Fußball: TSG stoppt Negativ-Lauf

Anzeige
Der SC Obersprockhövel (grüne Trikots) hat den Sprung zurück an die Bezirksliga-Spitze verpasst, weil er in seinem Heimspiel gegen den VfL Schwerte nicht über ein 1:1 (1:0) hinauskam. Das Team von Trainer Dieter Iske zeigte gegen den punktgleichen Tabellenzweiten VfL Schwerte am Schlagbaum aber eine starke Vorstellung. Foto: Strzysz
(von Toni Bertrams)

Die Oberliga-Fußballer der TSG Sprockhövel haben am Sonntag dank eines 1:0-Sieges ihren Negativ-Lauf gestoppt. Erfolgreich war auch Niederrhein-Landesligist Sportfreunde Niederwenigern, während Hedefspor Hattingen in Westfalen Landesliga-Spitzenreiter SV Horst-Emscher 08 am Rand einer Niederlage hatte.

Oberliga

TSG Sprockhövel – SC Roland Beckum 1:0, VfB Hüls – SV Zweckel 2:3, FC Eintracht Rheine – FC Gütersloh 0:2, DSC Arminia Bielefeld II – TuS Ennepetal 3:1, SV Westfalia Rhynern – SV Rödinghausen 0:0, TuS Erndtebrück – TuS Heven 2:0, Rot-Weiß Ahlen – SpVgg Erkenschwick 1:4, TuS Dornberg – Hammer SpVg 2:1, SuS Neuenkirchen – SC Westfalia Herne 2:0.

TSG Sprockhövel
Das Ergebnis mag es gar nicht vermuten lassen. „Aber es war ein Spiel, in dem alles gepasst hat“, sagte Lothar Huber, der Trainer der TSG Sprockhövel, die ihr Polster auf den viertletzten Rang dank des 1:0 (0:0) über den SC Roland Beckum, der immerhin Oberliga-Vierter ist, auf fünf Punkte vergrößert hat. „Die Beckumer“, erklärte der TSG-Coach, „hatten aus dem Spiel heraus keine einzige Chance. Unser Sieg war mehr als verdient.“
Und dieser Erfolg – zuvor hatte es sechsmal in Folge nicht geklappt – vor 250 Zuschauern verdient auch deshalb große Anerkennung, weil dem Tabellen-14. (17 Punkte, 17:23 Tore) zwei sehr wichtige Spieler gefehlt haben: Der gesperrte Christian Kalina sowie Sebastian Greitemann, den Lothar Huber wegen dessen Leisten-Problemen frühestens im letzten Spiel des Jahres am 15. Dezember bei der SpVgg Erkenschwick zurückerwartet.
„Ich hoffe, dass das der richtige Schritt war“, sagte Lothar Huber und war froh, dass seine Mannschaft begriffen hatte, für ein Erfolgserlebnis hart arbeiten zu müssen. „Das war für die Moral ganz wichtig“, erklärte der 61-Jährige. „Das hat man nach dem Spiel auch gesehen, wie sich alle gefreut haben.“
Möglich gemacht hatte diese Freude Xhino Kadiu, der den Ball in der 67. Minute zum Tor des Tages in den Winkel gejagt hatte. „Danach hatten wir zwei, drei gute Möglichkeiten, dann wäre es vielleicht auch auf der Bank ruhiger geworden“, sagte Lothar Huber. „Aber ich hatte nie das Gefühl, dass es gefährlich werden könnte.“
Ihr nächstes Pflichtspiel bestreitet die TSG schon am Donnerstag (5. Dezember), und zwar im Kreispokal-Achtelfinale beim Bezirksligisten SC Berchum/Garenfeld. Anstoß wird um 20 Uhr im Hagener Waldstadion sein (Neuer Mühlenweg). Dann kann Christian Kalina das zweite und letzte Spiel seiner Sperre abbrummen, so dass er am Sonntag in der Partie beim Schlusslicht TuS Heven wieder dabei sein wird.

