubt: Legale Entsorgung ist vielen zu teuer.

„Zum Thema Recyclinghof Hattingen möchte ich folgendes anmerken: Die Gebühren für die Entsorgung von Grünabfällen ist sehr teuer und nicht nachvollziehbar. Für einen kleinen Anhänger (0,5 m²) werden regelmäßig, je nach Tageslaune der Mitarbeiter, Gebühren zwischen sechs bis zwölf Euro fällig. Besonders in der Herbstzeit sind von den Grünabfällen etwa durch Reinigen der Bürgersteige, angrenzenden öffentlichen Flächen und mehr mindestens fünfzig Prozent der Stadt zuzuordnen. Das heißt, man übernimmt Aufgaben der Stadt, für die man sowieso schon Abgaben bezahlt, und muss für die Grünabfälle dann auch noch bezahlen. Des Weiteren sind Grünabfälle in den meisten Städten (Essen, Bochum, Velbert) kostenlos entsorgbar.
Vor kurzen musste ich ein Speisfass, rund drei Eimer mit Bauschutt; entsorgen. Der Recyclinghof hat diese Mindermenge nicht angenommen und mich an den Entsorger DAR verwiesen. Hier fielen Mindestgebühren aufgrund der Mindestmenge von 19 Euro an. In der letzten Wochen mussten rund 0,1 m² (etwa sieben Eimer) Muttererde entsorgt werden (Einsetzen eines Kinderspielhauses). Wieder wurde ich vom Recyclinghof der Stadt an DAR verwiesen und musste nochmal 19 Euro bezahlen.

80.000 Euro könnte die Stadt besser verwenden

Da ich regelmäßig an den Umwelttagen der CDU in Niederwenigern teilnehme kann ich nur bestätigen, das die wilde Müllentsorgung zunimmt. Wahrscheinlich ist es vielen Bürgern einfach zu teuer, den Müll am Recyclinghof zu entsorgen.“
Roderfeld spricht sich für eine Optimierung von Müllannahme und Preisgestaltung aus. „Wenn man die jährlichen Ausgaben der Stadt von 80.000 Euro für die Entsorgung von wilden Müllkippen umrechnet in Container, so ergeben dies rund 2666 Container (300 je Container für gemischtes Gut). Container für Grünabfälle sind noch günstiger.
Des Weiteren könnte man auch alle zwei Wochen zentral in den angrenzenden Stadtteilen einen Container für einen Tag zur Müllentsorgung bereitstellen (ähnlich Umweltbrummi). Dies würde mit Sicherheit bei den Bürgern gut ankommen und wäre für die Stadt nicht teurer als die Entsorgung wilder Müllkippen.“

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8 Kommentare
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Ute Schneider aus Hattingen | 18.04.2015 | 08:40  
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Peter Klusmann aus Hattingen | 18.04.2015 | 09:20  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 19.04.2015 | 16:35  
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Marc Ruhl aus Hattingen | 20.04.2015 | 13:54  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 20.04.2015 | 22:44  
2.534
Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 21.04.2015 | 14:00  
86
Peter Koch aus Hattingen | 22.04.2015 | 10:19  
2.534
Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 22.04.2015 | 11:29  
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