Landesliga Niederrhein, Gr. 3

Duisburger SV 1900 – Sportfreunde Niederwenigern 1:3, SV Rhenania Bottrop – Sportfreunde Hamborn 07 2:2, SC 26 Bocholt – DJK Arminia Klosterhardt 0:2, Mülheimer SV 07 – Viktoria Buchholz 5:5, VfB Bottrop – TuB Bocholt 3:0, ESC Rellinghausen – SpVg Schonnebeck 2:4, FSV Duisburg – Spvgg. Sterkrade-Nord 2:0, Vogelheimer SV – 1. FC Bocholt 1:2.

Sportfreunde Niederwenigern
Jürgen Margref ist in diesen Tagen verdammt stolz auf sein Team. „Die Art und Weise war schon sehr ordentlich“, sagte der Trainer der Sportfreunde Niederwenigern nach dem 3:1 (1:1) beim Duisburger SV 1900. „Wie überhaupt die ganze Entwicklung in der Hinrunde sehr positiv ist.“
Und genau deshalb brachte der Tabellensechste (24 Punkte, 37:29 Tore) die Partie auch sicher nach Hause. Als die Saison noch jünger war, hätte es durchaus noch ein 3:3 werden können.
Zunächst einmal passierte nicht viel, weil Sicherheit bei beiden Mannschaften das oberste Gebot war. „Keiner hat was riskiert“, sagte der SFN-Coach. Dann aber stachen die Duisburger zu (26.). Top-Torjäger Dejan Vukadinovic legte Mustafa Öztürk das 1:0 auf – und die Sportfreunde waren hellwach. Ganz stark. Zunächst verhinderte jedoch zweimal das Metall des DSV-Tores den Ausgleich, ehe Kapitän Niklas Lümmer nach einem Duisburger Handspiel vom Elfmeterpunkt traf (37.).
„Unsere starken Minuten endeten aber mit einem kleinen Unfall“, erzählte Jürgen Margref. Sebastian Langer und Christopher Weusthoff rasselten zusammen; beide bluteten. Für Niederwenigerns Torwart, der eine Kieferprellung, eine leichte Gehirnerschütterung und eine Platzwunde davontrug, war die Partie beendet.
Nach dem Wechsel – Daniel Paries stand nun im Kasten – gab es zwar eine Schrecksekunde, als die Duisburger das SFN-Tor knapp verfehlten, aber dann lief es. Zumal sich die Einwechselungen von Florian Machtemes und Marius Müller positiv niederschlugen. Zunächst versenkte David Moreno einen 25-Meter-Freistoß zum 2:1 (65.), und nur zwei Minuten später erhöhte der A-Jugendliche Marius Müller auf 3:1.
Erleichtert wurde den Sportfreunden die Schlussphase, weil zwei DSV-Männer vom Platz flogen. Dejan Vukadinovic, die Torfabrik der 1900er, sah wegen Nachtretens sogar die Rote Karte (69.).

Landesliga Westfalen, Gr. 3

SV Horst-Emscher 08 – Hedefspor Hattingen 2:2, TuS Eving-Lindenhorst – SC Hennen 0:1, TuS Stockum – Hasper SV 1:3, Lüner SV – SV Brackel 06 3:1, SV Wanne 11 – SV Sodingen 4:1, SV Herbede – CSV SF Linden 0:0, SSV Mühlhausen-Uelzen – SV Höntrop 4:0, Kirchhörder SC – SV Arminia Marten 2:2.

Hedefspor Hattingen
Hedefspor Hattingen war ganz nah dran, sich bis auf drei Punkte an Tabellenführer SV Horst-Emscher 08 heranzupirschen. Doch dann schlugen die Gelsenkirchener noch zweimal zu – in der 87. Minute vom Elfmeterpunkt durch Alexander Kaul nach einem dämlichen Foul von Aykut Akyildiz sowie in der 90. Minute durch David Zelinski. Riesengroß war die Enttäuschung nach diesem 2:2 (1:0), das für den jetzt nur Tabellensechsten (25 Punkte, 26:20 Tore) eine gefühlte Niederlage war.
„Das Pech, das momentan auf uns reinprasselt, ist unglaublich“, sagte Trainer Seung-Man Hong, dessen Mannschaft gegen die starken Horster lange Zeit eine taktische Meisterleistung abgeliefert hatte, wenn sie auch hin und wieder etwas Glück brauchte. Die Defensive aber leistete ausgezeichnete Arbeit und Innenverteidiger Afeez Yaya Ola hätte sich wahrscheinlich, wenn es diese letzten Minuten nicht gegeben hätte, mit der Note sehr gut plus stolz vor einen Spiegel gestellt. Er lieferte eine Klasse-Leistung.
Das gilt ganz gewiss auch für Stürmer Max Claus, der zweimal ganz cool abgeschlossen hatte. Zunächst nach einem weiten Abschlag seines Torwarts Selçuk Aydin und einem anschließenden Missverständnis in der Horster Abwehr (32.) sowie nach einem Traumpass seines Kapitäns Yavuz Derin (60.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte Seung-Man Hong ein richtig gutes Gefühl. „Wir haben gut gestanden und ich habe keine Bedrohung gesehen“, sagte der Hedef-Trainer.
Allerdings sah er in der 82. Minute auch, dass seine Mannschaft die Kontermöglichkeit zum 3:0 fahrlässig liegen ließ. „Das war eine hundertprozentige Chance, eine Zwei-gegen-eins-Situation. Das muss man effektiver lösen“, ärgerte sich Seung-Man Hong. Max Claus legte auf Florentin Cheuffa, der aber an Horsts Keeper Daniel Kassen scheiterte. Was Folgen haben sollte: siehe oben.

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6

SC Obersprockhövel – VfL Schwerte 1:1, TuS Hattingen – SG Hemer 1:4, ETuS/DJK Schwerte – Geisecker SV 2:2, SV Bommern – TuS Ennepetal II 2:1, SC Berchum/Garenfeld – SpVg. Hagen 11 2:2, TuS Wengern – VfK Iserlohn 4:0, TSG Herdecke – FC Wetter 10/30 0:0, VTS Iserlohn – FSV Gevelsberg 2:5, TSV Fichte Hagen – DJK GW Menden 2:3.

SC Obersprockhövel
Der SC Obersprockhövel hat den Sprung zurück an die Bezirksliga-Spitze verpasst, weil er in seinem Heimspiel gegen den VfL Schwerte nicht über ein 1:1 (1:0) hinauskam. Es sei aber sofort erwähnt: Das Team von Trainer Dieter Iske zeigte gegen den punktgleichen Tabellenzweiten eine starke Vorstellung.
„Schade, dass sich die Jungs nicht belohnt haben“, sagte der Coach des Tabellendritten (34 Punkte, 49:16 Tore), der den zwölften Saisonsieg eigentlich schon notiert hatte. Aber in der dritten Minute der Nachspielzeit patzte ausgerechnet Torwart-Routinier Stefan Gosing und Schwertes Dominik Hennes traf zum 1:1. Für die 1:0-Führung der Obersprockhöveler hatte in der 34. Minute Dustin Najdanovic mit einem Schlenzer über VfL-Keeper Stefan Ladkau gesorgt.

TuS Hattingen
Es war die 63. Minute, in der sich die Partie ganz klar in eine Richtung drehte. Per Foulelfmeter war der TuS Hattingen gegen die SG Hemer mit 1:2 in Rückstand geraten. Fortan lief bei den Rot-Weißen, für die Moritz Berg zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, nichts mehr.
Und so standen am Ende eine 1:4 (1:1)-Niederlage und die unschöne Erkenntnis, dass das Polster auf die Abstiegsränge für den Tabellen-13. auf drei Punkte zusammengeschrumpft ist (16 Zähler, 26:43 Tore).
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.